also ich bin ja mittlerweile in Therapie. (Fehlgeburt, daraus
Eheprobleme) Besuche 1 mal die Woche eine Therapeutin, heule
dabei viel und versuche Gespräche mit meiner Gebärmutter zu
führen.
Der Ansatz, mit der Gebärmutter zu sprechen, ist ein eigenwilliger. Er kann zum Ziel führen, aber auch nur dann, wenn man damit etwa anfangen kann. Deine Art der Formulierung könnte darauf hin deuten, dass du mit genau dieser Methode weniger etwas anfangen kannst. Wenn das so ist, besteht unbedingt Handlungsbedarf.
Du musst da mit der Therapeutin ansprechen. Wenn du mit einer Methode von ihr nicht zurecht kommst, dann sag ihr das. Sie sollte alternative Wege anbieten können. Kann sie das nicht, dann wäre das ein Ansatzpunkt, in Frage zu stellen, ob die Therapeutin für dich geeignet ist. Das ist in diesem Fall relativ einfach, weil man das an der Methode festmachen kann.
Nicht ganz so einfach ist das in Bezug auf das von dir angesprochene Unwohlsein, auch weil es dir nicht schnell genug geht. Das können berechtigte Zweifel daran sein, dass die Therapie nicht richtig läuft (was noch nicht heißt, dass die Therapeutin nicht die richtige ist) oder es die schon angesprochene innere Abwehr und damit eine natürliche Reaktion im Prozess, der vor dir steht. Auch mein Rat: Sprich das unbedingt bei der Therapeutin an. Es ist völlig normal, dass man im Rahmen einer Therapie in so ein Phase kommt.
Ein guter Therapeut weiß das und geht darauf entsprechend professionell ein (ohne dass er dem Patienten Vorwürfe macht!). Eine gute Therapeut-Patient-Beziehung muss solche Zweifel aushalten können. Du kannst das sogar positiv sehen: Kann die Therapeutin nicht damit umgehen, wenn du deine Zweifel so artikulierst, wie du das hier getan hast, dann hast du wirklich einen Grund daran zu zweifeln, ob sie die Richtige ist.
Auch das kann dir helfen, solltest du noch Zweifel haben, ob es sinnvoll ist, mit ihr zu reden: Entweder, du hast am Ende eine stabilere Beziehung zu deiner Therapeutin oder du weisst, dass sie nicht die Richtige ist. Beides ist besser als mit den Zweifeln zu leben.