Ab wann können Kinder lesen

…und schreiben. Obwohl das eine mit dem anderen nix zu tun hat.

Das Mädchen meines Kumpels konnte bereits mit vier Jahrenn lesen, nicht aber schreiben. Also bediente sich dieses Kind des Computers (NB) meines Kumpels.

Damit hatte mein Kumnpel keinen Computer (NB) mehr. Was ich aber als toll empfinde.

Was mein ihr dazu?

Gruss Nick

Hallo, Nick,
solange das spielerisch und ohne Druck der Eltern geschieht, wenn es zudem nicht die einzige Betätigung des Kindes ist - nichts dagegen einzuwenden, es ist ein Spiel wie jedes andere auch.
Gruß
Eckard

Ab vier …
Hallo
Ich konnte auch mit vier (kurz vor 5 ) lesen .Nicht weil mir das meine Eltern beigebracht haben ,sondern weil meine ältere Schwester abends keine Zeit mehr zum Schwätzen hate ,denn sie hatte lesen gelernt in der Schule . Aufeinmal konnte ich es auch ,konnte mitlesen wenn sie mir vorgelesen hat .

Gruss
Kosmo

Ich denke, zwischen 3 und 3 1/2 kannman ein
begabtes Kind darauf „trimmen“, zu lesen.

Ich halte das jedoch für einen grossen Fehler.
Das rächt sich :wink:

Grüße

CMБ

Nicht trimmen, sondern fördern
Hallo!

Du schreibst:

Ich denke, zwischen 3 und 3 1/2 kannman ein
begabtes Kind darauf „trimmen“, zu lesen.
Ich halte das jedoch für einen grossen Fehler.
Das rächt sich :wink:

Das sehe ich ganz anders!!

Wir haben einen hochbegabten Sohn, der bereits mit knapp 4 Jahren begann zu lesen und ebenfalls den PC seit dieser Zeit nutzte.
Er hat sich dann selbst das Lesen beigebracht, ohne dass wir ihn „getrimmt“ hätten.
Es gibt halt Kinder, die fragen und probieren so lange, bis sie eine für sie befriedigende Antwort erhalten. Es wäre fatal zu glauben, wenn man nicht darauf antwortet, legten sich die Fragen von selbst!

Ebenso, wie Du das Längenwachstum eines Kindes nicht stoppen kannst indem Du ihm einen Brockhaus auf den Kopf legst, kannst Du den Wissensdrang von Kinder nicht stoppen indem Du den Wissensdurst nicht stillen willst.

Unserem Sohn hat das frühe Lesen übrigens nicht geschadet, eher im Gegenteil.
Er konnte sich nämlich selbst beschäftigen durch Lesen, und das ist immer noch eines seiner allerliebsten Hobbies.
Schöner Nebeneffekt: eine umfangreiche Allgemeinbildung

Angelika

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Hallo Angelika,

Das rächt sich :wink:

Das sehe ich ganz anders!!

Lange Rede kurzer Sinn; ich sehe nicht, wie ein
kleines Kind unter 6 Jahren, dass ja

  • vorwiegend draussen und mit anderen Kindern oder Eltern spielt,
  • mit Eltern und anderen Kindern malt und singt und spricht,
  • häufig mit den Eltern in der Küche steht und „kocht“,
  • mit den Eltern zusammen den täglichen Einkauf besorgt,

das Bedürfnis haben sollte, sich „allein zu beschäftigen“
oder gar die Zeit hätte, sich „Lesen beizubringen“.

Oder habe ich da eine allzu altertümliche Einstellung?

Es gibt halt Kinder, die fragen und probieren so lange, bis
sie eine für sie befriedigende Antwort erhalten. Es wäre fatal
zu glauben, wenn man nicht darauf antwortet, legten sich die
Fragen von selbst!

„bis sie eine für sie befriedigende Antwort erhalten“?
Wo liegt das Problem?

Grüße

CMБ

Hi CMБ,

Kinder tun das gerne, was sie gut können.
Mein großer (7) ist ein talentierter Handwerker und er darf sich inzwischen in meiner Werkstatt bedienen. Er bringt es fertig, einen ganzen Nachmittag in der Scheune zu verbringen und mit Hammer, Säge, Nägeln und Bretter die tollsten Sachen zu fabrizieren.

Er macht das völlig alleine.

Der kleine (5) ist eher ein Stubenhocker, der sich seine Bücher schnappt und darin rumschökert.

Da wird nicht gezwungen, der eine das, der andere was anderes. Jedes Kind ist anders und das ist auch gut so.
Wenn nun Kinder sich das Lesen selber beibringen, weil sie in der Lage sind die Geschichten, die vorgelesen werden umzusetzen, was soll bitte schlecht daran sein?!

Gandalf

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Das hab’ ich jetzt davon.
Warum lese ich solche Beiträge.

Hi !

Mein kleiner ist 4,5 und kann noch nicht lesen.
Mache ich was falsch? Wird mein Sohn die Schule schaffen?

Werde umgehend jeden Tag mind. 4 Stunden mit ihm lesen üben.

Gruß
Markus

Ich denke, zwischen 3 und 3 1/2 kannman ein
begabtes Kind darauf „trimmen“, zu lesen.

Ich halte das jedoch für einen grossen Fehler.
Das rächt sich :wink:

Wir haben das gemacht, und das Opfer ist jetzt schon fast erwachsen. Wann endlich ist mit welcher Art von Rache zu rechnen oder kommt da vielleicht gar nichts mehr?

Man kann m.E. aufgeweckten Kindern ab 3 tatsächlich Lesen und allerhand Sachen vorzeitig beibringen, die sie dann auch vorführen können, aber zum Genuß wird diese Fertigkeit erst dann, wenn ihr der entsprechende Entwicklungsstand gegenübersteht.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Semjon,

zu deiner Frage

Oder habe ich da eine allzu altertümliche Einstellung?

Ob altertümlich oder nicht, die unten aufgeführten Tätigkeiten von Kindern lassen sich IMO ergänzen und verallgemeinern um den Punkt

  • sich mit den Dingen beschäftigt/sich dafür interessiert, die es umgibt. Dazu gehören auch Buchstaben, Zahlen, Symbole, philosophische Fragen, usw.

Lange Rede kurzer Sinn; ich sehe nicht, wie ein
kleines Kind unter 6 Jahren, dass ja

  • vorwiegend draussen und mit anderen Kindern oder Eltern
    spielt,
  • mit Eltern und anderen Kindern malt und singt und spricht,
  • häufig mit den Eltern in der Küche steht und „kocht“,
  • mit den Eltern zusammen den täglichen Einkauf besorgt,

das Bedürfnis haben sollte, sich „allein zu beschäftigen“
oder gar die Zeit hätte, sich „Lesen beizubringen“.

Das Bedürfnis, sich alleine zu beschäftigen erwächst zuweilen auch aus der Notwendigkeit dazu. Kein Kind geht dauernd mit Eltern oder Freunden einer gemeinsamen Beschäftigung nach. Sich alleine mit Dingen zu beschäftigen machen Kinder von sich aus oft schon im Alter von drei Jahren, je nach Typ.

Unser Großer fing mit 3 Jahren an, sich für Zahlen und Buchstaben zu interessieren. Er stellte viele Fragen und irgendwann so mit 4, 5 Jahren konnte er lesen (nein, wir haben ihn nicht getrimmt und auch nicht mit ihm geübt).
Unser Kleiner fängt nun mit 4 Jahren an mit Rechnen. Er holt sich einen Abakus und schiebt und zählt und erkennt langsam den Sinn von Addition und Subtraktion. Buchstaben interessieren ihn ausschließlich des Schreibens wegen. Er schreibt alles Mögliche ab, buchstabiert und schreibt das Buchstabierte auf. Vom Lesen ist er allerdings noch weit entfernt.

Ich will damit sagen, jedes Kind ist anders. Für mich kommt es darauf an, jedem gerecht zu werden, auf seine Fragen einzugehen und auch auf anderen Gebieten (z.B. sinnlichen, musischen, sportlichen, je nachdem, welche nicht so oft dran kommen) Angebote machen.

Viele Grüße
Ulla