unser Sohn ist jetzt 9 Monate alt und musste damals wegen einer gestose 5 Wochen früher geholt werden. leider zu dem Zeitpunkt mit kaiserschnitt weil ich keine Kraft mehr hatte. jetzt möchten wir wieder schwanger werden, bin aber doch etwas verunsichert, man hört ja Horror Geschichten über die kaiserschnitt narbe usw. wer weiß mehr zum Thema?
Hallo,
ich seh hier nicht so richtig die Frage. Keine Ahnung, was es für Horrorgeschichten geben soll. Kenne keine einzige. Allerdings würde ich definitiv meinem Körper nach einer SS noch etwas Ruhe gönnen. Aber so etwas muss jeder für sich selbst entscheiden.
Gruß
Hallo…
Also wenn deine Narbe gut verheilt ist und dein Fa ein okay gibt dann fängt wieder an…aber würde halt es mit dem Arzt besprechen…
Hallo,
da ist es glaube wirklich am besten wenn du mit deiner Ärztin drüber sprichst,sie kennt deine individuelle Geschichte!
Liebe Grüße
Hallo irishy,
ich selber habe meine Kinder zwar ohne Kaiserschnitt geboren und kann deshalb nicht aus eigener Erfahrung antworten, aber ich ein wenig herumgegoogelt:
Meistens wird nach einem KS empfohlen, ein Jahr mit der nächsten Schwangerschaft zu warten. Andere Ärzte sagen, dass das nicht nötig sei, denn wenn wirklich etwas mit der Narbe nicht stimmen würde, merkt man das rechtzeitig in den ersten Monaten.
Das Gefahr eines Risses ist während der Presswehen natürlich am höchsten und allgemein besteht nach einem Kaiserschnitt immer ein höheres Risiko, dass auch die nächste Geburt wieder mit einem Kaiserschnitt beendet werden muss.
Am besten fragst du deinen Frauenarzt, der dich ja auch schon monatelang betreut hat, wie er das Risiko bei dir speziell einschätzt.
Tut mir leid, wenn ich nicht besser helfen konnte. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück,
liebe Grüße
Anja
Allerdings ist
Hallo,
da kann ich nicht wirklich weiterhelfen. Soweit ich weiß, ist das sehr individuell - kommt auf die Narbe und den Heilungsprozess an. Ich würde das mit dem Gyn besprechen. Der kann das Risiko sicherlich sehr gut abschätzen.
Viel Glück,
Nene
Hallo,
im Allgemeinen raten Ärzte dazu, nach einem Kaiserschnitt mit einer neuen Schwangerschaft mindestens 12 Monate zu warten. Das ist allerdings eine Vorsichtsmaßnahme, in der Regel hat sich der Körper auch nach 9 Monaten schon wieder weitestgehend erholt. Immerhin kommt es oft ja auch ungeplant zu früheren Schwangerschaften. Die 12 Monate sind also nur eine Empfehlung, kein „Gesetz“.
Eine Kaiserschnittnarbe stellt so oder so ein höheres Risiko dar, weil das Gewebe an dieser Stelle dünner ist und nicht so dehnfähige wie das normale Gewebe. Insbesondere bei einer vaginalen Geburt erhöht sich der Druck auf die Narbe und das Narbengewebe (insbesondere die „innere“ Narbe an der Gebärmutter) könnte reißen. Das Risiko hierbei sind vor allem innere Blutungen, die entstehen können.
Erfahrene Ärzte haben heute aber sehr gute Möglichkeiten, dieses Risiko zu überwachen und abzuschätzen und können bei Bedarf auch unter der Geburt noch eingreifen. Blutungen können gestillt werden, eine Geburt im Notfall innerhalb von wenigen Minuten in den OP verlagert werden, eine gerissene Narbe wieder vernäht werden. Also auch wenn die Narbe nicht stand hält, kommt in aller Regel ein gesundes Kind zur Welt und alles andere verheilt wieder. Nur um die „Horrorszenarien“ mal in Relation zu setzen.
Das Problem ist also nicht das Schwanger werden oder das Austragen eines Kindes, und die KS-Narbe bedeutet auch kein höheres Risiko fürs Kind, es geht lediglich um das Geburtsrisiko. So besteht bei einer Folgeschwangerschaft nach einer KS-Geburt ein etwa 50% höheres Risiko, dass auch die zweite Geburt per KS erfolgt. Einfach um das Risiko von Narbenrissen unter der Geburt zu minimieren.
ABER: Mit Fortschreiten der Schwangerschaft und insbesondere bei einem besonderes großen Kind, viel Fruchtwasser oder Mehrlingsschwangerschaften besteht das Risiko, dass die Belastung auf die Narbe steigt. Im Notfall - wenn man abschätzen kann, dass das Narbengewebe zu sehr unter Spannung steht und/oder Beschwerden für die Mutter verursacht - muss in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt das Kind vorzeitig auf die Welt geholt werden. Das passiert aber relativ selten und kann genauso gut auch aus anderen Gründen geschehen (etwa aufgrund einer Gestose, wie bei dir).
Was ich damit sagen will: Ja, es gibt ein gewisses Risiko, aber keines, dass sich nach heutigen Stand der Medizin nicht abfangen ließe. Und streng genommen ist jede Schwangerschaft mit einem Risiko behaftet. Kaiserschnittgeburten gehören längst zum Standard, ein Großteil wird auch danach noch mal schwanger und nicht alle halten sich an die empfohlene Wartezeit von 12 Monaten und bringen trotzdem gesunde Kinder zur Welt.
Abgesehen vom medizinischen Risiko würde ich eher noch einen anderen Aspekt in die Familienplanung mit einbeziehen: Zum einen die nicht zu unterschätzende Doppelbelastung mit Baby und Kleinkind (selbst wenn das erste Kind recht pflegeleicht war und z.B. schnell durchgeschlafen hat, heißt das nicht, dass das beim zweiten Kind noch mal genauso gut funktioniert), und zum anderen aber auch die „Entthronung“ des Erstgeborenen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Kinder die Geburt eines Geschwisters in den ersten zwei Lebensjahren häufig als traumatisierend erleben, empfehlen in pädagogischer Hinsicht sogar einen Altersabstand von mind. 3 Jahren. Aus einem einfachen Grund: Mit zunehmendem Alter werden Kinder deutlich verständiger, können an Schwangerschaft und Babyzeit aktiver und interessierter teilhaben, können aber auch ihre eigenen Bedürfnisse schon besser zurückstellen und haben bereits ein gesundes Maß an „Urvertrauen“ durch die anfängliche „Exklusivbetreuung“ durch die Eltern mitbekommen. Auch die Betreuung durch Dritte ist mit zunehmendem Alter meist besser abgedeckt, da auch der Trennungsprozess leichter fällt, so dass die Mutter entlastet werden kann und dem zweiten Kind eine ähnliche „Exklusivbetreuung“ und das nötige Urvertrauen ermöglichen kann. Ganz ohne Abstriche wird es sicher nie gehen, und auf der anderen Seite profitieren Geschwister ja auch sehr viel voneinander. Die „Grundbedürfnisse“ eines Kindes in den ersten Lebensjahren sollte man aber dennoch nicht aus den Augen verlieren.
Letztlich ist und bleibt es einzig und alleine die Entscheidung der Eltern, ob oder wann ein Geschwisterchen dazukommen soll. Und das ist fast immer eine Bauchentscheidung, da hat der Kopf nur wenig Mitspracherecht. ![]()
In jedem Fall wünsche ich Ihnen alles Gute für die Zukunft, viel Erfolg und eine glückliche Familie!
LG,
Anke Merau
Hallo irishy,
generell sagt man, dass 1 Jahr nach der Geburt des ersten Kindes „pausiert“ werden sollte, um eine möglichst lange Regenerationsphase des mütterlichen Körpers vor einer erneuten Schwangerschaft zu haben. Narbenprobleme können immer auftreten - müssen aber nicht. Wie war deine Wundheilung bisher? Diese könnte Aufschluß darüber geben, ob dein Körper jetzt schon mit einer erneuten Schwangerschaft klarkommen würde. Ansonsten finde ich noch 3 Monate länger zu warten nicht tragisch…
Genaues kann ich dazu leider nicht sagen ABER lann mal den Frauenarzt per Ultraschall schauen wie gut alles verheilt ist! Dann mit ihm besprechen sonst kann ja keiner in dich hinein gucken
Liebe irishy!
zu beantworten sind bei der Frage, ob bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein Kaiserschnitt erfolgt, die folgenden Fragen:
1.warum wurde der Kaiserschnitt gemacht? Wie war der Geburts-und Wehenverlauf?
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Gibt es bei der folgenden Schwangerschaft besondere, geburtshilfliche Risiken bei der Frau und während der Schwangerschaft?
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Wie schwer ist das folgende Kind ungefähr bei Geburt?
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Wie sind die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich des Entbindungsmodus?
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Was empfehlen Frauenarzt/ärztin und die Entbindungsklinik den Eltern?
Generell ist es wohl sicher in den meisten Fällen möglich, eine vaginale Entbindung (spontan, per Saugglocke oder Zange) auch nach einem oder mehreren Kaiserschnitten durchzuführen, ohne, dass hier Probleme entstehen. Einen Automatismus: „einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt“ gibt es nicht.
Dieses sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und der Entbindungsklinik entschieden werden, wo die Frau sich eigentlich immer vor der Geburt vorstellen sollte und nach einem Kaiserschnitt vielleicht noch mehr, um über die Vor-und Nachteile und auch die möglichen Risiken des ein oder anderen Vorgehens zu sprechen.
Nun noch zu den Risiken für die Gebärmutter bei einer spontanen Geburt nach Kaiserschnitt : Bei einer Schwangerschaft/Geburt nach einem oder mehreren Kaiserschnitten ergeben sich besondere Risiken im wesentlichen durch die mögliche Ruptur (Reissen) der Gebärmutter. Dieses kann während der Schwangerschaft (sehr selten) als auch unter der Geburt eintreten.
Man spricht von einer kompletten Ruptur, wenn es zur Zerreißung des Bauchfells über der Gebärmutter (viszerales Peritoneum) mit mit teilweisem Vorfall fetaler Anteile in die Bauchhöhle kommt. Dies bringt eine akute Gefährdung von Mutter und Kind mit sich. Geht die Naht ein wenig auseinander (Nahtdehiszenz), kann dieses ohne Symptome verlaufen.
Die Ruptur der Gebärmutter noch während der Schwangerschaft bei regelmäßiger Wehentätigkeit ist offensichtlich so selten, dass es hierzu keine Zahlen in der Literatur gibt, auch wenn die Anzahl der Kaiserschnitte deutlich zugenommen hat. Auch für Schwangere mit mehr als zwei Kaiserschnitten ist der Versuch einer Spontangeburt nicht zwangsläufig mit einem deutliche erhöhten Risiko einer Uterusruptur verbunden. Ein Auseinanderweichen der Naht findet sich 1,8-5,5 Prozent der Fälle bei Zustand nach zwei oder mehr Kaiserschnitten. Eine Narbenruptur fand sich nach einmaligem KS in 0,69 Prozent und nach 2-maligem Kaiserschnitt in 0,67 Prozent.
Lieben Gruß Silke
exam. Krankenschwester
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