Ab welchem Spritpreis würdet ihr weniger fahren?

Hi,

das ist alles interessant zu lesen und da mag Vieles richtig sein, aber trotzdem:

Ich sehe ein daß ein steigender Bedarf bei ausgeschöpfter Förderkapazität längerfristig gesehen nicht adäquat befriedigt werden kann und somit einen Preisanstieg zur Folge hat.

Diese Entwicklung kommt aber ja nicht „von heute auf morgen“, insofern wundert es mich wenn der Benzinpreis so schnell und rapide steigt wie das in den letzten Wochen und Monaten der Fall war.

Ich unterstelle der Ölindustrie hier durchaus daß die Preise sehr wohl zum eigenen Nutzen in immer höheren Margen vorgegeben werden und sich die Konzerne bereichern. Gerade auch daß der massive Preisanstieg vor Ferienbeginn stattfindet ist wieder mal ein alljährlich gleiches Ritual.

Die Förderung eines Barrel kostet heute nicht mehr als vor 1 Jahr, die Kosten dürften sich kaum verändert haben. Auch der Verbrauch wird nicht so stark zugenommen haben wie andererseits der Preis gestiegen ist. Da machen also durchaus ein paar Leute richtigen Reibach - über das eh schon immer vorhandene Maß noch hinaus, weil sie Treibstoff, der zu gleichen Kosten produziert wird, nun aber teurer verkaufen.

Des weiteren ist der Treibstoffpreis hier vor allem wegen der Mineralölsteuer so sehr hoch. Fast 70% der Preises kassiert nämlich der Finanzminister. Wenn der Literpreis für z. B. Super innerhalb eines guten halben Jahres um 10 Cent steigt sind das zugleich Mehreinnahmen von 7 Cent für den Finanzminister - der sowieso absolut überschuldet ist und daher keinerlei Interesse haben wird etwas gegen die Preistreiberei zu unternehmen.
Er wird erst dann als „Gutmensch“ und Retter in der Not aufwarten wenn die Leute anfangen ob der Preise auf die Barrikaden zu gehen - obwohl er selber der Verursacher der deutschen Preise ist. Wieso ist Treibstoff sonst in allen Nachbarstaaten preiswerter als bei uns?

Daß die Reserven an fossilen Brennstoffen endlich sind wußten wir immer, daß sie weit weniger lang reichen als viele zur Kenntnis genommen haben mag erst langsam ins Bewußtsein dringen.
Auch hier hat der „kleine Mann“ aber keine Handhabe, hier ist wiederum die Industrie gefordert alternative Lösungen zu präsentieren, und von der Politik müßten Gelder in Forschung und Lehre investiert werden. Stattdessen erleben wir aber eher genau das Gegenteil.

Insofern halte ich es auch für falsch wenn Politiker und Industrielle bzw. die Ölindustrie jammern daß die Lage so schlecht wäre und es an Treibstoff zu günstigen Preisen mangelt. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht weil einige sich daran eine goldene Nase verdienen.

Gruß,

MecFleih

Hallo!

Danke für die bisherigen Antworten.

Gerne.

Noch ein Zusatz, weil Du mich darauf brachtest.
Ich meine tatsächlich den privaten Bereich, das hätte ich
dazuschreiben sollen. Das ist der Bereich, in dem man
entscheiden kann, ob man fährt oder nicht. Bei beruflichen
Fahrten ist das oft nicht so.

Auch im privaten Bereich kann man dies nicht immer frei entscheiden. Wer nicht in der Stadt wohnt oder nicht uneingeschränkt mobil zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist, braucht ein Auto zum Einkaufen u.s.w.
Diese Entwicklung wird sich noch verstärken, da der Trend zum Wohnen außerhalb der Städte geht (Stichwort: hohe Mietpreise in Ballungsgebieten) und die demographische Situation sich zu immer älteren Menschen hin entwickelt, die nicht größtenteils mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren können.

Gruß
Ghad

PS:

Vermutlich würde es ab ca. 4 Euro spannend werden.
Vorher jedoch fürchte ich, werden die Grünen auf den
Marktplätzen aufgeknüpft…

Interessante Bemerkung. Bist Du der Meinung, oder glaubst Du,
daß viele der Meinung sind, die Grünen seien an den hohen
Preisen schuld?

So kann man das nicht sagen. Ich glaube, die Grünen drehen jetzt, wo klar absehbar ist, dass Deutschland in eine wirtschaftliche Katastrophe läuft, die Situation durch ihre dogmatische Energiepolitik immer noch weiter anheizen.
Die Frage ist nicht, wer wirklich die Schuld hat, sondern wem das Volk sie geben wird.

Die einzige Lösung ist, möglichst schnell moderne Kernkraftwerke zu bauen bzw. vorhandene zu modernisieren.- Und das weltweit, so dass kein Öl mehr für die Stromerzeugung verheizt wird.
Zudem muss die NUtzung von Gas beim Heizen sehr schnell auf über 90% steigen.
Das Öl muss für die Autos genutzt werden.
Zudem kann man sehr und preiswert leicht Autos mit Gasantrieb ausrüsten. Dies sollte auch in der Bevölkerung mehr Anklang finden, wenn dies steuerlich gefördert wird.

Grüße,
Mathias

Ja ja
Hi MecFleih,

Daß die Reserven an fossilen Brennstoffen endlich sind wußten
wir immer, daß sie weit weniger lang reichen als viele zur
Kenntnis genommen haben mag erst langsam ins Bewußtsein
dringen.
Auch hier hat der „kleine Mann“ aber keine Handhabe, hier ist
wiederum die Industrie gefordert alternative Lösungen zu
präsentieren, und von der Politik müßten Gelder in Forschung
und Lehre investiert werden. Stattdessen erleben wir aber eher
genau das Gegenteil.

Genau, alle sind an der Verschwendung schuld, nur nicht der „kleine Mann“ mit seinem Bestreben nach der ultimativen Schwanzverlängerung.

Das ist doch lächerlich. Alleine der „kleine Mann“ ist mit seinem Kaufverhalten verantwortlich in einer Marktwirtschaft, in welche Richtung sich das Geschäft entwickelt. Solange die Autos, aus welchen Gründen auch immer, jedes Jahr größer, schwerer, schneller, besser ausgestattet und deshalb leistungsstärker werden müssen, sind die durch den technischen Fortschritt erzielbaren Verbrauchsfortschritte nur marginal. Es ist doch verblüffend, dass VW als Beispiel mittlerweile unter seinen ehem. Kleinwagen Polo 2(!) neue Klassen etablieren kann. Mein Polo früher war noch ein spartanischer Kleinwagen, da hätte nicht viel druntergepasst:wink:

Insofern halte ich es auch für falsch wenn Politiker und
Industrielle bzw. die Ölindustrie jammern daß die Lage so
schlecht wäre und es an Treibstoff zu günstigen Preisen
mangelt. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht weil einige sich
daran eine goldene Nase verdienen.

Nein, das ist meiner Meinung nach falsch. Politiker können in einer Marktwirtschaft ausschließlich über Steuern steuern und machen sich - wie man auch an der Diskussion hier sieht - zum Deppen dabei. Und die Wirtschaft kann nur Dinge verkaufen, die der Markt akzeptiert. Der 3L-Lupo ist ja ein Beweis, dass der Käufer noch Welten davon entfernt ist, für Sparsamkeit Geld auszugeben und Einbußen an der Fahrleistung in Kauf zu nehmen.

Ich denke aber, dass jetzt durch die Ölpreiserhöhungen alternative Antriebe langsam tatsächlich marktgängig werden, denn irgendwann werden diese dann wegen der Unterhaltskosten gekauft (und eben nicht über die Vernunft).

Grüße
Jürgen *momentan privat fast:wink: ohne Auto*

Hi Jürgen,

Deppen dabei. Und die Wirtschaft kann nur Dinge verkaufen, die
der Markt akzeptiert. Der 3L-Lupo ist ja ein Beweis, dass der
Käufer noch Welten davon entfernt ist, für Sparsamkeit Geld
auszugeben und Einbußen an der Fahrleistung in Kauf zu nehmen.

Naja… der Lupo 3L ist halt dermaßen teurer als ein normaler Lupo, das es sich überhaupt nur für extreme Vielfahrer ‚lohnt‘ einen solchen 3L zu kaufen. Die jedoch fahren i.d.R. andere Fahrzeugklassen als die des Lupo…

Grüßle
Frank K.

Hi,

Das ist doch lächerlich. Alleine der „kleine Mann“ ist mit
seinem Kaufverhalten verantwortlich in einer Marktwirtschaft,
in welche Richtung sich das Geschäft entwickelt. Solange die
Autos, aus welchen Gründen auch immer, jedes Jahr größer,
schwerer, schneller, besser ausgestattet und deshalb
leistungsstärker werden müssen, sind die durch den technischen
Fortschritt erzielbaren Verbrauchsfortschritte nur marginal.
Es ist doch verblüffend, dass VW als Beispiel mittlerweile
unter seinen ehem. Kleinwagen Polo 2(!) neue Klassen
etablieren kann. Mein Polo früher war noch ein spartanischer
Kleinwagen, da hätte nicht viel druntergepasst:wink:

5 Millionen Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Geringverdiener, Rentner mit kleinem Einkommen, Studenten, viele Alleinerziehende… sind aber eine sehr große Bevölkerungsgruppe, die schlichtweg nicht die Wahl haben. Die können sich ganz einfach kein Biogemüse oder Eier von freilaufenden Hühnern leisten und MÜSSEN bei Lidl und Aldi kaufen weil die Ware da nur halb so viel kostet - auch wenn die Eier dann auf Legebatterien-Haltung stammen.

Bei den Autos ist es ähnlich; ein Geringverdiener wird sich kaum einen großen Neuwagen leisten können, der wird nicht mal einen neuen Kleinwagen kaufen, und bei VW angesichts der Preise sowieso nicht. Wenn sich von dieser Klientel überhaupt jemand ein Auto leisten kann dann werden eher Gebrauchtwagen gekauft oder man greift zu Dacia Logan und ähnlichen Angeboten.

Die Einführung neuer und moderner Technologien greift aber oft erstmal bei den Mittelklasse- und Spitzenmodellen, bevor sie bei den einfacheren Kleinwagen und erst recht den Gebrauchtfahrzeugen umgesetzt wird.

Insofern sind die Auswahlmöglichkeiten der weniger gut betuchten Bevölkerungsschichten schlichtweg gering - die müssen gezwungenermaßen kaufen was in der Anschaffung preiswert ist und was von den Autokonzernen erstmal für die zahlungskräftige Kundschaft entwickelt und an diese verkauft wurde.

Die Industrie veranstaltet natürlich ein Wettrennen „schneller, größer, weiter“. Das neue Modell muß immer mehr bieten als das alte, der Kunde will ja das Gefühl haben sich zu verbessern. Also rutscht die ganze Angebotspalette stetig nach oben und unten müssen neue Modelle nachgeschoben werden.
Abgesehen davon glaube ich auch nicht daß die Industrie nur nach dem (vermuteten) Kundeninteresse konstruiert. Man schielt auch auf die Konkurrenz und versucht denen immer das Wasser reichen zu können, zu jedem Konkurrenzprodukt eine Alternative bieten zu können. Den Endkunden interessiert das aber herzlich wenig, der will ein Auto nach seinen Bedürfnissen, nicht danach welche gleichwertigen Alternativen anderswo vorhanden oder nicht vorhanden sind.

Erst so langsam stellt man fest daß oft am Bedarf vorbei konstruiert wird weil die Masse der Leute einfach nur einen preiswerten, sicheren, haltbaren und möglichst sparsamen Wagen benötigt. Daher kommt es doch daß zunehmend preiswerte Fahrzeuge entwickelt werden, wie z. B. der schon erwähnte Dacia Logan.

Nein, das ist meiner Meinung nach falsch. Politiker können in
einer Marktwirtschaft ausschließlich über Steuern steuern und
machen sich - wie man auch an der Diskussion hier sieht - zum
Deppen dabei. Und die Wirtschaft kann nur Dinge verkaufen, die
der Markt akzeptiert. Der 3L-Lupo ist ja ein Beweis, dass der
Käufer noch Welten davon entfernt ist, für Sparsamkeit Geld
auszugeben und Einbußen an der Fahrleistung in Kauf zu nehmen.

Politiker steuern auch über Gesetze, und das sogar sehr massiv. Zusammen mit den Steuern regulieren die also ganz massiv.
Die Autoindustrie verkauft Dinge, die die zahlungskräftige Neuwagen-Kundschaft anspricht. Das sind Leute, die sich einen hohen Wertverlust bei einem Neuwagen leisten können und wollen, die entweder genug Geld für einen Neuwagenkauf in der Tasche haben oder genügend Bonität um einen entsprechenden Kredit finanzieren zu können.
Ein Gebrauchtwagenkäufer, der aus Kostengründen einen älteren Wagen kauft, muß nehmen was er auf diesem Zweitmarkt findet. Für dessen Bedürfnisse wurden die Autos von den Konzernen aber nicht primär entwickelt.
Und der 3L-Lupo ist genau daran gescheitert daß sein Neupreis so exorbitant hoch war daß das Auto für den MArkt nicht mehr interessant war. Vor allem ist der Lupo tendentiell eher ein Kurzstreckenfahrzeug. Hätte man die 3L-Technologie mal in ein Langstrecken-Auto eingebaut hätte man diejenigen angesprochen, die wirklich von dieser Technologie profitieren weil sie längerfristig den höheren Einkaufspreis einstellen können.

Ich denke aber, dass jetzt durch die Ölpreiserhöhungen
alternative Antriebe langsam tatsächlich marktgängig werden,
denn irgendwann werden diese dann wegen der Unterhaltskosten
gekauft (und eben nicht über die Vernunft).

Unterhaltskosten sind schon immer eines der wichtigsten Vernunftaspekte beim Autokauf gewesen…

Gruß,

MecFleih

welche Halbwertszeiten bis zur Löschung haben bei Dir
Nachrichten? Die rechtliche Grundlage zum Dosenpfand hat ein
CDU-Umweltminister geschaffen.

Und genau wer hat Trittin davon abgehalten, die rechtliche Grundlage wieder zu streichen? Huch, eventuell ist sogar derjenige, der an der Regierung ist, dafür verantwortlich, was an Gesetzen in Kraft tritt. Oder sind das wieder nur ketzerische Gedanken?

Verwirrt,
Christian

nicht mehr in diesem Leben
Hallo,

Ich würde gern mal wissen, ab welchem Spritpreis die meisten
tatsächlich weniger fahren würden, also bewußt auf Fahrten
verzichten.

mal überlegen: Ich brauche mein Auto vor allem für zwei Dinge: Gelegentliche Langstrecken (ca. alle zwei Monate) und für meine Großeinkäufe, die ca. alle zwei Wochen stattfinden.

Nehmen wir exemplarisch meine Lieblingsstrecke Düsseldorf-Frankfurt, ca. 230 Kilometer, mit dem Auto rd. 100 Minuten je Strecke, Gepäck meist zwei große Taschen und etwas Kleinkram. Spritkosten: ca. € 70

Alternative Bahn:
Kosten 112 Euro, Gepäck=Problem, Fahrtzeit 125 Minuten zzgl. Weg von und zum Bahnhof von jeweils 20 Minuten. Auch wenn man von kleineren Unanhmenlichkeiten wie Schleppen des Gepäcks, seltsamen Fahrgästen etc. absieht, kann ich das nicht als Alternative bezeichnen. Rein finanziell stellt sich die Bahn (c.p.)ab einem Spritpreis von 2 Euro je Liter besser. Die anderen Nachteile der Bahn sind damit aber noch lange nicht aufgewogen.

Nun zum Einkauf: Die übliche Route verläuft vom Getränkemarkt über einen großen Supermarkt über etwaige andere Zwischenstationen über rund 4 Kilometer durch die Stadt. Wenn mir jemand erklären würde, wie ich das mit 3-5 Getränkekisten und einem Einkaufswagenvolumen Kleinkram mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigen soll, fange ich an darüber nachzudenken, ob die Punkte überhaupt vom ÖPNV angefahren werden. Einzige Alternative Taxi, aber das fällt von den Kosten her völlig durch das Raster.

Also: Mal abgesehen von den Kosten bietet das eigene Fahrzeug zumindest für mich Vorteile, die kein anderes Verkehrsmittel bieten kann.

Gruß,
Christian

Hallo,

Nehmen wir exemplarisch meine Lieblingsstrecke
Düsseldorf-Frankfurt, ca. 230 Kilometer, mit dem Auto rd. 100
Minuten je Strecke, Gepäck meist zwei große Taschen und etwas
Kleinkram. Spritkosten: ca. € 70

Alternative Bahn:
Kosten 112 Euro, Gepäck=Problem, Fahrtzeit 125 Minuten zzgl.
Weg von und zum Bahnhof von jeweils 20 Minuten. Auch wenn man
von kleineren Unanhmenlichkeiten wie Schleppen des Gepäcks,
seltsamen Fahrgästen etc. absieht, kann ich das nicht als
Alternative bezeichnen. Rein finanziell stellt sich die Bahn
(c.p.)ab einem Spritpreis von 2 Euro je Liter besser. Die
anderen Nachteile der Bahn sind damit aber noch lange nicht
aufgewogen.

Hast Du denn eingerechnet daß man für ein Auto auch Anschaffungskosten, Steuern, Versicherung, Verschleißteile, Reparaturen, Wertverlust usw. usw. einkalkulieren muß? Und das statistisch über 2 Monate, wenn Du nur alle 2 Monate D-F fährst. Es ist ja nicht allein der Treibstoff…

Und bei der Bahn gibt es auch Angebote, die den Preis reduzieren. Das funktioniert nicht zu jeder Zeit auf jeder Strecke, aber mit etwas Flexibilität geht’s mitunter.
Ich bin auch alles andere als ein Freund der Bahn, denke daß das Unternehmen zu teuer, zu unflexibel, zu unzuverlässig und teilweise mit ätzendem Kundenklientel ist. Aber wenn man es unter Kostenaspekten sieht und dabei ehrlich alle - auch indirekten - Kosten bedenkt schneidet sie im Vergleich zum Auto nicht mehr ganz so schlecht ab.

Nun zum Einkauf: Die übliche Route verläuft vom Getränkemarkt
über einen großen Supermarkt über etwaige andere
Zwischenstationen über rund 4 Kilometer durch die Stadt. Wenn
mir jemand erklären würde, wie ich das mit 3-5 Getränkekisten
und einem Einkaufswagenvolumen Kleinkram mit dem öffentlichen
Nahverkehr erledigen soll, fange ich an darüber nachzudenken,
ob die Punkte überhaupt vom ÖPNV angefahren werden. Einzige
Alternative Taxi, aber das fällt von den Kosten her völlig
durch das Raster.

4 Kilometer durch die Stadt, und auf dem Weg befinden sich dann gleich mehrere Anlaufstationen? Da ist es aber eher ein schlechter Witz wenn Du sagst daß Du diese Ziele nur mit dem ÖPNV oder dem eigenen Auto ansteuern kannst. Du hast doch auch gesunde Beine oder kannst mit dem Fahrrad fahren…
Dann schaffst Du nicht alle Erledigungen in einem Durchgang, aber dann fährt man eben 2 oder 3 Mal - wo ist da das Problem?

Also: Mal abgesehen von den Kosten bietet das eigene Fahrzeug
zumindest für mich Vorteile, die kein anderes Verkehrsmittel
bieten kann.

Es bietet Dir Bequemlichkeit. Dafür nimmst Du in Kauf daß es relativ teuer in Unterhalt und Anschaffung ist und Feinstaub etc. produziert.

Letztlich ist das wieder die Frage: „Was kann und will ich mir leisten?“ und „Wie flexibel organisiere ich meine Mobilität um möglichst preiswert klarzukommen?“.

Gruß,

MecFleih

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HAllo Christian,

welche Halbwertszeiten bis zur Löschung haben bei Dir
Nachrichten? Die rechtliche Grundlage zum Dosenpfand hat ein
CDU-Umweltminister geschaffen.

Und genau wer hat Trittin davon abgehalten, die rechtliche
Grundlage wieder zu streichen?

Hast Du nicht vor kurzen für langfristige Politik und contra kurzatmigen Gesetzesaktionen ausgesprochen ?

eventuell ist sogar derjenige, der an der Regierung ist, dafür
verantwortlich, was an Gesetzen in Kraft tritt.

In Kraft war das Gesetz/die VO schon lange. Es ging nur noch um das Durchsetzen. Gelegentlich wird die strigente Durchsetzung von Gesetzen als ein Standortvorteil von Rechtsstaaten beschrieben.

Oder sind das wieder nur ketzerische Gedanken?

Ciao maxet.

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Hi,

Hast Du denn eingerechnet daß man für ein Auto auch
Anschaffungskosten, Steuern, Versicherung, Verschleißteile,
Reparaturen, Wertverlust usw. usw. einkalkulieren muß?

ja, hab ich und muß ich nicht.

Und bei der Bahn gibt es auch Angebote, die den Preis
reduzieren.

Ach, tatsächlich? Welche?

Das funktioniert nicht zu jeder Zeit auf jeder
Strecke, aber mit etwas Flexibilität geht’s mitunter.

Ich will dann fahren, wenn ich fahren will.

Ich bin auch alles andere als ein Freund der Bahn, denke daß
das Unternehmen zu teuer, zu unflexibel, zu unzuverlässig und
teilweise mit ätzendem Kundenklientel ist. Aber wenn man es
unter Kostenaspekten sieht und dabei ehrlich alle - auch
indirekten - Kosten bedenkt schneidet sie im Vergleich zum
Auto nicht mehr ganz so schlecht ab.

Bis 300 km ist das Auto billiger, darüber das Flugzeug.

4 Kilometer durch die Stadt, und auf dem Weg befinden sich
dann gleich mehrere Anlaufstationen? Da ist es aber eher ein
schlechter Witz wenn Du sagst daß Du diese Ziele nur mit dem
ÖPNV oder dem eigenen Auto ansteuern kannst. Du hast doch auch
gesunde Beine oder kannst mit dem Fahrrad fahren…

Natürlich, so einen Kasten Wasser oder Bier trägt man ja gern ein paar hundert oder tausend Meter durch die Gegend. Alternativ natürlich genauso gern 2 Liter Wasser pro Tag.

Dann schaffst Du nicht alle Erledigungen in einem Durchgang,
aber dann fährt man eben 2 oder 3 Mal - wo ist da das Problem?

Deine Visitenkarte glänzt durch Unausgefülltheit. Ich habe keine Zeit für solche Spielereien.

Also: Mal abgesehen von den Kosten bietet das eigene Fahrzeug
zumindest für mich Vorteile, die kein anderes Verkehrsmittel
bieten kann.

Es bietet Dir Bequemlichkeit. Dafür nimmst Du in Kauf daß es
relativ teuer in Unterhalt und Anschaffung ist und Feinstaub
etc. produziert.

Alternativen für mich habe ich noch nicht ausmachen können.

Letztlich ist das wieder die Frage: „Was kann und will ich mir
leisten?“ und „Wie flexibel organisiere ich meine Mobilität um
möglichst preiswert klarzukommen?“.

Was ich habe, ist Geld, was ich nicht habe, ist Zeit.

Gruß
Christian

Hi,

Was ich habe, ist Geld, was ich nicht habe, ist Zeit.

Das scheint mir die Kernaussage zu sein, wenngleich es eine Plattitüde ist.

Es ist nicht als Vorwurf gemeint und ich gönne Dir alles, was Du hast. Aber aus Deinen Postings spricht immer wieder daß Du zu den Leuten gehörst, denen es an Geld nicht mangelt und deswegen nicht die Sichtweise derjenigen verstehen können, die mit ihrem Geld sehr diszipliniert haushalten müssen.

Du meinst, wie man das bei vielen Leuten, die finanziell gut klarkommen, beobachten kann, daß man sich aufgrund des Bankkontos „Arroganz“ und Unflexibilität leisten kann.

Es GIBT bei der Bahn Angebote, man muß nur bereit sein - oder finanziell gezwungen sein - darauf zu achten; und das sage ich als bekennender „Bahn-Hasser“ weil man die Ehrlichkeit haben muß die Angebote zur Kenntnis zu nehmen, denn sie SIND da.

Und man KANN auch einen Wasserkasten oder andere Einkäufe ohne Auto und ÖPNV befördern. Was meinst Du wohl wieviele Leute das tun müssen weil sie schlichtweg keine andere Wahl haben? Weil kein Geld für ein Auto da ist oder vermeidbare Fahrten, wie die zum naheliegenden Getränkemarkt, Supermarkt etc. auch anders organisiert werden können und deswegen auch an solchen „Kleinigkeiten“ spart.
Diese Leute werden nicht gefragt ob sie Zeit und Lust haben Fahrrad zu fahren, sondern der finanzielle Druck zwingt sie dazu. Obwohl sie womöglich keineswegs mehr Zeit und Lust zum radeln haben als Du.

Da gibt es Leute, die bekommen kein Firmenfahrzeug zur privaten Mitbenutzung, die können sich keine sparsamen Neuwagen leisten, sondern müssen gezwungenermaßen ältere Gebrauchtwagen fahren weil anderes in der Anschaffung nicht finanzierbar ist, und genau diese Leute werden aber mit exorbitanten KFZ-Steuern und hohen Benzinpreisen zusätzlich in die Enge getrieben. Solche Leute müssen sich jede Fahrt, auch zum einkaufen, 2x überlegen und nachdenken ob man nicht auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Einkaufen kommt, weil das 4 gesparte Autokilometer für wichtige Fahrten sind. Der Wasserkasten fährt dann auf dem Gepäckträger oder in Omas Einkaufsroller nach Hause. Das geht auch.

Nochmal: ich gönne Dir Deinen Lebensstil, ich hab’ auch Verständnis dafür daß Du Dinge, auf die Du keinen Bock hast, unterläßt weil Du kostspieligere, aber einfachere Möglichkeiten nutzen kannst. Das sei Dir auch alles gegönnt.

Was mich nur immer wieder stört ist wenn dann von Dir (und an anderer Stelle auch Deinesgleichen) eine Form von Arroganz an den Tag gelegt wird, die so rüberkommt als könne man mit Geld alles kaufen und als gäbe es auch keine Alternativen: " Was ich habe, ist Geld, was ich nicht habe, ist Zeit".

Da kommen dann in Diskussionen über finanzielle Gegebenheiten oder Lebensgewohnheiten wie aus der Pistole geschossen die klugen Ratschläge wie man ja auch ganz problemlos spartanisch leben könne - ausgesprochen von Leuten, die nicht gezwungen sind entsprechend sparsam zu leben und denen es keineswegs zusteht so zu tun als hätten sie Lösungen aus dem Ärmel zu schütten, bei denen weniger Betuchte nur zu blöd waren das zu entdecken.

Ärmere Leute haben keineswegs mehr Zeit als Du, müssen allerdings genauso Verpflichtungen und Einkäufe erledigen, nur mit dem Unterschied daß die keiner fragt wie sie das bequem und zeitsparend regeln können. Deren Regulativ ist immer der Preis - genommen wird das, was Geld spart - nicht das, was Zeit spart oder angenehm ist.

Was mich stört ist wenn man einfach so tut als gäbe es keine Alternativen, nur weil Du nicht gezwungen und nicht bereit bist sie zu sehen.
Daß Du Alternativen nicht nutzt weil Du nicht darauf angewiesen bist ist völlig OK, aber mir gefällt nicht wenn man mangeldne Bereitschaft damit begründen will daß man Alternativen immer sofort als inadäquat hinstellt.

Gruß,

MecFleih

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Aber aus Deinen Postings spricht immer wieder daß Du
zu den Leuten gehörst, denen es an Geld nicht mangelt und
deswegen nicht die Sichtweise derjenigen verstehen können, die
mit ihrem Geld sehr diszipliniert haushalten müssen.

  1. Ich habe praktisch jede denkbare Einkommenssituation hinter mir und kann daher sehr gut einschätzen, wie es Menschen mit mehr und mit weniger Geld geht.
  2. Die Frage lautete: Ab welchem Spritpreis würdet ihr weniger fahren? Ich habe die Frage entsprechend aus meinem Blickwinkel beantwortet.

Vor dem Hintergrund dieser beiden Punkte schlage ich vor, daß Du Deinen Artikel noch einmal liest und Dich - bei evtl. gegebener Einsicht - bei mir entschuldigst.

C.

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HAllo Christian,

welche Halbwertszeiten bis zur Löschung haben bei Dir
Nachrichten? Die rechtliche Grundlage zum Dosenpfand hat ein
CDU-Umweltminister geschaffen.

Und genau wer hat Trittin davon abgehalten, die rechtliche
Grundlage wieder zu streichen?

Hast Du nicht vor kurzen für langfristige Politik und contra
kurzatmigen Gesetzesaktionen ausgesprochen ?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wer Trittin die Verantwortung für das Dosenpfand abspricht, hat die Funktionsweise der Politik in diesem Land nicht verstanden. Wenn er es nicht hätte vertreten können/wollen, hätte es das Dosenpfand in Deutschland nie gegeben. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich mit meinem Artikel sagen.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

Die rechtliche Grundlage zum Dosenpfand hat ein
CDU-Umweltminister geschaffen.

Und genau wer hat Trittin davon abgehalten, die rechtliche
Grundlage wieder zu streichen?

Hast Du nicht vor kurzen für langfristige Politik und contra
kurzatmigen Gesetzesaktionen ausgesprochen ?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Das ein kurzfristiges Ablasen der VerpVO diejenigen Getränkehersteller gears**t hätte, welche nicht in die Dose investiert haben. Dies wird in der Diskussion immer ausgeblendet, da die Mittelständler in den bundesweiten Medienj nicht vorkommen.

Wer Trittin die Verantwortung für das Dosenpfand abspricht, hat
die Funktionsweise der Politik in diesem Land nicht verstanden.

bist wohl auf dem Kriegspfad ?

Wenn er es nicht hätte vertreten können/wollen, hätte es das
Dosenpfand in Deutschland nie gegeben.

Es ist sicher so, dass Tritin nix dagegen hat. In den entsprechenden Diskussionen wird aber gern der Eindruck erweckt, als hätte die CDU mit diesem Projekt niemals nix nicht zu tun gehabt.
Man könnte der CDU alternativ unterstellen, sie würde Gesetze/VO erlassen, die nie angewendet werden sollen.

Ciao maxet.

Gruß,
Christian

Hallo McFleih,

ich muss Christian recht geben. Er hat ehrlich seine eigene Einstellung geschildert und dem Fragesteller weitergeholfen, sich ein Bild zu machen. Wenn sich nur Mitglieder vom Verein „Autofrei“ melden und alle bekunden, sowieso nicht mehr Auto zu fahren, bietet sich ein verfälschtes Bild.

Im Übrigen kann ich mich Christian in seiner Aussage anschließen,
„Geld habe ich genug, aber nicht Zeit“. Und wenn ich schon lange fürs benzin sparen plädiere, dann nicht aus kostengrüden, sondern wegen ökologischen Bedenken.

Gruß
Carlos

Hallo,

Hast Du nicht vor kurzen für langfristige Politik und contra
kurzatmigen Gesetzesaktionen ausgesprochen ?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Das ein kurzfristiges Ablasen der VerpVO diejenigen
Getränkehersteller gears**t hätte, welche nicht in die Dose
investiert haben.

Du meinst das vermutlich genau anders herum…

Wie auch immer: Man hatte fünf Jahre Zeit, die Sache aus der Welt zu schaffen, wenn man denn gewollt hätte. Nach fünf Jahren zu sagen „wir waren es doch gar nicht“ und auf die anderen zu zeigen, ist zwar seit einiger Zeit Usus, aber dennoch unsachlich. Die Bundestagsmehrheit beschließt Gesetze und nicht die vorletzte Regierung.

Es ist sicher so, dass Tritin nix dagegen hat. In den
entsprechenden Diskussionen wird aber gern der Eindruck
erweckt, als hätte die CDU mit diesem Projekt niemals nix
nicht zu tun gehabt.

Nicht von mir.

Man könnte der CDU alternativ unterstellen, sie würde
Gesetze/VO erlassen, die nie angewendet werden sollen.

Wäre die CDU an der Regierung gewesen, als das Ding in Kraft trat, wäre ihr mein Ärger gewiß gewesen, aber so…

Gruß,
Christian

Wie auch immer: Man hatte fünf Jahre Zeit, die Sache aus der
Welt zu schaffen, wenn man denn gewollt hätte. Nach fünf
Jahren zu sagen „wir waren es doch gar nicht“ und auf die
anderen zu zeigen, ist zwar seit einiger Zeit Usus, aber
dennoch unsachlich. Die Bundestagsmehrheit beschließt Gesetze
und nicht die vorletzte Regierung.

Hallo Christian,
hier einiges zur Chronologie des Dosenpfandes: http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/doc/6848.php
Du unterschlägst den Bundesrat. Wenn die dortige Blockadefront nicht mitmacht, bleibt es bis zur Schmerzgrenze bei der ursprünglichen Verordnung. Verbesserungen hat es immer nur dann gegeben, wenn der Unsinn der Blockade der Bevölkerungsmehrheit auffiel.
Als Pächter eines Gewässers mit mehreren hundert Metern Uferlinie bin ich froh, dass ich kaum noch Büchsen aufsammeln muss.

Mit freundlichen Grüßen
Ulf

Halllöchen,

hier einiges zur Chronologie des Dosenpfandes:
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/doc/6848.php
Du unterschlägst den Bundesrat.

wie jetzt? Der Bundesrat hat tatsächlich die Abschaffung des Dosenpfandes abgelehnt? Hab ich gar nicht mitbekommen.

Gruß,
Christian

hier einiges zur Chronologie des Dosenpfandes:
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/doc/6848.php
Du unterschlägst den Bundesrat.

wie jetzt? Der Bundesrat hat tatsächlich die Abschaffung des
Dosenpfandes abgelehnt? Hab ich gar nicht mitbekommen.

Hallo Christian,
der Pfand auf Einwegverpackungen war meiner Meinung nach verhältnismäßig wenig umstritten. Natürlich kam es zu einer Arbeitsplatzverlagerung bei den Herstellern. Die Einen bauen ab, die Anderen legen zu. Probleme gab es, weil nur bestimmte Getränke mit Pfand versehen werden sollten. Töpfer hatte einen guten Ansatz geliefert, der wie so oft nach einigen Jahren überdenkenswert erschien. (Pfand nur auf bestimmte Einwegverpackungen je nach Inhalt)
Da die Regierung mit ihrem sicher diskutablen Entwurf im Bundesrat scheiterte, trat die geltende Verordnung in Kraft. Und dann kam Chaos.
Ich möchte das Thema in diesem Brett nicht weiter ausdehnen. Wenn es Dir so wichtig ist, stelle die Frage zur Verpackungsverordnung im richtigen Brett. Ich werde dann noch Fakten sammeln.
Mit freundlichen Grüßen
Ulf