Ab wann gilt ein Haus als Fachwerkhaus?

Hallo,

angenommen ein Haus hat Bodenplatten aus Holz sowie Lehmwickel in der Bodenplatten und die Wände bestünden weitestgehend aus Steinmauerwerk mit sehr wenigen Holzstellen und das Dach wäre eine normale Holzbalkenkonstruktion mit Ziegeldach.

Würde es sich um ein Fachwerkhaus handeln?

Oder müsste der überwiegende Teil des Mauererks aus Holz sein?

Gruß

Darius

Hallo!

nein, das beschriebene wäre kein Fachwerkhaus.

Fachwerk ist das statisch TRAGENDE und AUSSTEIFENDE Holzrahmenwerk des ganzen Baus. Die Gefache sind dann beliebig zu schließen. Durch Mauerwerk, durch Weidengeflecht mit Lehmschlag oder sonstiges. Das ist nicht bedeutsam, es hat auch keinen Einfluss auf die Stabilität des Hauses.

Zwar bleibt ein Fachwerkhaus auch ein solches, wenn es von außen (leider) völlig verputzt ist und man keinen Holzbalken mehr erkennt.
Aber typisch ist natürlich die bekannte Ansicht mit den sichtbaren Balken, die Fächer bilden und die auch noch diagonal ausgesteift sind.

Übrigens, der Fußboden muss nicht aus Holz sein. Auch ein neues Fachwerkhaus auf Betonsohle bleibt ein solches.

MfG
duck313