kann mir jemand den Titel (und Autor) eines (irgendeines) Romans nennen, der vor 1771 erschienen ist, und in dem es um Entdeckungsreisen in den Urwald geht? Sowas in die Richtung „Schatzinsel“ von Stevenson, aber das ist leider erst 1883 erschienen. Wenn m"oglich sollte es sich um einen Abenteuerroman handeln, aber auch ein Erlebnisbericht geht. Und toll waere es, wenn es von einem Franzosen geschrieben waere.
ergänzend kann man noch die „Wunderliche Fata einiger See-Fahrer“ von Johann Gottfried Schnabel aus dem Jahre 1731 nennen (weitere Teile 1732, 1736, 1748), die später (1828) unter dem Titel „Die Insel Felsenburg“ neu erschienen ist. Allerdings ist das Robinson-Vorbild unverkennbar.
ein zu seiner Zeit sehr bekannter französischer Schriftsteller, der Reiseberichte verfaßt hat, ist Jean-Baptiste Tavernier (1605–89), sein Hauptwerk wurde 1681 ins Deutsche übersetzt: „Beschreibung Der Sechs Reisen/ Welche Johan Baptista Tavernier, Ritter und Freyherr von Aubonne, In Türckey/ Persien und Indien/ innerhalb viertzig Jahren/ durch alle Wege/ die man nach diesen Länderen nehmen kan/ verrichtet/ Worinnen Unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion/ Regierung/ Gebräuchen und Handlungen/ jeglichen Landes enthalten. Samt den Figuren/ Gewichten und dem Maß der Müntzen/ welche in diesen Länderen gangbar sind / Anfangs Frantzösich beschrieben/ und in drey Theil abgetheilt/ anjetzo aber nebenst der Beschreibung des Türckischen Serrails, und der Krönung des jetzt Regierenden Königs in Persien/ in der Hoch-Teutschen Sprach ans Liecht gestellt/ Durch Johann Herman Widerhold“. 1984 gab Thienemann die Reisebeschreibungen in neuerer Übersetzung unter dem weniger sperrigen Titel Reisen zu den Reichtümern Indiens heraus.
bei 2001 kann ich das Buch nicht finden. Außerdem gibt es noch einige weitere thematische Übereinstimmungen, aber darauf will ich jetzt nicht rumreiten.
bei 2001 kann ich das Buch nicht finden. Außerdem gibt es noch
einige weitere thematische Übereinstimmungen, aber darauf will
ich jetzt nicht rumreiten.
Ja, ja, das Wasser drumherum.
Ansonsten hatte man doch ein Schiff, mit welchem man Ausrüstung aus Europa holte.
Man wollte dort wohnen, hatte mit diesem Schiff Gelegenheit, wieder zu verschwinden, blieb aber. Und das nicht nur Robinson, sondern ein ganzer Familienclan mit vielen Schwiegersöhnen und -töchtern.
Ich meinte mehr den Schiffbruch als solchen, den Urwald, den Gegensatz zu den Kannibalen, die Gesellschaftskritik etc. Dass die Handlung insgesamt eine andere ist, habe ich ja nicht bestritten. Auch nicht, dass gerade in diesen Unterschieden das Originelle des Buches liegt, was es über die anderen Crusoe-nachahmenden Werke erhebt. Das ändert aber nichts daran, dass auch dieses Buch im Fahrwasser von Defoe segelt. Aber letztlich ist das ja egal, ich finde das keinen Streit wert. Die Frage war ja auch eine ganz andere.