Ab wann Kuhmilch?

Liebe Experten,
Ich brauche mal euren rat. Mein Kind wird demnächst ein Jahr, ich geh wieder arbeiten und es in die Kita bzw. wird vom Vater betreut. Ich kann dann nur noch abends/nachts stillen, da ich rund 10 Std am Tag weg bin.
Kann man zu diesem Zeitpunkt gleich Kuhmilch anbieten oder erst noch Folgemilch? (es geht insbesondere um das Aufwachstillen)

Zweite Frage, ich habe gelesen, dass man Kuhmilch abkochen soll, um die Proteine zu denaturieren. Könnt Ihr das bestätigen?

Danke
PP

Guten Morgen Pat,

ich kann Dir nur berichten, wie ich es bei unserem (nun 2-jährigen) Sohn gehandhabt habe: (Vorweg: In unserer Familie gibt es keine Allergien, alle sind gesund.)

Als er ein gutes Jahr alt war, hätte ich direkt mit Kuhmilch angefangen (ich „musste“ nur auf (HA-)Fläschchenmilch ausweichen, weil sich unser Sohn mit rd. 10 Monaten selbst von einem Freitagabend auf Samstagfrüh vollständig abgestillt hatte und ich nun mal im ersten Lebensjahr partout keine Kuhmilch geben wollte (notwendig wars sicher nicht)).

Damals kamen dann auch die unterschiedlichsten Empfehlungen (Frischmilch (1,5 % oder 3,5 %) contra H-Milch (1,5 % oder 3,5 %)). Ich habe leider meine Quellen nicht wiedergefunden… aber die Entscheidung zwischen Frischmilch und H-Milch geht doch in die „Glaubensrichtung“ (so ergabs meine damalige Internetrecherche).

Ich habe mich für die 3,5 %-ige Frischmilch entschieden und wenn es die mal nicht gibt, dann tut es auch die H-Milch. Weder Frischmilch noch H-Milch koche ich ab, da beide Milcharten schon mal erhitzt wurden (Dauer und Temperatur ist je nach Verfahrensart unterschiedlich). Ich erwärme sie nur leicht morgens (er trinkt nämlich sehr gern nach dem Aufstehen eine große Tasse Milch und kühlschrankkalt finde ich dann ein bißchen *brr*, den Liter Milch verbraucht er im Regelfall so innerhalb von 2, max. 3 Tagen).

M. W. würden durch nochmaliges Abkochen wertvolle Inhaltsstoffe, wie z. B. Vitamine, verloren gehen. Zur Denatuierung von Eiweiß und ob dies besser oder schlechter ist, kann ich Dir leider nichts sagen. Abkochen muss/ sollte man wohl zumindest Rohmilch direkt vom Bauern bzw. die Vorzugsmilch aus dem Handel, da diese bis dato noch nicht erhitzt wurde. Aber auch hier wirst Du Mütter finden können, die es nicht tun und deren Kindern es dabei ausgesprochen gut geht.

Mein damaliges Fazit war: Die Unterschiede sind nicht so groß, dass man wirklich was falsch machen und deshalb hier auch nach eigener Vorliebe entscheiden kann.

Anmerkung vollständigkeitshalber: Wenn Kinder schon Gewichtsprobleme haben, wird wohl empfohlen auf die fettreduzierte Milch umzusteigen.

Ich hoffe, Du kannst mit meinen Ausführungen etwas anfangen, ist nun doch länger geworden…

Lieben Gruß

Trillian

Danke. Ich denke ich fange direkt mit Vollmilch an.
Du hast demzufolge auch nicht verdünnt?
PP

Danke. Ich denke ich fange direkt mit Vollmilch an.
Du hast demzufolge auch nicht verdünnt?
PP

Bitte.
Nein. Hielt ich dann nicht mehr für erforderlich.

Lieben Gruß

Trillian

Hallo,

ohne Unruhe in die Runde zu bringen - ich habe von unserem Kinderarzt gehört, dass Fett ein Träger von Schadstoffen ist, was widerum für die Fettarme Milch sprechen würde, sogar Biomilch.

Außerdem kommt es auch auf die Menge des Konsums auf - wenn das Kind über einen Liter Kuhmilch am Tag trinkt, dann würde ich auch eher auf die Fettarme Variante ausweichen und ggf. sogar verdünnen.

Kuhmilch ist auch für Erwachsene oft nicht gut verträglich und auf keinen Fall ein „Getränk“, sondern eher ein Nahrungsmittel.

Viele Grüße
Chili

Hallo Chili,

ich habe große Vorbehalte gegen fettarme bzw. künstlich fettreduzierte Lebensmittel. (bio ist für mich selbstverständlich)Das Milch für Kinder ein Nahrungsmittel ist, ist mir klar. Es geht ja gerade darum die Muttermilch zu ergänzen, da ich nicht verfügbar bin.

Gruß
PP

Hallo! Generell hab ich persönlich überhaupt nichts gegen Kuhmilch einzuwenden. Immerhin wurden die Kinder in früheren Zeiten mit FRISCHER KUHMILCH großgezogen, und da gab`s im Gegensatz zu heute keine Allergien und die Kinder waren auch sonst viel gesünder als heute. Ich habe meinen Kindern auch bald verdünnte Milch, Joghurt etc. gegeben, sie sind wirklich (klopf auf Holz) sehr gesund. Da du aber noch stillst, würde ich auf jeden Fall erst mal mit Folgemilch anfangen, und dann erst langsam auf Milch umsteigen.
LG INA

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Guten Morgen Chili,

ohne Unruhe in die Runde zu bringen - ich habe von unserem
Kinderarzt gehört, dass Fett ein Träger von Schadstoffen ist,
was widerum für die Fettarme Milch sprechen würde, sogar
Biomilch.

ja, das habe ich auch schon gehört. Spricht dann eher für die Biomilch (wie auch bei vielen anderen Lebensmitteln).

Außerdem kommt es auch auf die Menge des Konsums auf - wenn
das Kind über einen Liter Kuhmilch am Tag trinkt, dann würde
ich auch eher auf die Fettarme Variante ausweichen und ggf.
sogar verdünnen.

Kuhmilch ist auch für Erwachsene oft nicht gut verträglich und
auf keinen Fall ein „Getränk“, sondern eher ein
Nahrungsmittel.

In jedem Fall ist die Menge auch relevant. 1 Liter Milch finde ich schon ganz schön viel. Unser Sohn trinkt so 300 - 350 ml täglich und ist eher schmächtig. Von daher ist hier auch die Vollmilch in Ordnung. Richtig ist natürlich auch bzw. gerade wenn Gewichtsprobleme bestehen, auf den Fettgehalt der verwendeten Milch (und die Verzehrmenge) zu achten.

Lieben Gruß

Trillian