Ab wann ist ein Blutdruck behandlungsbedürftig?

Hallo,

bei einem Blutdruck über 140/90 soll man/frau schon Medikamente nehmen.

Nun hat sich bei einer Langzeit-Messung gezeigt, dass der systolische Druck während des Tages zweimal bei 160 war, im Mittel aber bei 140/87 (bei mässiger Bewegung).
Optimierungsmöglichkeiten liegen in einen bisher noch nicht systematisch betriebenen Herz-Kreislauf-Training.

Ist es da nicht eher bedenklich, nun jeden Tag „Satane“ einzuwerfen!?
Oder sollte man das tun, trotz dicker potentieller Nebenwirkungen?!

Wäre sehr dankbar für Expertenmeinungen und Erfahrungsberichte.
Heikeli

Unbehandelter Bluthochdruck führt zu frühem, vermeidbaren Tod oder schwerer Krankheit und Behinderung. da Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenschädigung etc. irgendwann folgen. Aber wenn du Schulmedizin und Chemie ablehnst, dann hör halt nicht auf deinen Arzt. Was weiß der denn schon?

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Hallo,

das hängt auch sehr vom Alter ab.
Abgesehen davon werden die behandlungsbedürftigen Werte ständig nach unten korrigiert - ob das auf Medizin- oder Wirtschaftwissenschaftlicher Basis geschieht ist eine andere Frage.

Ich würde ärztliche 2. / 3. Meinungen einholen.

Gruß,
Paran

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Dieser Messwert liegt noch an der Unergrenze der Hypertonie 1 . Es kommt jedoch auf die Messbedingungen und Körperzustand, sowie Wetter an. Bei diesem Mittelwert wird kein Arzt ein Antihypertensivum verschreiben, eher zur Verwendung von natürlichen Mitteln, wie Hibiskustee etc. oder der Ernährungsumstellung anraten. Die Entwicklung sollte jedoch weiter beobachtet werden.
Gruß

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Das ist in jedem Fall falsch.
Lass Dich vom Kardiologen beraten.

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teuflische Pillen ?

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Gemeint ist wohl Temilsartan, das zur Gruppe der Satane Sartane gehört, oder ein ähnliches Medikament. :slight_smile:

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Hallo,

ist das die Aussage deines Arztes und wie hat er sich ggf. zu deinen Bedenken geäußert?
Hältst du deinen Arzt, insbesondere Facharzt nicht für einen Experten?

Gruß Pontius

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Ergänzung:
Die Autoren von z.B. „Bittere Pillen“ sehen das differenzierter und schreiben u.a., dass die sofortige Medikamenteneinnahme auch schon bei leichtem Bluthochdruck sinnvoll sein kann, wenn bereits bestimmte andere Erkrankungen vorliegen.

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Das ist korrekt, insbesondere wenn andere Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen vorliegen. Ansonsten: mal den Lebensstil (Sport, Ernährung …) anpassen und die Werte kontrollieren lassen.

Apropos: Eine korrekte Blutdruckmessung ist nicht so ganz trivial; hier werden des öfteren Fehler gemacht.

Mal wieder Unsinn.

Leicht erhöhter Blutdruck ist ersteinmal klassisches Hausarztterrain. Wenn die Leute deshalb zum Kardiologen rennnen würden, dann würden sie in 5 Jahren vermutlich den nächsten Termin bekommen. Kurzum: Das klingt hier mal wieder nach einem Rat mit viel Luft nach oben und wenig nach unten.

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Es gibt sie ja, die Weißkittel-Hypertonie. Bei einer Langzeitmessung ist so etwas allerdings weniger wahrscheinlich.

Oh ja.
140/90 ist für sich alleine betrachtet halt höher als gut. Da muss man sich den Rest das Patienten auch mal anschauen.

Und für den Splitter im Finger lass ich mich auch direkt zum Handchirurgen überweisen.

Ja, oder die Blutdruckmessung unter Zeitdruck („machbar mal schnell den Ärmel hoch, am Empfangstresen tobt gerade der Bär“. „Und wenn sie ihre Versichertenkarte nicht innerhalb von 12: Stunden nachreichen, dann bekommen Sie übrigens eine Privatrechnung“)

Ja. Viel einfacher ist es oft, wenn man auch die passende Manschettengröße nimmt, aber die Suche dauert einen Moment, und was am Empfangstresen los ist weißt Du ja nun schon…