Ab einem 'gewissen' Lebensalter noch lernen?

Hi,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt- Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.

LG Felix

Hi Felix,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.
LG Felix

meine Nachbarin ist 87 Jahre alt und fit wie Turnschuh.

Sie absolviert gerade auf der Volkshochschule einen Spanischkurs und bat mich ihre neueste Errungenschaft, einen Laptop, einzurichten.

Gruß,
Gerhard

Hi,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Meine Freundin sagt ich bin in meiner Entwicklung bei 6 Jahren stehengeblieben, dem will ich jetzt mal nicht zustimmen.

Aber im Ernst, das Gehirn ist ein Muskel, es will trainiert werden und es ist gleich wie bei allen Muskeln im Gehirn, je länger man auf der faulen Haut liegt, desto schwerer wird es auf ein bestimmtes Level zurückzukommen. Bspw. eine gute Bekannte von mir ist nun seit über 20 Jahren aus der Schule, hat vor 2 Jahren eine Fortbildung gemacht und dazu unzählige Lehrbücher durcharbeiten müssen. Durch die 20 Jahre hat sie das Lernen an sich verlernt und es fiehl ihr anfangs sehr viel schwerer als 19jährigen im selben Kurs den Stoff zu verarbeiten. Mit der Zeit und der Übung kam sie aber wieder in den Rhytmus rein, sie hat also Lernen und den Stoff gelernt, wobei das Lernen an sich nicht messbar ist, sondern nur das Wissen über den Stoff, wenn du verstehst.
Ich will damit sagen, dass lernen sehr subjektiv ist, nur weil etwas nicht anhand von bestimmten Tests gemessen werden kann heißt es noch lange nicht, dass es nicht vorhanden ist.

Wie du das mit dem entwickeln meinst weiß ich nicht genau, es gibt da natürlich den in der Fachsprache den Begriff des „sturen Bocks“, der sich einfach weigert und mit „ein alter Hund lernt keine neuen Tricks“ argumentiert, aber ich glaub das führe ich besser nicht näher aus :wink:

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.

Bei deiner Schwester?
Ich hab auch 'ne Schwester :wink: , falls es in die Richtung geht, gibt die Hoffnung nicht auf!
Oder versuchs mal mit Konditionierung :wink:

LG Felix

lg Mike

hallo felix,

es kommt darauf an worauf du lernen beziehst - was du damit alles meinst oder nicht meinst.

viele menschen lernen ihr leben lang - das falsche*g

z.b lernen sie auf grund von trennungen vermeider zu werden oder lernen für sich selbst - andere sind schuld - oder weiss ich was.
das kann man auch lernen nennen nur bekommt der begriff lernen dann eine nichtssagende qualität finde ich.

somit wäre erstmal zu klären, wie definierst du lernen oder was meinst du in diesem konkreten fall?

ich für meinen teil habe jedenfalls das gefühl - alle lernen - nur die meisten das falsche - was man auch mit nichtlernen gleichsetzen könnte wenn man denn so will - weil sie sich eigentlich schaden und nicht nutzen - aber das ist nat. ansichtssache - für die betreffende person fühlt es sich ja anders an…

das wirft die nächste frage auf - was du als nichtlernen betrachtest kann die betreffende person ggfs. gänzlich anders sehen.

… alles nicht so einfach :wink:

LG
nina

Hi,

also den Gedanken teile ich bei einigen Leuten die ich kenne auch aber jetzt mal Spaß bei Seite. Ich glaube man lernt immer und das meiste unbewusst. Sei es nun sich auf neue Lebensumstände einzustellen, mit anderen Menschen und Situationen umzugehen oder dergleichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man (eine Krankheit mal ausgenommen) lernen verlernt.

Viele Grüße
Me

Hallo Felix,

ich glaube das ist eine Einstellungssache.

Meine Oma mit weit über 70 ist offen für alles und hält in unserer Familie den Moorhuhnrekord. Sie setzt sich mit Psychologie und VWL auseinander und wenn sie mit Themen konfrontiert ist, die normal nicht zu ihrem Lebensumfeld gehören, dann besorgt sie sich Informationen. Bsp: Wenn ich ihr was über ein neues Projekt meiner Firma erzähle, dann fragt sie nach und ruft an, wenn sie was dazu im Fernsehen oder der Zeitung gesehen hat.

Ihre Schwestern dagegen sind schon vor Jahren stehen geblieben. Sie interessieren sich nicht für PC, Technik und alles was aktuell in ist.

OK, das Lernen dauert im Alter etwas länger und ich muss der Oma 5 Mal und in 3 Etappen erklären wie die neue „ICh kann alles Mikrowelle“ funktioniert, aber sie setzt sich mit dem Thema auseinander.

…und ansonsten: Auch alte Hunde können lernen ;o) Haben gerade nen „uralten Hund“ aus dem Tierheim und selbst der lernt noch neue Dinge. Genauso wie beim Menschen langsam aber stetig.

Hallo Felix,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln?

Das ist wohl zu fürchten.

Nicht mehr lernen können?

Nein, das gibt es nicht.

Vor einigen Jahren - ich war damals etwa 43, begann ich, Klavierspielen zu lernen. Das gab es in meiner Kindheit und Jugend nicht, es war aber insgeheim mein Traum. Aber ich zweifelte, ob es überhaupt noch dafürsteht, ob ich dafür noch ausreichend lernfähig bin.

Da beschloß ich, dieses Unterfangen als Experiment zu sehen und es zu versuchen. Ich wollte wissen, was man als Erwachsener überhaupt noch lernen kann.

Fazit: es hat sich auf jeden Fall gelohnt und hat mir viel gegeben. Auch etwas mehr Selbstbewußtsein. Wenn ich Unterricht nehmen würde, käme ich wohl schneller weiter, leider fehlt mir dazu das Geld. Freilich geht in der Jugend, vor der Pubertät vor allem, das Lernen noch viel leichter und es käme alles darauf an, daß es einem nicht verleidet wird.

Oft wird die Forderung, jemand müsse dies und das lernen, habe einen Lernprozeß vor sich, im Tonfall wie eine gefährliche Drohung gebracht. Oder sie enthält implizit die Aussage, jemand sei so, wir er jetzt ist, ungenügend, und müsse daher noch viel lernen, um als Mensch irgendeine „Reife“ zu erlangen.

Das ist äußerst schade, denn Lernen kann unglaublich viel Spaß machen, wenn es unbelastet von irgendwelchen erhobenen Zeigefingern ist.

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.

Mutlosigkeit?

Grüße,

I.

Hi Felix,

gibt es Menschen (jeden Lebensalters), die das Bedürfnis haben, Menschen in eine „Schublade stecken zu wollen“?

Mein manchen habe ich diese Befürchtung!

Im Ernst: vermutlich gibt es Erkrankungen, die „lernunfähig“ machen (Alzheimer?). Aber vielleicht WILL jemand auch einfach keine Lehre annehmen - generell nicht oder von bestimmten Leuten nicht? Dann mag diese Verhalten zwar lästig sein und blöd vorkommen, aber als krankhaft müsste man es m. E. nicht bezeichnen.

OK, das Lernen dauert im Alter etwas länger und ich muss der
Oma 5 Mal und in 3 Etappen erklären wie die neue „Ich kann
alles Mikrowelle“ funktioniert, aber sie setzt sich mit dem
Thema auseinander.

Den Grund dafür sehe ich auch, Alexandra (bin ja selber ‚in dem Bereich‘).
M.M. liegt das daran, dass erfahrene ‚Ältere‘ automatisch selektieren.
D.h. sie werden sich darauf beschränken, das für sie Notwendige schnell zu lernen, -
und dabei den (Designer-)SchnickSchnack rigoros ignorieren.
Zu viel SchnickSchnack wird ‚ausgeblendet‘, weil es für diese Menschengruppe Unsinn darstellt. Weil es evtl auch kaputt gehen kann.
Da kannst Du diese ‚Beiwerke‘ beliebig oft erklären,
sie werden beharrlich weiter ignoriert, sofern nur der Zweck des Gerätes erfüllt wird.
Das zeichnet ‚Ältere‘ auch aus gegenüber jungen Hüpfern, die noch alles ausprobieren müssen - damit aber auch kein anderes Ergebins erreichen.

Das heißt aber nicht, daß dieser SchnickSchnack total ignoriert wird -
er tut nur nichts zu Sache (im Moment).
Manche legen das als Alters-Starrsinn aus (durchaus möglich).
Ich glaube deswegen aber nicht, daß es Mangel an Lernfähigkeit gibt,
sondern daß einfach die Eindrücke (un-)bewußt begrenzt werden auf das Notwendige.
Aus dem Grunde sehe ich z.B. auch keinen echten Grund für eine Rechtschreibe-Reform.

Zur Erklärung:
In der IT MUSS ich JEDEN Tag mindestens eine halbe Stunde lernen,
um am Ball zu bleiben. Oft genug sind das auch zwei Stunden.
Noch (66+) fällt es mir leicht, und ich bemerke noch keinen ‚Schwund‘.
Wohl filtere ich automatisch ‚Geschwafel‘ aus technischen Artikeln
-auch im Nachhinein- einfach raus.
Nach dem bekannten Motto: Zur Sache, Schätzchen* (Uschi Glas).

Aloha - digi

*
http://www.br-net.de/kultur-szene/film/tv/0403/02642/

Hallo Digi,

filtern machen wir wohl alle, ansonsten würden wir schlich weg in Informationen ertrinken. Könnte in meinem Job auch den ganzen Tag nru lesen, lesen und noch mal lesen wenn es danach ginge.Begnüge mich aber damit nicht alles zu wissen und besorge mir nur dann, wenn die Situation es erfordert die letzten 20 % der Infos.

Die Frage ist, wann fange ich an zu filtern und wie rigoros filtere ich INfos. Es gibt Menschen, die mit 50 glauben, dass sie sich mit PCs nicht mehr auseinander setzen müssen, da sie ja bald in Rente gehen ??? *verständnislos guck* Was glauben diese, wie sich die Welt in den nächsten 30 Jahren, die sie auch statistisch gesehen noch erleben werden, weiter entwickelt??? Spätestens wenn der Kühlschrank bestellt was er will, sollte das Thema PC dann doch interessant werden, nur dann findet man den Anschluß an das Thema recht schwierig. … und so ist das auch mit anderen Themen. OK, dass man nicht wissen muss wie man mit seinem Handy Video guckt und Songs rauf und runter läd… das habe ich auch ausgeblendet… dass ich mit dem Handy ins Internet gehen kann… die Relevanz sehe ich nicht… aber ich weiss zumindest dass es das gibt und das gehört nach meinem Verständnis auch zum lernen und sich weiter entwickeln.

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Hallo,

mit zunehmendem Alter fällt das Lernen schwerer. Insbesondere dann, wenn der Geist nicht permanent geschult wurde und sich an eine gewisse „Trägheit“ gewohnt hat. Grundsätzlich kann sich der Mensch bis zu seinem Tod weiterentwickeln und neue Dinge lernen. Am besten klappt dies jedoch, wenn man in der Beziehung nicht aus der Übung kommt.

Ciao,
Andreas

Hi Michael,

Aber im Ernst, das Gehirn ist ein Muskel.

Ich hoffe Du meinst das nur im übertragenen Sinne und nicht „im Ernst“? - Das Gehirn ist zwar kein Muskel, ansonsten ist der Vergleich aber nicht schlecht.

Nix für ungut,
Gruß von Matuja

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Zunächst einmal wäre zu überprüfen, ob Du Deine Schwester nciht deshalnb Lernunfähigkeit unterstellst, weil es Dir schwer fällt zu akzeptieren, dass Deine Schwester eben andere Vorstellungen hat als Du. Ich würde einmal fast vermuten, dass es eben so ist.

Die Vorstellung, dass ältere Menschen nicht mehr lernen, ist überholt und widerlegt. Längst wurde erkannt, dass Lernen niemals aufhört. Die Weisheitsforschung hat zudem spezifische Kompetenzen älterer Menschen herausgearbeitet.

Wenn wir also einmal von pathologischen Prozessen (z.B. Demenz vom Alzheimer Typ) absehen, ist Deine Frage eindeutig zu verneinen.

hi Gelix,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln?

ja, die gibt es. Das ist jedoch unabhängig vom Alter. Manche Leute fangen noch nicht mal damit an.

Nicht mehr lernen können?

Nein, das gibt es nicht, es sei denn, eine Erkrankung des Gehirns läge vor.

Gruß Ralf

Hallo Felix,

sofern nicht medizinische Gründe dafür vorliegen, habe ich festgestellt, dass es an den einzelnen Menschen liegt:
Ich erlebe 20- als auch 60jährige, die von vornherein sagen: „Das kann ich nicht“ und sich damit gegen neu zu Erlernendes sperren! Das hat wohl auch einiges mit Selbstvertrauen als auch geistiger Aktivität - und manchem mehr - zu tun. Die Ursachen dafür sind sicher sehr vielfältig.

Ebenso habe ich festgestellt: Wer lange nichts getan hat, der muss auch das Lernen erst wieder lernen. Dazu gehört Geduld, Disziplin und Wille. Wer gerne aktiv ist, immer wissbegierig und interessiert, den wird nichts hindern, gerne zu lernen…

Ach ja: Mein Grossvater hat mit 72 Jahren Klavier spielen gelernt und mit Mitte 70 angefangen, Bilder aus selbst hergestellten Farben zu malen. Und schau mal in die Unis, wieviele ältere Herrschaften vom Lernangebot Gebrauch machen! Oder denke an die vielen Schauspieler, die auch noch mit 70/80 Rollen auswendig lernen. Es gibt unendlich viele Beispiele, die belegen, dass generell ein Lernen bis ins hohe Alter (Heesters fällt mir noch ein …) definitiv möglich ist. Und es gibt leider auch unendlich viele Beispiele für jene, die in jedem Lebensalter zu bequem sind (ansonsten siehe oben).

Gruss, Eva

Hi Felix,

auch wenn es nicht heißen soll, dass man mit dem Alter zwangsläufig weise wird, kann man bis ins hohe Alter lernen. Das ist auch nachgewiesen.

Viele Grüße,

Hilmar

Hi,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln? Nicht mehr lernen können?

Nein das gibt es nicht, ausser diese Menschen sind dumm !!

Gruss: hardy

Hi,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt-
Alter“ nicht mehr entwickeln?

in welche richtung?

Nicht mehr lernen können?

nein

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.

wie kommst du darauf?

Hallo Felix,

gibt es Menschen die sich ab einem „gewissen Lebensabschnitt- Alter“ nicht mehr entwickeln?

Nur wenn sie selbst nicht wollen.

Nicht mehr lernen können?

Eher nicht wollen.

Bei einer Schwester habe ich solche Befürchtungen.

Wir lernen, bis wir auf dem Todenbett liegen, und selbst da lernen wir noch, nämlich zu sterben.

GRuß
Monika