Ich habe absoluten Japp auf Spargel, habe jedoch gelesen, das man noch etwas warten soll, bis der „Deutsche Spargel“ auf dem Markt und bezahlbar ist. Die spanischen Importe sollen wohl nicht so toll sein?
Noch eine Frage:
Brauche ich unbedingt einen Spargeltopf für, sagen wir, 100 EUR? Reicht nicht auch ein einfacher, grossvoluminiger Topf für den Spargel um mir leckereren Spargel mit einer Hollandaise und ein paar Kartoffeln zu machen?
die Saison für deutschen Spargel ist bereits eröffnet, es gibt den ersten aus ungeheizten Äckern bereits seit etwa einer Woche. Schwetzinger und Lampertheimer liegen allerdings auch vor der Haustür noch in der Gegend von 6-8 €/kg. Es wird wegen des vier Wochen verspäteten Frühjahrs, jetzt gepaart mit Trockenheit, insgesamt nicht so sehr viel geben.
Üblicherweise ist der Startschuss zur Saison der 28. April; etwa vierzehn Tage Verspätung muss man dieses Jahr rechnen. Wie viel es bringt, deutsche Herkünfte zu besorgen, hängt von Transportweg und -dauer ab. Wenn er sowieso tagelang auf LKW und in Lägern rumgezerrt wird, ist griechischer grad so gut zu haben; spanischer oft ein bissel fad, in der Gegend von Murcia müssen riesige Außenlager der europäischen Stickstoffindustrie sein…
Spargeltopf ist schon was Nettes, aber hundert Euro sind meine ich deutlich zu viel. Dreißig reichen für einen ordentlichen Spargeltopf. Zwei bedeutende technische Vorteile haben die Teile: Erstens den Siebeinsatz, der es erlaubt, den Spargel mit Vorsicht zu behandeln. Und außerdem die Temperaturverteilung, die es erlaubt, die dicken Enden etwas stärker, die empfindlichen Köpfe einen Tuck zurückhaltender simmern zu lassen. Wichtig bei billigen Spargeltöpfen: Sehr viele sind entscheidende zwei-drei Zentimeter zu kurz.
Ich werde das morgen mit meinem ersten - deutschen - Spargel (für 5,–/kg) zum ersten Mal ausprobieren. Kann dann gern berichten, wenn gewünscht.
Ich würd beim Topf auch eher auf die ausreichende Höhe achten… 100,–? was soll das denn für ein Topf sein? Ist da ne Klunker drin versteckt? oder der Profi-Koch gleich dabei?
Grüße aus Berlin
Demenzia
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Sehr viele sind entscheidende zwei-drei Zentimeter zu kurz.
Hast du Probleme damit oder kein Messer um das zu viele abzuschneiden?
Kannst mit den Resten einen leckeren Salat oder eine frische Spargelcremesuppe machen.
Mein Mann würde mich erschlagen wenn ich für Spargel einen neuen Topf kaufen würde.
Binden, kürzen, kochen.
Gruß
Bonita
ich habe keine Probleme damit, aber es macht mir großes Vergnügen, mir ein Spargelgericht Stück für Stück der Länge nach, vom Kopf bis zum Ende, in aller Gemütsruhe einzuverleiben.
Das hängt allerdings damit zusammen, daß ich jeweils ein paar Jahre im Braunschweiger Raum, im Rheingau und jetzt zwischen Schwetzingen und Lampertheim verbracht habe.
Daß es Spargel gibt, den man genausogut kleinmachen und zu einer Suppe verkochen kann, ist klar. Am besten hierfür übrigens die beim Stechen abgebrochenen Köpfe, die man für kleines Geld bekommt (aber halt auch bloß vor der Haustür). Daß es dort, wo er gebaut wird (länger als sechs bis maximal zehn Stunden sollte das Stechen möglichst nicht her sein) welchen gibt, dem es schlicht nicht angemessen wäre, ihn nicht auf geeignete Weise zu zelebrieren, ist genau so wahr.
Betreffend extra Topf: Hast Du mal probiert, beim Simmern die Köpfe gar nicht mit Wasser zu bedecken, sondern knapp über der Oberfläche des Wassers bloß im Dampf knapp gar werden zu lassen?
Achja, klar kann man ihn auch totkochen und dann möglichst noch mit Schinken und Käse im Backofen vergewaltigen. Dafür würde ich einen spanischen hernehmen, da braucht es keinen Lampertheimer…
Hoy
Hab gerade die ersten 2 KG für 8 Euro vertilgt. waren ein paar hohle dabei, daher der Preis, sonst 8/KG, aber war sonst völlig in Ordnung das Zeug.
HH
Hallo von knapp neben der Niedersächsischen Spargelstraße,
bei uns gibt es seit dieser Woche Spargel und meine beste Ehefrau von allen hat uns gestern von einem befreundeten Bauern das erste Kilo mitgebracht, was wir gleich verspeist haben. Lecker!!!
Spargeltopf ist schon schön, weil die aufrecht stehenden Stangen nur mit den Füßen im Wasser stehen müssen, und der Rest im Dampf gart (es soll auch Leute geben, die das Ding bis zum Deckel mit Wasser voll machen, und sich dann wundern, dass es erst nach Stunden kocht). So bleibt das volle Aroma erhalten. Andererseits werden gerade auch in der Gastronomie ganz „normale“ Töpfe eingesetzt, in denen die ganzen Stangen im Wasser schwimmen, und es schmeckt auch.
Die billigen Spargeltöpfe tun es angesichts der kuzen Saison durchaus, insbesondere wenn man einen Gasherd hat, bei dem die plane Kontaktfläche nicht so die Rolle spielt. Ansonsten wenigstens auf einen etwas dickeren Boden achten.
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hast Du, wie mir scheint, das tiefere (respektive höhere) Wesen des Spargels erfasst - als Nahrungsmittel giebt er nicht viel her (dafür müssen die anbei aufgetragenen Kartoffeln herhalten), aber als Genussmittel schon, in jederlei Hinsicht.
Ich würd beim Topf auch eher auf die ausreichende Höhe
achten… 100,–? was soll das denn für ein Topf sein? Ist da
ne Klunker drin versteckt? oder der Profi-Koch gleich dabei?
man noch etwas warten soll, bis der „Deutsche Spargel“ auf dem
Markt und bezahlbar ist.
Spargel verliert sehr schnell an Qualität nach dem Stechen, darum kommt für mich nur heimischer Spargel in Betracht. O.K., für mich wäre der Aufwand ausländischen Spargel zu kaufen größer als den einheimischen: auf dem Weg zur Arbeit fahre ich an vielen Spargelfeldern mit Verkaufs-Buden vorbei.
Brauche ich unbedingt einen Spargeltopf für, sagen wir, 100
EUR?
nicht für 100 Euro, aber ein Spargeltopf ist schon gut, vor allem wenn du Spargel so wie ich sehr „al dente“ möchtest.