Ab wann wird Gaffen / Sensationsgeilheit bestraft?

Hallo,

auf dem Heimweg musste man unmittelbar an einer schweren Unfallstelle vorbei, die praktisch vor der Tür lag.

Die Polizei versuchte so gut es geht den Ort des Geschehens abzuschirmen. Tendentiell schwierig, da in kurzer Zeit mehr Schaulustige, Gaffer und Co. anwesend waren als Helfer.

Man wurde von einem Beamten noch befragt, ob man etwas gesehen hätte etc. und man schaute sich die Fenster des Hauses an wegen möglicher Schäden.

Es war furchtbar zu sehen zu was die Menschen fähig sind. Fühlbar sämtliche Rentner des Stadtteils waren auf einmal mobil, standen mit ihren Rollatoren zwischen Unfallteilen und Betroffenen nur um mal zu gucken, die Krankenwagen kamen nicht durch, hupten wie verrückt, die Polizei war mehr damit beschäftigt Menschen von dem Auto fernzuhalten als alles andere, wiederum andere zückten ihre Handys oder Digitalkameras und machten Fotos von allem was sich knipsen ließ, auf einmal musste jeder rausgehen und spazieren, Kinder, selbst Babys, wurden schnell in eine Jacke gesteckt und standen dann mit Eltern, Großeltern und Hund genau neben dem Unfallwagen und hörten sich das Geschrei zweier Insassen an.

Gucken ist nicht strafbar, aber gibt es nicht sowas wie Behinderung von Polizeiarbeit oder Ermittlungen? Wenn Schaulustige das Autowrack fotografieren ist das doch sicherlich nicht rechtens?

Danke für Antworten und einen hoffentlich unfallfreien Abend.

Gucken ist nicht strafbar, aber gibt es nicht sowas wie
Behinderung von Polizeiarbeit oder Ermittlungen? Wenn
Schaulustige das Autowrack fotografieren ist das doch
sicherlich nicht rechtens?

Doch, warum nicht?
Aber es ist leider tatsächlich nicht erlaubt einem Gaffer einen Schlagstock durch seine sensationsgeile Visage zu ziehen, damit er gleich mal ausprobieren kann wie das so ist begafft zu werden.
Das faszinierende an der Geschichte ist, dass genau diejenigen, die in Notsituationen immer in die entgegengesetzte Richtung schauen dann sobald jemand hilft zum Gaffer werden.
Der Reflex einen strengen körperlichen Verweis zu erteilen ist manchmal nur sehr sehr schwer zu unterdrücken…

Gruß Andreas

Hallo

Theoretisch könnte man die Menschen, welche die Arbeiten behindern in Gewahrsam nehmen (Beseitigungsgewahrsam) und natürlich eine Anzeige hinterher schieben wegen Behinderung der Amtshandlung. Bei Einzelnen mag das gehen. Wenn man aber eine Masse hat, dann wird das schwierig. Wobei ich rechtlich kein Problem sehe die Menschen hart (natürlich verhältnismäßig) anzufassen. Schließlich geht es hier vielleicht um Menschenleben. Führt man das ganze theoretisch rechtlich bis zum Schluss durch, könnte man auch den Einsatz von Schusswaffen bejahen. Und zwar als Nothilfe für den Schwerverletzten.

Gruß

MP
Na Andreas

Aber es ist leider tatsächlich nicht erlaubt einem Gaffer einen Schlagstock durch seine sensationsgeile Visage zu ziehen…

hat Dich da der innere Militärpolizist übermannt?

Der Reflex einen strengen körperlichen Verweis zu erteilen ist manchmal nur sehr sehr schwer zu unterdrücken…

Es ist ja nicht so, dass ich das nicht verstehe…

Aber ich bitte Dich, sonst kommt sowas doch auch nicht von Dir.
Reiss Dich mal zusammen.

Freundliche Grüsse

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Nein, nicht der Ministerpräsident

Aber es ist leider tatsächlich nicht erlaubt einem Gaffer einen ::Schlagstock durch seine sensationsgeile Visage zu ziehen…

hat Dich da der innere Militärpolizist übermannt?

Nein, das ist die geltende Rechtslage: Ich darf niemanden einfach körperlich mißhandeln, auch wenn er es noch so verdient.
Und dafür braucht man nicht in Amt und Würden zu stehen, das sagt einem im Normalfall schon der gesunde Menschenverstand.

Der Reflex einen strengen körperlichen Verweis zu erteilen ist ::manchmal nur sehr sehr schwer zu unterdrücken…

Es ist ja nicht so, dass ich das nicht verstehe…

Na dann ist doch alles primstens.

Aber ich bitte Dich, sonst kommt sowas doch auch nicht von
Dir.

Zu solchen Themen wirst du von mir immer sehr offene Worte lesen können. Auch wenn wir es in Deutschland natürlich nicht als politisch korrekt ansehen können, dass die Realität einfach aus/angesprochen wird. :wink:
Man könnte ja den „armen unschuldigen Gaffer“ als das assoziale Arschloch darstellen, das er ist und nicht als das arme unschuldige Opfer der Umstände, als das sich viele dann gerne sehen oder gesehen werden (wollen).

Reiss Dich mal zusammen.

Mache ich jedes mal in so einer Situation - mitunter auch, weil es regelmäßig wichtigeres zu tun gibt - ein übermenschlicher Kraftakt, den jeder Angehörige von BOS und von Rettungskräften immer und immer wieder bewältigen muss.

Gruß Andreas

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