Abdichtung Bodenplatte

Hallo und guten Tag,

Folgende Situation:

Im Jahre 2008 habe ich von einer Firma mein Haus errichten lassen. Dabei hat die Firma sich um alles gekümmert. Bauanträge, Architektenarbeiten … einfach alles ! Von Außen sollte die Firma es fertig machen (Erdarbeiten, Kanalanschluss, Blindsockel, Bodenplatte, Mauern, Dach, Fenster, Türen und Putz)
Innen ebenfalls alles, außer der Dämmung der Decken und Maler- und Fliesenarbeiten.

Jetzt zu meinem Problem:

Anfang diesen Jahren (2012) ist mir beim Rasenmähen erstmals aufgefallen, das im Sockelputz diverse kleine Risse zu sehen sind. Auf den Seiten, wo wir Zierkies angefüllt haben, ist es am schlimmsten (ca. 35 Risse), auf den beiden gegenüberliegenden Seiten, wo Einfahrt und Terrasse sind, ist lediglich ein winziger Riss zu sehen.
Die Seiten von Terrasse und Einfahrt hat die Firma selbst angeschüttet und verdichtet. (Blindsockel unter Terasse, da wurde rund 1,20 Meter Schotter aufgefüllt)

Darauf hin habe ich bei der Hausbau Firma angerufen und denen den Schaden erklärt. Man antwortete mir nach ca. 2 Stunden, das ICH den Übergang von Bodenplatte zum Putz mir Bitumen hätte streichen müssen. Leider war da nie die Rede von, ich habe gedacht, wenn die außen alles fertig machen, dann machen die auch ALLES.

Wäre das bei o.g. Leistungen meine Aufgabe gewesen, das selber zu streichen.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

PS: Können Sie mir sagen, wir die weitere Vorgehensweise ist, selbst wenn ich mich nicht mit der Firma einigen kann. Außenrum komplett aufbaggern ? Ich habe schon Pflaster in der Einfahrt und auf der Terrasse. Unter der Terrasse ist rund 1,20 Meter Schotter aufgefüllt und meine kompletten Außenanlagen sind fertig.

Und wenn Sie mir jetzt och was über die ca. Kosten sagen könnten, die da auf mich zu kommen, dann ich mich auch mal wieder freuen. Sowas belastet einen schon sehr.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westerwald

Ich kann Ihnen die Frage leider nicht konkret beantworten.
In unserem Fall ging es um den Grundwasserspiegel und den Bau des Kellers. Da wäre der Architekt in der Tat verpflichtet gewesen - es gibt entsprechende Urteile - uns schriftlich darauf hinzuweisen eine GW-Messung durchführen zu lassen.
Ich könnte mir vorstellen, dass das ähnlich ist, wenn ein Bauunternehmer eine Leistung nur teilweise erbringt, sodass er die fachgerechte Ausführung nicht zu Ende bringen konnte. Er hätte möglicherweise schriftlich mitteilen müssen, dass die Bitumenabdichtung zwingend zur sachgerechten Ausführung gehört und von Ihnen noch erbracht werden muss. Ich weiß das aber nicht genau.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die Risse wirklich von der fehlenden Abdichtung herkommen. Kann sich bei Ihnen den geländebedingt überhaupt soviel Wasser am Sockelputz stauen, dass soviele Risse entstehen?
Befinden sich die Risse lediglich im Putz (das wäre doch weniger schlimm)oder befinden sie sich auch im Sockel? Ich vermute, dass sie einen Bausachverständigen einschalten müssen. Wenn sie nur eine sachgerechte Auskunft einholen, dürfte der finanzielle Aufwand dafür überschaubar sein - trotzdem vorher nach den Kosten fragen! Richtig teuer werden halt immer die unabhängigen Gutachten.
Wir hatten damals für den ersten Sachverständigen 500€ bezahlt, aber dann wussten wir wenigstens erstmal Bescheid.
Ihnen weiterhin alles Gute!!!
Freundliche Grüße aus Ostwestfalen
hemo321

Hallo,

die Vorgänge wiederholen sich scheinbar immer wieder. Wir hatten eine sehr ähnliche Situation.
In Kürze: Vor gut zwei Jahren neu gebaut, dann die Außenanlagen anlegen lassen, die Einfahrt und Wege um das Haus mit Kopfsteinpflaster verlegen lassen. Nun mussten wir leider das Kopfsteinpflaster neu verlegen lassen, da dieses völlig falsch verlegt wurde (nicht stabil.) Nun zu Ihrem Thema: bei dieser Arbeit wurde ich von der Firma, die die Verlegearbeiten durchgeführt hatte, darauf hingewiesen, dass der Putz, der in das Erdreich läuft, unbedingt mit einer Schutzfarbe versehen werden müsste (sonst würde sich der Putz von den Wänden lösen, da die Feuchtigkeit die Wand hochziehen würde). Großes Erstaunen meinerseits. Warum sagt mir das niemand??
Nach dem Anruf bei der Baufirma wusste ich, dass hier unbedingt etwas zu tun ist. NIEMAND hatte mir das mitgeteilt.

An Ihre Stelle würde ich schnellstens den Putz am Haus freilegen, um Feuchtigkeit aus dem Erdreich fernzuhalten. Am besten mal prüfen, ob der Putz noch zu retten ist und dann eine Reparatur durchführen lassen.
Übrigens: mit einem Gutachter ist das so eine Sache. Ich wollte bei meinen Pflastersteinen auch einen Gutachter einschalten, aber hier tragen Sie erstmal die Kosten (rund 1.500 - 2.000 Euro) und damit ist noch nichts erreicht. Dann kommt noch der Anwalt, vielleicht ein zweites Gutachten - meint Rat (aber das ist nur meine persönliche Erfahrung) - lieber selber zahlen und das Problem schnell beheben.

Ich wünsche Ihnen viel Glück mit dem Thema,

viele Grüße

Hallo racerlein,
leider bin ich kein Experte für Baurechtsfragen und kann Ihnen deswegen nicht weiterhelfen.
Gruß wollklee

Hallo,
leider kannich IHnen in Ihrem Problemfall nicht weiterhelfen. Sie sollten sich an eine Bausachverständigen wenden. Der kann Ihnen dann alles sagen was nötig ist, denn unser Gebiet ist die Vesorgungstechnik, Heizung Lüftung, sanitär und Klimatechnik.
Ich hoffe Sie können Ihr Problem schnellstmöglich klären…

MFG

Hallo Racerlein,

Wer beim Hausbau was wie machen muss sollte in allen Einzelheiten im Hausbau-Vertrag stehen.
Da das Haus erst 4 Jahre alt ist gilt normalerweise noch die Garantie des Unternehmens das Ihr Haus gebaut hat.
Um zu beurteilen woher die Risse kommen und dann entsprechende Sicherungsmaßnahmen angehen zu können müsste man sich das Haus genauer anschauen. Dies können unabhängige Baugutachter machen. Namen und Adressen kann man bei der Verbraucherzentrale erfragen oder sich selber im Internet suchen. Die Stundenlöhne besagter Gutachter sind mir nicht bekannt.
Der Gutachter sagt Ihnen dann welche Arbeiten am Haus gemacht werden müssen damit die Risse nicht weiter wachsen und auch keine neuen dazu kommen. Er kann Ihnen auch die ungefähren Kosten dieser Arbeiten nennen.
Sollte der Gutachter feststellen; dass der Bauunternehmer beim Bau Ihres Hauses Fehler gemacht hat könnten sie dieses Unternehmen zur Reparatur bzw. Beseitigung der Fehler verpflichten. Wenn es sich dabei aus der Verantwortung ziehen möchte könnten Sie ihn mit Hilfe eines Rechtsanwaltes oder sogar des Gerichtes zur Beseitigung der Schäden zwingen. Dies kann eine längere Geschichte werden bei der man als Hausbesitzer schon mal die Nerven verlieren kann.

Ich wünsche Ihnen aber; dass Sie die Schäden an Ihrer Hütte schnell, problemlos und für Sie kostengünstig beseitigt bekommen.

Ich wünsche Ihnen dazu alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen, unbekannterweise,
Jakobert

Hallo und guten Abend an alle :smile:,

vielen Dank für die Antworten.
Heute war ein Unternehmer zusammen mit einem Gutachter vor Ort (Gutachten ca. 300€). Es fehlt lediglich die Wassersperre vom Sockel zum Putz, die Wassersperre von Bodenplatte zur ersten Steinreihe und die auf der ersten Steinreihe sind in Ordnung. An den Seiten, wo gepflastert wurde, ist ordnungsgemäß von der „Pflasterfirma“ eine Wassersperre eingearbeitet worden.
Der Schaden (Zierkies entfernen, freigraben, Sockelputz abschlagen, Wassersperre einbauen, neue Verputzen, streichen, und Außenanlage wieder in ursprüngliche Form bringen) beläuft sich auf verhältnismäßig geringe 1100 €. Obgleich ich mit der Baufirma noch keine Einigung erzielt habe, werde ich, um weitere Schäden zu vermeiden, in Vorleistung treten.
Ich bedanke mich recht herzlich für die hier gegebenen Antworten. Sie haben mir sehr weiter geholfen. Ich werde dieses Forum gerne weiter empfehlen.

Danke und Grüße aus dem Westerwald

Halo racerlein, zu Deiner Anfrage: zunächst mal müßtest Du den Vertrag in einem Rechtsanwaltlichen Beratungsgespräch (festes Honorar vorher vereinbaren!) prüfen lassen, v.a., wer für das Streichen mit Bitumen verantwortlich ist. Bitumen muß unbedingt an das haus von außen,das kann auf keinen Fall so bleiben, denke ich.
Ist die Baufirma sicher verantwortlich - was zumindest auf der Seite, auf der die Firma außen Schotter usw. aufgeschüttet hat, wahrscheinlich ist -, muß im nächsten Schritt ein Gutachter den Schaden bewerten. Dann kannst Du nach Fristsetzung für die Baufirma selbst anfangen, alles aufzugraben. Ich würde außer Bitumen auch noch eine Kellerdämmung von außen anbringen, wenn es schon mal auf ist.
Bist Du selbst verantwortlich, hast du Pech gehabt. Gruß frietz

Hallo,

falls die Firma nicht einlenkt, würde ich in jedem fall einen Anwal einschalten, um ihn zumindest die Verträge prüfen zu lassen.

Um die Kosten zu ermitteln, würde ich einen oder zwei Firmen bitten, einen Kostenvoranschlag machen zu lassen.

gruß
Martin

diese Firma sollte vor Ort den Schaden begutachten und selbst beheben. Kosten die der Firma und NICHT Ihnen entstehen. Rein rechlich haben die bei Murks keine Chance vor Gericht.

Gruß Jauernig

so hab ich mir das Ganze vorgestellt !
Also:

Nachdem die Baufirma da war, und der Chef sich das angesehen hat, gings ganz schnell. Ich habe die Ziersteine alle wieder herausgenommen, und möglichst weit freigelegt. 2 Tage später war die Baufirma da und hat Mittwochs, Donnerstags und Freitags jeweils einmal mit Bitumen gestrichen. Und Samstags war jemand da und hat den Sockelputz abgeklopft bzw. neu verspachtelt und montags ist alles neu gestrichen worden.
So habe ich mir das vorgestellt. Ganz unkompliziert und freundlich. Und als Entschuldigung habe ich noch ein 3-Monats-Abo Pralinen bekommen.

Grüße aus dem Westerwald