Hallo,
und damit hat der Kinderarzt recht. Du solltest aber die Entwicklung weiter beobachten und vielleicht ist ja Dein Kinderarzt so nett und verschreibt Deinem Sohn 10 Sitzungen (in diesem Zusammenhang ein sehr treffendes Wort) bei der Physiotherapie. Dort kann er in seiner motorischen Entwicklung unterstützt werden.
Nur mal zur Beruhigung ein Paar Beispiele:
In der Pekip Gruppe (Kinder bis einem Jahr) war ein Mädchen, dass mit 5 Monaten aufrecht und von alleine saß. Da saß sie nun wie eine Sphinx und bewegte sich nicht von der Stelle. Während die anderen Mütter schweissgebadet hinter ihren krabbelnden Nachwuchs rannten, um Gefahren abzuwehren, konnte diese Mama beruhigt Brötchen holen gehen, sich ein Bad nehmen und eine Stunde mit der Freundin telefonieren. Das Mädchen saß da und spielte mit den Sachen, die um ihr herum lagen (sie hatte anscheinend keinen Grund sich fortzubewegen). Sie krabbelte nicht und mit einem Jahr stand sie auf und lief.
Ein anderes Mädchen lief bereits mit knapp 9 Monaten - die Mutter war sehr gestresst, denn die Gefahren sind weitaus zahlreicher bei so einem kleinem Kind, insbesondere auf der Strasse.
Ein Junge krabbelte gar nicht, sondern „schwimmte“ nur und robbte ein bisschen. Mit einem Jahr stand er freihändig auf und nach einer Stunde konnte er laufen.
So unterschiedlich sind die Kinder und wenn der Kinderarzt meint, dass körperlich alles in Ordnung ist und ihr Vertrauen zu ihm habt, dann bleibt gelassen.
Allerdings habe ich die Beobachtung gemacht, dass Kinder mit älteren Geschwisterkinder sich oft motorisch schneller entwickeln als Einzelkinder. Das mag an dem „Abguck-Effekt“ liegen, aber auch daran, dass Eltern bei den Erstgeborenen anders reagieren (sie „helfen“ zu schnell, so dass das Kind nicht von selbst aus eine Anstrengung machen muss, um etwas zu erreichen).
Viele Grüße