8Wochen arbeiten-0Euro-selber Schuld?

Hallo,
ich weiss, ich bin selber Schuld an meiner Situation.
Doch möchte ich von Euch gerne wissen, kann ich irgendwie aus meiner Lage noch einen Vorteil erziehlen?
Hört sich nassauerrisch an, ist es aber nicht, denn ich habe wirklich acht Wochen, fünf Tage die Woche, drei Stunden am Telefon gearbeitet.

Ich bewarb mich auf eine Zeitungsannonce, in der ein/e Mitarbeiter/in
für Meinungsumfragen gesucht wurden.Ich stellte mich vor, sagte, dass ich ungern für Outbount-Gespräche tätig wäre, da man mir in einer vorigen 14-tägigen, natürlich nicht bezahlbaren Probezeit bescheinigte, dass ich für den Verkauf von Losen nicht geeignet sei, da ich nicht agressiv genug sei.
Darauf erhielt ich die Antwort, solche Haie in der heutigen Geschäftswelt kenne man leider zur genüge, doch in dieser - unserer Firma - könnne mir dieses nicht passieren, da ich nach mind. acht Tagen eine Aussage erhalten würde, ob ich für die Tätigkeit geeignet wäre- oder nicht. Ohne Bezahlung würde ich hier nicht arbeiten, denn nach den acht Tagen würde ich eine Bestätigung, und nach acht Wochen einen Vertrag bekommen, der auch die endliche Bezahlung regelt.
Bis dahin würde ich auf Provision beschäftigt sein, d.h. für mich:
Für jeden Kunden, den ich angerufen hatte, der sich für einen Rückruf breiterklärte, und aus dem ein Geschäft für diese Immobilien- und Finanzdienstleistungsfirma ergab, hätte ich eine ein - bis zwei prozentige Vergütung bekommen sollen.
Doch leider wurden aus meinen ca. 150 Vermittlungsscheinen nie auch nur ein verwertbares Geschäft.
Obwohl man mir in den ersten Wochen immer wieder sagte, es seien gerade jetzt sehr vielversprechende Gespräche, b.w. genaue Vertragsgespräche im Gange.
Auf diese Weise lies ich mich wirklich acht Wochen hinhalten, dachte mir zwar, die wollen mich verar…, doch wollte ich auch wissen, wie weit die Frechheit geht.
Ich habe es erfahren, denn als es ans Bezahlen ging, war noch kein Geld des Investors eingegangen, dannn sollte es von Freitag zu Freitag kommen.
Dann wurde mir gesagt, von meinen Scheinen sei noch kein einziger vertragsreif geworden, das sei halt Pech, aber in dieser Branche nicht unüblich, ich müsse mich noch etwas gedulden.
Wie gesagt, nach acht Wochen wurde ich sehr ungeduldig und erwartete Geld, doch es kam nichts.

Jede Woche wurde dioe Zahlung mit der Begründung herausgeögert man erwarte das Geld des Investors am kommenden Freitag, sodass ich mein Geld spätestens am Dienstag erhalten würde.

Auf dieses Geld warte ich noch heute.
Was nun??
Ich nehme an, umsonst gearbeitet???
Wie kann man sich vor solchen Mist… schützen???
Wenn ich düfte, würde ich F.- Namen und Anschrift veröffentlichen.
Doch leider sind mir in dieser Situation die Hände gebunden.

Habt Dank für Eure Geduld bei diesem langen Anschreiben
und verdammt mich bitte nicht gleich von vornherein für meine Dusseligkeit, wie Ihr sicherlich wisst, lernt der Mensch nicht aus.

Danke und liebe Grüsse
Hannelore

Hallo

Wo ist das Problem? Du schreibst ein Einwurfeinschreiben an die Firma und forderst zur unverzüglichen Zahlung des Lohnes auf. Setze eine Frist von 7 Tagen und weise die Firma darauf hin, daß Du bei Nichtzahlung einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten wirst. Vermutlich wird es auch darauf hinauslaufen, denn ein definierbarer Lohn wurde ja nicht vereinbart. Da wird man die „übliche Taxe“ bestimmen müssen. Vielleicht reicht aber auch das Einwurfeinschreiben aus, die Firma dazu zu bewegen, einen Betrag anzuweisen, der vielleicht nicht 100% dem Üblichen entspricht, Dich aber zumindest „zufriedenstellt“ und Dir erlaubt, das Ganze abzuhaken und Dich auf Neues zu konzentrieren. Wenn es ohne RA geht, wäre das auch insoweit besser, da Du ihn in erster Instanz unabhängig vom Ausgang eines Prozesses selber zahlen müßtest (wenn Du in der Gewerkschaft bist oder eine Arbeitsrechtsschutz abgeschlossen hast, wäre das natürlich am Besten).

Doch möchte ich von Euch gerne wissen, kann ich irgendwie aus
meiner Lage noch einen Vorteil erziehlen?

Es geht nicht darum, einen Vorteil zu erzielen, sondern zu seinem Recht zu kommen. Das ist ein erheblicher Unterschied. „Einen Vorteil erzielen“ klingt so … (oW).

Gruß,
LeoLo

Zusätzlich würde ich umgehnd zum Arbeitsgericht gehen und eine Klage einreichen.
Die erste Verhandlung beim Arbeitsgericht kostet dich nichts und dir als Priivatperson steht der Richter selbst helfend zur Seite. Zu einer Verhandlung kommt es recht schnell. Bei der ersten Verhandlung benötigst du auch keinen Anwalt. Solltest dich jedoch gut informieren und dir klar sein das die unseröse Firma dein Feind ist der dir was böses tud, nämlich dir dein Geld nicht gibt und kein Zeugniss austellt.

So wie es aussieht will die Firma nicht zahlen. Du musst nun eine Mahnung schreiben, sie werden aber nicht reagieren. Da so wie du es beschreibst diese Fima gänzlich unseriös ist ist zu vermuten das du dann das Geld einklagen musst.

Am besten du beeilst dich und gehst noch heute zum Arbeitsgericht, wen die Firma nichts verkauft gibt es sie vielleicht nicht mehr lange. Dann bekommst du nichts.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

Zusätzlich würde ich umgehnd zum Arbeitsgericht gehen und eine
Klage einreichen.

Warum sollte Sie das tun? Entweder … oder … Zudem verrätst Du Hannelore sicher noch, wie hoch der Lohn ist, den sie einklagen soll, oder?

Die erste Verhandlung beim Arbeitsgericht kostet dich nichts

Zumindest nicht viel.

und dir als Privatperson steht der Richter selbst helfend zur
Seite.

Das ist Unsinn.

Zu einer Verhandlung kommt es recht schnell. Bei der
ersten Verhandlung benötigst du auch keinen Anwalt. Solltest
dich jedoch gut informieren und dir klar sein das die unseröse
Firma dein Feind ist der dir was böses tud, nämlich dir dein
Geld nicht gibt und kein Zeugniss austellt.

Kann das sein, daß Du verbittert bist?

So wie es aussieht will die Firma nicht zahlen. Du musst nun
eine Mahnung schreiben, sie werden aber nicht reagieren.

Wenn man das weiß, muß man auch keine Mahnung schreiben…

Am besten du beeilst dich und gehst noch heute zum
Arbeitsgericht, wenm die Firma nichts verkauft gibt es sie
vielleicht nicht mehr lange.

Naja, wenn sie niemanden bezahlt, könnte sie auch äußerst schwarze Zahlen schreiben :open_mouth:)

Gruß,
LeoLo