Sitze gerade vor dem Beweis des folgenden Satzes und komme einfach nicht weiter. Vielleicht kann mir jemand von euch helfen.
Ist M eine endliche Menge und f:M->M eine Abbildung, so sind die folgenden Aussagen äquivalent:
(1) f ist injektiv
(2) f ist surjektiv
(3) f ist bijektiv.
Meiner Meinung nach gilt doch (3)=>(1) und (3)=>(2) nach Definition, und wenn man (1)(2) gezeigt hat, gilt doch auch (1)=>(3) und (2)=>(3), oder täusche ich mich da?
In diesem Fall ist mein Problem also nur der Beweis von (1)(2). Habe es schon mal per Induktion über die Mächtigkeit von M probiert, aber komme leider nicht weit.
(1) f ist injektiv
(2) f ist surjektiv
(3) f ist bijektiv.
Meiner Meinung nach gilt doch (3)=>(1) und (3)=>(2) nach
Definition, und wenn man (1)(2) gezeigt hat, gilt
doch auch (1)=>(3) und (2)=>(3), oder täusche ich mich
da?
Daß Du „(1)=>(3)“ und „(2)=>(3)“ nicht folgern kannst, siehst Du leicht, wenn Du Dir ein passendes und einfach zu durchschauendes Beispiel konstruierst. Ich hätte folgendes anzubieten (n sei eine Zahl):
(1) n ist durch 5 teilbar
(2) Die letzte Ziffer von n ist „0“ oder „5“
(3) n ist durch 15 teilbar
Hier gilt außer (3)=>(1) und (3)=>(2) auch (1)(2), aber die Implikationen „(1)=>(3)“ und „(2)=>(3)“ sind trotzdem falsch.
Hallo Mathias,
ich führe Dir den Beweis mit einer Methode vor , wie ich es in der Analysis-Vorlesung gelernt habe:
i)die Äquivalenz ist bewiesen , wenn der Ringschluß
(1)=>(2)=>(3)=>(1)bewiesen ist
ii)
Sei f injektiv,dann existiert eine Abbildung g mit der Eigenschaft g.f=id(M). Weil M gleichzeitig Urbild und Bildraum
ist, gilt dann auch f.g=id(M). Also ist f auch surjektiv.
iii)Sei f surjektiv, dann existiert eine Abbildung g mit der Eigenschaft f.g=id(M). Weil Weil M gleichzeitig Urbild und
Bildraum ist, gilt dann auch f.g=id(M).Also ist f bijektiv.
iv)Sei f bijektiv, dann ist f auch injektiv q.e.d.
i)die Äquivalenz ist bewiesen , wenn der Ringschluß
(1)=>(2)=>(3)=>(1)bewiesen ist
Stimmt!
ii)
Sei f injektiv,dann existiert eine Abbildung g mit der
Eigenschaft g.f=id(M). Weil M gleichzeitig Urbild und Bildraum
ist, gilt dann auch f.g=id(M). Also ist f auch surjektiv.
Vorsicht, Du hast die Endlichkeit von M nicht gebraucht, d.h. der Beweis müsste strenggenomen für alle Mengen gelten, was nicht sein kann, wie Du weisst. Was Du folgern kann ist f.g=id(f). Das ergibt aber leider keine Surjektivität.
iii)Sei f surjektiv, dann existiert eine Abbildung g mit der
Eigenschaft f.g=id(M). Weil Weil M gleichzeitig Urbild und
Bildraum ist, gilt dann auch f.g=id(M).Also ist f bijektiv.
Ähnliches gilt hier.
iv)Sei f bijektiv, dann ist f auch injektiv q.e.d.
Genau! Per Definition.
Vieleicht hast Du Sätze benutzt, die Ihr in der Vorlesung speziell für endliche Mengen formuliert habt? Das würde den Beweis retten.