ich habe zwar bereits gesehen, dass auch andere wegen ihrer Heizkosten-Nachzahlungen schockiert sind, aber so krass wie mein Fall habe ich nichts gefunden.
Ich wohne in einer 27 m² Wohnung und sollte 2010 bereits für 6 Monate 700 Euro verheizt haben. 2011 habe ich mich dann kaum noch getraut zu heizen und nun habe ich die Rechnung für das gesamte Jahr 2011:
Mein persönlicher Verbrauch an Heizkosten soll 540 Euro gewesen sein. Also insgesamt 920 Euro und 60% davon wurde auf der Basis berechnet, wie auch die Anzeige auf meiner Heizung ist. [772 Einheiten im WZ und in Küche 238]
Leider stimmen also die Zahlen mit meiner Anzeige auf der Heizung überein, aber ich heize wirklich total vorsichtig und leg mir lieber noch eine Decke um als die Heizung aufzudrehen. Ich verstehe nicht, wieso ich mit meiner 27 m² Wohnung so extrem hohe Summen zahlen muss. Ich hatte schon gelesen, dass sich andere wundern, wenn sie 300 Euro Heizkosten haben bei meiner Wohnfläche.
Ich möchte eigentlich nur wissen, ob das normal ist 920 Euro Heizkosten für 27 m² zu zahlen ?!? Und was ist überhaupt eine „Einheit“ (welche das Ding auf meiner Heizung anzeigt).
Das ist sicherlich sehr hoch,aber man muss immer die ganze Abrechnung des Hauses sehen.
Die Geräte an den Heizkörpern (Heizkostenverteiler),wobei ich annehme es sind solche,nennen nur Hilfszahlen,die selbst KEINEN Aufschluss auf den Einzelverbrauch geben.
Das ist sehr wichtig zu wissen.
Was eine Einheit an Geld bedeutet sagt erst die Jahresrechnung und die Zusammenführung aller Werte aller Wohnungen.
Dann nimmt man den Hausverbrauch an Brennstoff plus die Heiznebenkosten(Wartung der Anlage,Strom der Heizung usw.) und teilt diese Summe durch alle addierten Zahlen der Heizkostenverteiler.
Erst jetzt kommt ein Preis heraus, also z. B. 1,27 €/Einheit.
Und dieser Einheitspreis wird für jede Wohnung mit den Wohnungszahlen an den Verteilern ausgerechnet.
Das wars dann im Grunde. Es wird aber nicht zu 100 % so verteilt,max. zu 70 % nach Verbrauch und 30 % nach der Wohnfläche.
Keine Rechtsfrage / Antwort
Hallöchen,
ich kann nicht wirklich eine Rechtsfrage erkennen und gebe auch eine nichtjuristische Antwort.
Also.
Zuerst mal hängt natürlich der Heizungspreis von der Heizung und dem Brennstoff ab. Oma’s Ölofen ist halt teurer als Fernwärme mit Leitungen aus 2011.
Da unklar ist, ob 900€ Heizkosten für den Zeitraum „im Verhältnis zu Gesamtverbrauch des Gebäudes und anderen Wohneinheiten vergleichbarer Größe“ ungewöhnlich sind, lässt sich natürlich auch nicht beantworten, ob es hier eventuell einen Verfahrensfehler gab.
Hätte das Haus z.B. insgesamt 4 Wohneinheiten mit 100 m² Fläche und 4000€ Heizkosten, wären die 900€ sogar noch unter Schnitt.
Dann sind diese (vermutlich weißen mit roter Flüssigkeit gefüllten) Verbrauchsmesser nicht direkt kostenrelevante „Einheiten“, sondern - wie schon vom Vorposter erwähnt - Anteile der Summe.
Wenn z.B. 9 solcher Messinstrumente jeweils 10% verdunstet sind und eines zu 90%, so sind insgesamt 180 Maßeinheiten gemessen worden und der mit den 90% Verdunstung würde für 50% des Gesamtverbrauchs einstehen müssen.
Prinzipiell sollte man als Mieter immer penibel darauf achten, dass diese Gerätchen nicht manipuliert werden können (siehe: Versiegelung) und dass auch keine externen Faktoren (Sonnenlicht, spielende Kinder etc.) die Verdunstung künstlich begünstigen. Denn gerade Letzteres verzerrt die Verbrauchsmessung.
Ebenso wichtig ist, dass sie nach einer Ablesung ordnungsgemäß wieder aufgefüllt werden.
Als nichtjuristische Lösung empfehle ich hier, sich mal die Zahlen in ihrer Gesamtheit anzusehen und gemeinsam mit dem Vermieter auf Plausibilität zu prüfen.
Möglicherweise stellt sich ja z.B. heraus, dass der Verbrauch des Wohnzimmers eine Verdopplung gegenüber der Ablesung vom Vorjahr darstellt, was auf einen Fehler beim Auffüllen hindeuten könnte.
Aber andererseits kann dabei genauso herauskommen, dass der Vermieter halt gerne mit Rohdiamanten heizt, und die sind nun mal teuer
Vielen Dank für die Informationen! Dann weiß ich ja nun Bescheid, wieso ich immer soviel berappen muss trotz Sparsamkeit.
Dann habe ich mir ja umsonst im Winter den Hintern abgefroren, während die Nachbarn schön geheizt haben. Bezahlen muss ich dann wohl trotzdem. Bei uns wird ist 40% Grundkosten/60% Verbrauch abgerechnet.
Okay, danke! Naja, ich habe an der Heizung so eine digitale Anzeige, die täglich so 1-2 Einheiten steigt, wenn die Heizung an ist. Bei uns im Haus sind ca. 12-15 Wohnungen und wir haben Fernwärme.
Das war das einzige Forum wo meine Frage reinpasste, daher auch keine Rechtsfrage
Ich finde es halt schon heftig jedes Jahr so eine saftige Heizkostenrechnung zu bekommen. Zumal ich nur 6 Monate heizen kann, da von April bis September die Heizungen ausgeschaltet werden. Und denn ca. 100 Euro pro Monat fürs Heizen (auch wenn es nicht der alleinige Verbrauch ist). Und Bekannte sagen denn immer „Waaas? Meine Wohnung ist X mal größer und ich zahle nur die Hälfte im Jahr.“
Du könntest einen Mod um Verschiebung in „Technologie -> Handwerk & Hauswirtschaft -> Sanitär-, Heiz- & Klimatechnik“ bitten, da wärest Du wohl besser aufgehoben.
Mit den Rechtsfragen musst Du halt aufpassen, weil sobald es juristisch wird und ein Personenbezug erkennbar ist „Ich / Bekannte / Freunde…“ dann wird das Ganze hier aus rechtlichen Gründen zugemacht.
Okay, danke! Naja, ich habe an der Heizung so eine digitale Anzeige, die täglich so 1-2 Einheiten steigt, wenn die Heizung an ist. Bei uns im Haus sind ca. 12-15 Wohnungen und wir haben Fernwärme.
Hier müßte man halt sehen, ob:
a) Das Gerät sich auch tatsächlich nur dann verändert, wenn die Heizung an ist.
b) Das Gerät auch richtig geeicht ist
c) Was die Zähler in anderen Wohneinheiten sagen.
Der Hinweis mit dem Energie-Ausweis war schon gar nicht mal so schlecht. Möglicherweise sind die Wände und/oder Fenster schlecht gedämmt, so dass Du tatsächlich die Bude knackig heizt, aber davon (so gut wie) nichts sich als Zimmertemperatur niederschlägt.
Weiter bin ich hier kein Experte, aber tatsächlich - Irgendwo muß da ein Wurm drin sein, die Zahl klingt unplausibel.
Aber, ich wiederhole meinen ersten Rat, nachdem Du bei Dir in der Wohnung alle Checks gemacht hast, mit dem Vermieter sprechen und Dir das gesamte Zahlenwerk erklären lassen.
Im Jahr 2010 sollte ich für 3 Monate, wo die Heizung an war im Haus, 720 Euro Heizkosten zahlen. (Hatte da erst von Juni-Dez gewohnt.) Wohl eher kein Zahlendreher, sondern etwas anderes seltsames …
Ich muss gestehen, dass ich keinen Energieausweis vom Vermieter gesehen habe und nicht einmal wusste, dass es so etwas gibt. Ich hoffe, die haben sowas überhaupt.
Ich werde auf jeden Fall bei der Vermietung Bescheid sagen, dass ich das prüfen lassen will von denen, ob mein Gerät rumspinnt und wie das alles zusammen kommen soll.
Nur letztes Jahr, wo ich die Rechnung von 2010 hatte, haben die auch nur so gesagt „Tja, da haben Sie wohl ungünstig geheizt.“ Ich habe mich dargestellt gefühlt, als würde ich auf volle Pulle und mit offenen Fenster heizen. Die haben das gar nicht ernst genommen und ich hatte natürlich keine Argumente, außer dass ich mir den Hintern abfriere weil ich mich kaum traue zu heizen und das doch nicht sein kann mit der Rechnung.