Doch, Komiker
Das hat man davon, wenn man aufgrund Lektüre eines Testberichts der Meinung sei, von der Sache etwas zu verstehen.
In diesem Fall empfehle ich dringend, möglichst viele Testberichte zu lesen (ab besten von verschiedenen Zeitschriften), am besten aber sich erst nach eigener praktischer Erfahrung zu der Sache zu äusern.
In der c`t heft 22/2004 ist ein schöner artikel über die
schäbigen dvbt-rekorder. Der langsamste im test brauchte 41
sekunden zum starten,
Ach was? Sieh an! Vorher klang das aber so:
„allerdings sieht es leider in Wirklichkeit so aus :
Der receiver muss erst „hochfahren“, das bedeutet dass du erst mal 40 sekunden wartest, bis überhaupt ein Bild erscheint.“
Woher kommt der plötzliche Wandel? Und wer zwingt einen, den Langsamsten zu kaufen (falls überhaupt die Bildröhre schneller warm wird)?
Wenn in einem Test bei einem Pkw ein Verbrauch von 25 Liter/100 km ermittelt wird, heisst es noch lange nicht das ein handelsüblicher Pkw ebendiese 25 Liter/100 km verbraucht.
und um die 10 bis 14 sekunden brauchten
alle, dein technisat braucht 9 sekunden. So kann man sich
verschätzen, gelle.
Das sin einem Pressebericht eine Zahl geschrieben steht, heisst es noch lange nicht, das es Offenbarte und Absolute Wahrheit sei.
Meine Stoppuhr hat bei dem Kathrein ca 4,5 und beim Technisat ca. 5 Sekunden gezeigt. Und ander Empfänger im Laden haben ähnliches Verhalten gezeigt. In die Angaben währe die Qualität des Signals miteinzubeziehen. Und die Angabe, ob der Empfänger aus der Stellung „Netz aus“, oder aus Standby eingeschaltet wird.
Das wechseln der programme dauert laut testbericht
durchschnittlich 2,5 Sekunden, auch dein technisat bracuht
2,5.
Ein Mensch hat durchschnittlich eine Brust und einen halben Penis. Über die Unterschiede bei der Umschaltgeschwindigkeit habe ich schon geschrieben und werde es nicht wiederholen.
Die bildqualität ist bei keinem gerät sehr gut, bei drei
geräten zufriedenstellend und bei nur zwei geräten gut.Bei
deinem Technisat ist sie übrigens auch nur zufriedenstellend,
aber vielleicht bist du ja nicht so anspruchsvoll.
Und schon wieder die Testwirklichkeit (auch Medientatsache genannt) vs. real world. Die (zugegebenermassen schlechte) Qualität des Composite- und des HF-Ausganges ist mir latte, weil ich die RGB-Verbindung benutze. Und dort setzt die vom Sender kommende (schlechte) Qualität die Limitierung.
Die tester resümieren das ganze so : „soviele halbgare
produkte hatten wir lange nicht mehr auf dem prüfstand“.
Das mag so sein, aber die Vergleichstest sind ja dazu da, um die guten Geräte auszuwählen, und nicht dazu, um sich an den grausamen Noten der schlechtesten Geräte zu weiden.
Zweitens, bei Deiner hast du der angeblich „schlechten“ DVB-T Qualität die angeblich „gute“ DVB-S (dig. Satellitenrundfunk) gegenübergestellt. Eine auch nur kurze praktische Erfahrung mit beiden Systemen hätte Dir gezeigt, das es dieselbe Liga ist. Mit sehr ähnlichem Verhalten der Empfänger beider Systeme.
Drittens, ich wäre der letzte, der DVB-T himmelhoch gelobt hätte. Ausser begrenzter Anzahl der Programme hat es den prinzipiellen Nachteil der starken Datenreduzierung (noch stärker, als bei DVB-S) zu erleiden. Die Kompressionsartefakte sind bei einigen Sendungen sehr deutlich. Und bei einigen andern sogar äusserst unangenehm.
Aber Deine Kritik ging gänzlich an der Sache vorbei.
MfG
C.