Hallo zusammen,
nachdem ich bislang nicht in der Notwendigkeit steckte ein eigenes Auto zu haben und immer nur mit Wagen gefahren bin, die auf andere zugelassen sind (Freundin oder Familie), muß nun durch einen Arbeitsstellen-Wechsel ein eigenes Auto her.
Ich habe seit 14 Jahren den Führerschein und werde zum Arbeitsplatz und zurück täglich ca. 80 km abspulen. Finanziell hab’ ich es momentan nicht so dicke, bin beim neuen Arbeitgeber ja auch erstmal 6 Monate in der Probezeit, realistisch darf der Wagen daher etwa 2500€ in der Anschaffung kosten.
Wie komme ich jetzt zu einem für mich optimalen Auto? Wie geht man die Sache generell an, worauf muß man achten?
Ich dachte an einen Kompaktwagen, Größenordnung Golf, Astra, etc. weil ich damit einen „gewissen Komfort-Vorteil“ und ein bißchen mehr Knautschzone gegenüber einem Kleinwagen hätte.
Oder stehe ich mich mit einem kleinen Auto a la Polo, Corsa, Fiesta doch besser weil das im Bezug auf Versicherung, Verbrauchswerten usw. die bessere Anschaffung bedeutet?
Und: kauft man lieber einen Japsen weil die in der Pannenstatistik gut wegkommen und als zuverlässig gelten, oder ist es geschickter einen weit verbreiteten Wagen wie Golf/Astra etc. zu fahren weil man leichter/preiswerter an Ersatzteile kommt?
Ich bräuchte also ein paar Tips sowohl hinsichtlich der „Einkaufspolitik“, welches Auto sich für mich empfehlen könnte als auch ein paar Hinweise wie man sich eine passende Versicherung sucht etc.
Insofern als ich bisher nie damit zu tun hatte weiß ich nicht genau wie man an so eine Aktion wie die Anschaffung eines neuen Autos herangeht und welche Aspekte für mich eine Rolle spielen.
Vielen Dank für eure Hilfe! 
Gruß,
MecFleih
Hi!
Vorweg: zum Autokauf solltest Du einen erfahrenen bekannten mitnehmen.
Hast Du keinen, kannst Du während der Probefahrt zur Prüfung zum nächsten ADAC-Stützpunkt fahren. Ist der Verkäufer damit nicht einverstanden, kannst Du das Auto sowieso vergessen.
Du musst nur vorher einen Termin beim ADAC vereinbaren. Für Mitglieder ist das m.W. sogar kostenlos.
Bei http://www.mobile.de finden sich einige Golf 3 unter 100.000 Km Laufleistung für 2-3 TEUR. Das sollte eine gute Wahl für Dein Budget sein. Ich bin normalerweise kein VW-Verfechter, aber die Golf 3 sind generell ordentliche Autos mit guter Ersatzteilversorgung auch auf Schrottplätzen.
Worauf Du achten solltest: am besten kauft man ein so altes Auto aus 1.Hand von einem Opi. Zu viele Vorbesitzer sollte der Wagen nicht haben, ich würde die Grenze bei 2 ziehen. Kilometerstand unter 100.000. Ein Serviceheft muss beiliegen und lückenlos geführt sein, sonst gilt: Finger weg! Der Wagen muss einen geregelten Katalysator haben, sonst ist die Kfz-Steuer sehr hoch. Bremsen und Reifen sollten noch brauchbar sein. Optimalerweise gibt es Winterreifen gleich dazu.
Generell würde ich ein sauberes, einfach ausgestattetes Auto der ungepflegten Vollausstattung vorziehen.
Das Auto sollte keine oder nur vom Fachmann reparierte Unfallschäden haben/gehabt haben.
Ferner ist natürlich auch zunächst der äußere Eindruck interessant. Eine tiefgelegte Kiste mit Rennsport-Aufklebern wird wohl kaum immer schonend bewegt worden sein. Ein Golf mit Original-Asphaltschenidern vom Opi hingegen ist wahrscheinlich eher schonend gefahren worden. Wenn der letzte Halter den Wagen nur 6 Monate hatte, stellt sich auch die Frage, weshalb er ihn nun wieder verkauft. Was macht der Verkäufer generell für einen Eindruck?
Am Ende ist dann noch zu prüfen, ob die Fahrgestellnummer am Fahrzeug mit derjenigen im Kfz-Brief übereinstimmt.
Grüße,
Mathias
Hi Mathias,
super Artikel :o). Da möchte ich nur noch den Hinweis hinzufügen, das vor allem bei VW-Dieseln darauf zu achten ist, das bei 90.000 km der Zahnriemen gewechselt werden muß. Dies ist i.d.R. mit nicht ganz unerheblichen Kosten verbunden und sollte bei Fahrzeugen, die von der Laufleistung her in die Nähe von 90000 km kommen mit einberechnet werden. Zudem ist das ein recht gutes Argument beim Handeln um den Preis ;o).
Grüßle
Frank K.