lösung habe ich keine und auch keine definitive aussage über die max. seitenanzahl. grund ist, dass es einfach keine allgemeingültige seitenzahl gibt, ab der word instabil wird. ich arbeite teilweise seit ca. 3 jahren mit dokumenten mit weit über 400 seiten ohne die geringsten probleme. ein anderes dokument produziert bereits bei über 50 seiten fehler.
man kann aber gewisse grundverhaltensweisen für stabiles arbeiten ableiten:
offenbar macht jede art von positionsrahmen (also jedes word-element, dass beliebig auf der seite positioniert werden kann, egal ob grafik oder textfeld) auf dauer probleme. ich kenne personen, die positionsrahmen intensiv nutzen (passiert automatisch, wenn man bei grafiken die option „über den text legen“ aktiviert - ist normalerweise sogar default) und bereits bei sehr kurzen dokumenten scheitern. ich selber hab aber auch schon handbücher mit über 150 seiten und sehr vielen grafiken bearbeitet, allerdings ohne probleme - und auch ohne positionsrahmen.
generell gilt: je weniger spezialformatierungen desto besser. lieber ein paar optische schmankerln weglassen und dafür stabil arbeiten als das über-drüber-layout und permanent stress (für anständiges layout ist ohnehin ein desktop-publishing-programm zuständig und nicht word).
von anderer seite hört man auch, dass intensives nutzen von fussnoten probleme macht - da ich aber sehr selten fussnoten nutze kann ich das weder bestätigen noch dementieren.
grafiken ins dokument einzubetten ist zwar recht nett und vor allem dann interessant, wenn man das dokument ständig auf andere pc’s transportieren muss. die ladezeiten des dokuments werden aber teilweise unerträglich und die dateigrösse nicht handhabbar (ausser jeder hat breitbandanschluss und/oder einen cd-brenner). ich hab zwar auch schon mal mit einem handbuch gearbeitet, dass alle grafiken eingebettet hat und keinen einzigen absturz erlebt - trotzdem war das arbeiten eine qual (lag aber auch an langsamer hardware). besser ist es, die grafiken nur zu verknüpfen. man muss dann zwar beim ausdrucken aufpassen (word lässt manchmal verknüpfte grafiken einfach weg) aber das bearbeiten geht einfacher.
wie bereits erwähnt gibt es kein patentrezept für stressfreies arbeiten. ein bekannter hat seine gesammte diplomarbeit mit office-produkten erstellt. er hat dabei intensiv grafiken aus verschiedensten programmen eingebettet und sehr viel wert auf das layout gelegt - und schwärmt immer noch von der hohen qualität der microsoft-produkte. man hört im internet aber immer wieder von leuten, die bei weit weniger intensiver nutzung von word ihre gesammte arbeit verloren haben. offenbar muss auch die qualität der pc-hardware und der gesammt-installation (betriebssystem und aller zusätzlichen programmpakete) stimmen.
für deinen speziellen fall würde ich einmal empfehlen, deinen serienbrief „auszumisten“, sprich alle unnötigen formatierungen wegzunehmen, das dokument mit speichern-unter einmal ins rtf-format zu konvertieren und danach wieder im word-format zu speichern. wenns danach problemlos klappt, schrittweise die formatierungen wieder anbringen.
erwin