Hallo,
mein Sohn wird das Wirtschaftsgymnasium abbrechen, eine Chance, das Abi noch zu schaffen besteht nicht.
Im Moment ist alles in der Schwebe, ich brauche Tipps, wie er sich richtig verhält.
Die Geschichte, so kurz wie möglich.
Wegen einer Sehschwäche in der DDR in die Sonderschule eingeschult.
Dann '89 im Saarland erneut eingeschult, mit Mühe auf eine reguläre Schule. 
Nach Abschluß der Hauptschule, zur Gewerbeschule, hat aber wegen den Augen im praktischen Teil nicht geklappt, deshalb Abbruch und BGJ.
Dann Handelsschule, mit 1.4 abgeschlossen, deshalb Mut zum weiter machen. Anschließend Wirtschaftsgymnasium.
Das Wirtschaftsgynasium wird er nach nur zwei Jahren jetzt, in drei Wochen verlassen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, wird er ein Fachabitur bekommen.
Daß die Schule jetzt zu Ende ist, wurde erst Ende Februar deutlich.
Danach haben wir uns an das Arbeitsamt gewandt und leider Zeit damit vertrödelt. Erst im April haben wir von da Adressen mit möglichen Lehrstellen bekommen, auf die Bewerbungen nur Absagen. Für eine ‚gute‘ Lehrstelle ist es für dieses Jahr wohl zu spät. Ein weiteres Problem ist, daß mein Sohn keinen Führeschein bekommen kann. (Augen)
Anvisiert ist nun eine Ausbildung ab Herbst 2005. Aber was soll er in der Zwischenzeit machen? Eine Lehrstelle in einem Beruf annehmen, den er nicht ausüben will und nach einem Jahr abbrechen? Oder ein ‚freiwilliges XXX Jahr‘? Welche Variante erhöht spätere Erfolgsaussichten?
Welche Möglichkeiten eröffnet eigentlich das Fachabitur? Reicht das für ein Fachschulstudium und wie sind da die Erfolgsaussichten, wenn das WG schon nicht geklappt hat? Hat er mit diesem Fachabitur einen Zugang zu Ausbildungsberufen in der Wirtschaftsinformatik? Wie heißen die? Wo kann er sich erkundigen?
Das Arbeitsamt/Berufsberatung fällt aus!
Von da kommen nur Empfehlungen für Berufe, die sonst niemand machen will und das mit gutem Grund. Außerdem dauert es jedes mal Monate, bis er da den gewünschten Beratungstermin bekommt. Die Berufsberatung scheint mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in die Arbeitslosigkeit zu führen.
Hat jemand bessere Vorschläge?
Meinem Sohn scheint der Ernst der Lage nicht bewußt zu sein. Er verläßt sich ganz darauf, daß ich ihn richtig berate, nur habe ich selbst keine Ahnung. 
Über hilfreiche Vorschläge und Informationen würde ich mich freuen.
Gruß,
Rainer