Hallo!
Ich betreibe einen selbstgebauten Motor, der sehr starke Spannungsspitzen erzeugt. Mit einer Freilaufdiode (an +/- Pol der Spannungsquelle) möchte ich zunächst die gesamte Spannungsquelle, bzw. die darin befindliche Elektronik schützen. Damit ich einigermaßen vernünftige Messungen durchführen kann, wollte ich noch einen Abblockkondensator hinzufügen.
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Ist es sinnvoll, den Kondensator in Kombination mit der Freilaufdiode zu betreiben, also parallel zur Diode, oder funktioniert das so nicht?
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Gibt es vielleicht eine Art Faustregel zur Dimensionierung von Abblockkondensatoren?
Vielen Dank an alle im voraus!
Gruß,
Thomas
Hallo Thomas,
zuerst mal: Was sind das für Spannungsspitzen?
Den Motor betreibst du offenbar mit Gleichstrom, sind die Spannungsspitzen von gleicher oder umgekehrter Polarität, also hohe positive oder negative Spikes auf der positiven Versorgungsleitung?
Gegen positive Spikes hilft eine antiparallel geschaltete Diode nicht, gegen negative würde sie helfen, dabei aber u.U. zerstört werden (Widerstand in Reihe schalten!).
Falls du eine starke Diode in Serie mit der Versorgungsleitung schalten würdest, könnte diese positive Spikes abfangen, negative aber wieder nicht.
Ein Kondensator hilft wenig, ausser dass er die Anstiegsflanke eines Spikes abschrägt => der Spike wird nicht so schnell spitz, eine Diode muss nicht so schnell schalten, Regelelektronik wird ausgebremst.
Gruß
BT
Hallo Thomas,
für einen brauchbaren Tipp solltest du mal schreiben in welchem Spannungsbereich du arbeitest und welche Leistung dein Motor
so hat.
Wenn das im Bereich 12 - 24 V= ist, gibt es einiges aus der KFZ-Technik.
Gruß Werner
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Hallo Thomas,
Ich betreibe einen selbstgebauten Motor, der sehr starke
Spannungsspitzen erzeugt.
Fragt sich noch WAS für einen Motor du gebaut hast.
Es gibt da ja unterschiedliche Prinzipien.
Anzunehmen ist ein Motor mit Kommutator.
Wen dieser nicht optimal schaltet ergeben sich hohe Spannungsspitzen.
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter,
Fragt sich noch WAS für einen Motor du gebaut hast.
Es gibt da ja unterschiedliche Prinzipien.
Es handelt sich um einen Gleichstrommotor mit Kommutator. Der Rotor besteht ausschließlich aus Magneten, der sich über einer einzigen großen Spule (mehr als 2000 Windungen; Drahtdurchmesser: 0,18mm) dreht. Die Kommutatoren drehen die Stromrichtung in der Spule entsprechend hin und her. Die Betriebsspannung beträgt mindestens 300V. 900V wären aber auch möglich. Bei diesem Motor entstehen natürlich bei jedem Abschalten hohe Spannungsspitzen.
Gruß,
Thomas