der Friedhöfe ???
Hallo zusammen,
jetzt weiss ich zwar, ab wann es Friedhöfe gab,
aber nicht deren Ursprung.
Woher kommen Friedhöfe - welchen Ursprung haben sie ???
Danke für Eure Antworten.
Gruss BelRia
der Friedhöfe ???
Hallo zusammen,
jetzt weiss ich zwar, ab wann es Friedhöfe gab,
aber nicht deren Ursprung.
Woher kommen Friedhöfe - welchen Ursprung haben sie ???
Danke für Eure Antworten.
Gruss BelRia
Hallo !
Meinst Du „Friedhöfe“ aus christlicher Geschichte oder Begräbnisstätten?
Gruß Werner
Hallo Werner,
Meinst Du „Friedhöfe“ aus christlicher Geschichte oder
Begräbnisstätten?
> sowohl als auch - !
Gruss BelRia
Hallo BelRia!
Ein Sachsenfriedhof in Rullstorf, Niedersachsen. Er endet an der Wende zum Christentum.
Als Beigaben Pferde, Hunde, Kettenhemden, Schmuck und vergoldete Perlen.
Urnenfriedhof bei Uelzen, Niedersachsen. Im 3. bis 4. Jahrhundert n. Chr. angelegt.
Gräberfeld in Collinghorst, Niedersachsen. Aus spätneolithischer Zeit.
Das Pestruper Gräberfeld. Ein mehrere m² großes Gräberfeld.
Allein in Niedersachsen gibt es hunderte Grabanlagen.
Gruß Werner
Hallo Werner,
danke für Deine Antwort 
Ich wollte eigentlich mehr wissen, warum und wieso und woher kommt das Anlegen von Begräbnisstätten und Friedhöfen ?
Wo hat es seinen Ursprung,
wann begannen Menschen dieses zu tun
und warum ?
Ein Sachsenfriedhof in Rullstorf, Niedersachsen. Er endet an
der Wende zum Christentum.
Als Beigaben Pferde, Hunde, Kettenhemden, Schmuck und
vergoldete Perlen.Urnenfriedhof bei Uelzen, Niedersachsen. Im 3. bis 4.
Jahrhundert n. Chr. angelegt.Gräberfeld in Collinghorst, Niedersachsen. Aus
spätneolithischer Zeit.Das Pestruper Gräberfeld. Ein mehrere m² großes Gräberfeld.
Allein in Niedersachsen gibt es hunderte Grabanlagen.
Gruß Werner
Beim Pestruper Gräberfeld soll es heißen :
Mehrere km² groß.
Ich wollte eigentlich mehr wissen, warum und wieso und woher
kommt das Anlegen von Begräbnisstätten und Friedhöfen ?Wo hat es seinen Ursprung,
wann begannen Menschen dieses zu tun
und warum ?
Hallo BelRia,
ganz einfach:
Der Ursprung liegt im religiösen Glauben an das Leben nach dem Tod. Daraus erklären sich auch die Grabbeilagen, mit denen die Verstorbenen für ihr „neues“ Leben gerüstet werden sollten: Verpflegung, Vermögen, standesgemäße Kleidung etc.
Das Anlegen von Begräbnisstätten ist insofern uralt! Alle bekannten Kulturen hatten solche. Selbst aus der Steinzeit sind Hügelgräber erhalten.
Grüße, Alie.
Ich wollte eigentlich mehr wissen, warum und wieso und woher
kommt das Anlegen von Begräbnisstätten und Friedhöfen ?Wo hat es seinen Ursprung,
wann begannen Menschen dieses zu tun
und warum ?
Hallo Alie,
Der Ursprung liegt im religiösen Glauben an das Leben nach dem
Tod.
> dann heissen die nächste Frage:
a) seit wann gibt es den relig. Glauben
und
wann hat man begonnen Begräbnistätten und Friedhöfe zu bauen
b) was sind dann Begräbnisstätten - gehören sie auch zum relig. Glauben ??
c) wann sind sie entstanden.
d) was machte der Urmensch z.B., der ja keinem relig. Glauben angehörte -
e) wo kam der Ursprung dieser Sitte her - aus welchem Land
Kontinet - ???
Irgendwoher muss es doch gekommen sein, denn so alt ist der relig. Glaube ja noch nicht. Begräbsnistätten gibt es bestimmt schon länger - nur wo hatten sie ihren anfang.
Und was hat das mit relig. Glauben zu tun ??. Das ist nur ein teilchen davon.
Gruss BelRia
Daraus erklären sich auch die Grabbeilagen, mit denen die
Verstorbenen für ihr „neues“ Leben gerüstet werden sollten:
Verpflegung, Vermögen, standesgemäße Kleidung etc.
Das Anlegen von Begräbnisstätten ist insofern uralt! Alle
bekannten Kulturen hatten solche. Selbst aus der Steinzeit
sind Hügelgräber erhalten.Grüße, Alie.
Hallo BelRia,
aus der Evolutionsgeschichte des Menschen:
300’000- 40’000 v. Chr.: Zeit der Früh-Sapiens (bzw. Prä-Neandertaler) und der Neandertaler (Mittelpaläolithikum); Aufkommen von neuen Steintechnologien (Levallois-Technik); Epoche der sozialökonomischen Formierung; Ursprung von Mythen und Spiritualität; erste Bestattungen und Grabsitten
Hilfreich?
Grüße, Allie.
Hallo nochmal,
die älteste bekannte Bestattung scheint die von Qafzeh in Israel zu sein; es handelt sich um das Skelett einer jungen Frau mit Baby vom Typ Homo sapiens in Schichten, die um 100 000 Jahre datiert werden.
Dazu habe ich eine interessante Abhandlung gefunden, die viele deiner Fragen nach dem Ursprung des Totenkults beantworten dürfte: http://www.unet.univie.ac.at/~a8612692/Arch%E4oNews/…
Allie *diesichjetztauchweitergebildethat*
Hallo BelRia!
Wann sie damit anfingen, kann heute wohl niemand mehr sagen. Aber die ältesten Zeugnisse von Menschen sind immerhin Gräber. Und wenn man davon ausgeht, daß Europa früher sehr dünn besiedelt war, kann man bei einem halben Dutzend Gräbern ja fast schon von einem Friedhof reden.
In den Bestattungsbräuchen fanden im Laufe der Jahrtausende mehrfach Veränderungen statt. Bis zum Beginn der jüngeren Bronzezeit, also etwa bis 1200 v. Chr., herrschte der Brauch der Körperbestattung. Der Verstorbene wurde sehr sorgfältig in einen Sarg aus Stein oder Eichenholz gebettet. Den Boden des Sarges bedeckte man zunächst mit einer weichen Unterlage aus Gras und Kräutern und breitete darauf eine Rinderhaut aus. Auf diese wurde der Verstorbene vollbekleidet gelegt, die Männer rasiert und angetan mit ihren Waffen, die Frauen sorgfältig frisiert und versehen mit ihrem Schmuck. Außerdem wurden mehrere Töpfe mit Speise und Trank als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits hinzugefügt. Nach Schließen des Sarges errichtete man darüber einen Grabhügel.
Der Grund dieser aufwendigen Zeremonie und Ausstattung war das Weiterleben nach dem Tod, irgendwo. Man begrub also die Toten, damit diese weiterleben konnten.
Ab der jüngeren Bronzezeit breitete sich dann von Südosten kommend über ganz Europa die Sitte der Leichenverbrennung und Urnenbestattung aus. Also war ein Umdenken für das Leben nach dem Tod erfolgt .
Im ersten Jahrhundert n. Chr. kam dann wieder der Brauch der Körperbestattung auf, ohne jedoch die Sitte der Brandbestattung ganz zu verdrängen. Beide Bestattungsarten bestanden bis zur Christianisierung nebeneinander, was den Schluß zuläßt, daß bis dahin der Unterschied und Wechsel in der Art der Bestattung nicht eine Änderung der religiösen Anschauungen bedeutete.
Die Germanen glaubten an ein Leben nach dem Tod und gingen deshalb so gut mit ihren Toten um, aus Angst, daß diese ihnen, den Lebenden, gefährlich werden könnten, wenn man nicht ehrenvoll genug mit ihnen, als Tote, umging.
Grabstätten waren heilige Orte und da war das Zusammenlegen von mehreren Gräbern sinnvoll .
Gruß Werner
back to the roots
mythen- und ritualgeschichtlich kann man zeigen, daß Totenkulte wesentlicher Bestandteil von frühen religiösen Ausprägungen gewesen sind. Sie hängen eng mit kosmogonischen (= Weltentstehungs-)Vorstellungen zusammen.
Hier einige Hauptmerkmale (ohne Belege und Begründungen, sonst wird zu lang):
Basis aller kultischen Erscheinungen ist die Unterscheidung von sakralen und profanen Orten, Zeiten und Handlungen. Dabei ist die Grenz ziehung bzw. der Akt der Grenzüber schreitung zwischen dem Heiligen (fanum) und dem Bereich außerhalb des Heiligen (pro-fanum) das Wichtigste
Die Kosmogonie wird ganz generell so gedacht, daß mit ihr eine Grenzziehung zwischen der (nun existierenden) Welt und der mythischen Vor- oder Urwelt hergestellt wird (typisch das Bild der aus dem Wasser auftauchenden „Insel“ oder der „Berg“ oder auch der Hag = Gehege, d.h. der abgegrenzte heilige Hain mitten in der Wildnis - siehe hebr. „gan b’edän“, der „Lustgarten“)
Wenn man nun innerhalb der (geografischen/historischen) Welt einen (durch entsprechende rituelle Akte) wohldefinierten Bezirk aus- bzw. eingrenzt, kann man durch Überschreiten dieser Grenze symbolisch (besser: „rituell“) an den Archetyp dieser Grenze zurückkehren: d.h. (a.)räumlich an den (mythischen) Ort, wo die Welt entstand (dieser Bezirk wird nämlich als Welt zentrum gedacht, das mit der kosmischen Grenze koinzidiert) und (b.)zeitlich in den Akt der Weltentstehung. Räumlich und zeitlich die Grenze zum Heiligen überschreiten heißt also an den räumlichen und zeitlichen Anfang des Kosmos zurückkehren. Ein Hinweis dazu aus der lat. Sprache: mit griech. „temn-ein“ = (aus)schneiden ist verwandt lat. „temp-lum“ = heiliger Ort, und „temp-us“ = heilige Zeit.
Ein Beispiel solcher heiligen Orte ist nun die Totenstätte (räumlich, denn zeitlich hat der Gestorbene eh diese besagte Grenze überschritten, wodurch übrigens zur „persona sacra“ wird). Daß diese Stätte als „fanum“ aufgefaßt wird, erkennt man an der (meist) rechteckigen Gestalt der Gräber (wie auch der „Tempel“), die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist, und der Tote liegt mit dem Blick nach Osten. Hügelgräber (ähnlich wie Pyramidentempel) re-aktualisieren dabei das mythische Weltganze - „Insel“ oder „Berg“ inmitten der Ur-Welt, oder eben den (Ur-)Garten: Daher die Blumenkulte.
Mit zweien von den prinzipiellen Formen, wie der Akt der Weltenstehung gedacht wurde (aus dem Feuer oder als Aufspaltung zwischen Himmel und Erde) hängen nun die drei Formen von Totelkult zusammen: Der Tote wird verbrannt (Feuer, assoziiert an Feuergötter wie z.B. Agni) oder er wird (auf erhöhtem Podest) den Vögeln (des Himmels - uranische, männliche Götter) zum Fraß ausgeliefert oder er wird in die Erde (chthonische, weibliche Götter) gelegt. Die Traditionen weiterer Typen von Grabbeigaben hängen ebenfalls mit den Charakteristiken diverser Schöpfergöttergestalten zusammen
Mit der Erd bestattung, besonders die in Höhlen, hat es dabei eine ganz besondere Bewandtnis: Kosmogonisch ist nämlich die Erde Archetyp für das weibliche Prinzip (ich kenne keine antike Kultur, in der das anders war). Auf Malta findet man Felsen-Höhlen-Tempel (ca. 8000 v. Chr.) in der Gestalt eines weiblichen Unterleibes, besonders deren Eingänge. Auch die Höhlen des Berges Ida auf Kreta, in denen prähistorische Blumen nachgewiesen wurden, sind Zeugen dieser Auffasung. Ebenfalls natürlich die Höhlen Südfrankreichs und Nordspaniens, in denen Marie König deutliche Hinweise auf kosmogonische Symbole nachgewiesen hat. Die Erd- oder Höhlenbestattung bedeutet in diesem Kontext mythologisch die Rückkehr in den Uterus (der Ur-welt vor der Kosmogonie), wobei zu beachten ist, daß umgekehrt die Geburt ebenfalls als eine Reaktualisierung der kosmogonischen Trennung (Himmel/Erde, männlich/weiblich, Mutter/Kind) einer vorweltlichen Einheit aufgefaßt wurde.
Wieweit historisch solche Riten heute zurückverfolgt werden können, dazu wurden unten ja schon einige Links gepostet…
Gruß
Metapher
PS: bei Interesse weitere mythologische oder ritualtheoretische Einzelheiten 
Hallo BelRia!
Hier ein Verlag, der einige sehr gute Bücher über das Thema verlegt :
„Wohin die Toten gehen“ von Mamoun Fansa.
Kult und Religion in der Steinzeit. Nordwestdeutschland.
ISBN 3-89598-744-1 Buch anschauen
„Großsteingräber zwischen Weser und Ems“ von Mamoun Fansa.
Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland.
ISBN 3-89598-741-7 Buch anschauen
„Verborgen seit 5000 Jahren“ von U.Dirks/S.Grefen-Peters.
Ausgrabung einer jungsteinzeitlichen Totenhütte.
ISBN 3-89598-651-8 Buch anschauen
„Grabgeschichte(n) für große und kleine Leute“ von Marianne Janssen.
Was Gräber vom Leben erzählen.
ISBN 3-89598-745-X Buch anschauen
„Ein Gräberfeld erzählt Geschichte“ von H-J Häßler
Archäologen zu Besuch bei den Altsachsen auf dem Heidberg bei Liebenau.
ISBN 3-89598-543-0 Buch anschauen
Gruß Werner
Hallo Allie,
danke. DAS kommt dem was ich wissen wollte am nächsten, wenn auch nicht zu 100%
.
Denn warum dieser Kult, wird nicht so einfach zu klären sein und dabei meine ich nicht den Glaubens-Kult.
Gruss BelRia
die älteste bekannte Bestattung scheint die von Qafzeh in
Israel zu sein; es handelt sich um das Skelett einer jungen
Frau mit Baby vom Typ Homo sapiens in Schichten, die um 100
000 Jahre datiert werden.
Dazu habe ich eine interessante Abhandlung gefunden, die viele
deiner Fragen nach dem Ursprung des Totenkults beantworten
dürfte:
http://www.unet.univie.ac.at/~a8612692/Arch%E4oNews/…Allie *diesichjetztauchweitergebildethat*
Hallo,
es ging mir mehr um den Ursprung dieses Kultes.
Warum begannen Menschen damit, ihre Toten wie auch immer zu bestatten ?
Gruss BelRia
PS: bei Interesse weitere mythologische oder
ritualtheoretische Einzelheiten
)mythen- und ritualgeschichtlich kann man zeigen, daß
Totenkulte wesentlicher Bestandteil von frühen religiösen
Ausprägungen gewesen sind. Sie hängen eng mit kosmogonischen
(= Weltentstehungs-)Vorstellungen zusammen.Hier einige Hauptmerkmale (ohne Belege und Begründungen, sonst
wird zu lang):
Basis aller kultischen Erscheinungen ist die
Unterscheidung von sakralen und profanen Orten, Zeiten und
Handlungen. Dabei ist die Grenz ziehung bzw. der Akt der
Grenzüber schreitung zwischen dem Heiligen (fanum) und
dem Bereich außerhalb des Heiligen (pro-fanum) das WichtigsteDie Kosmogonie wird ganz generell so gedacht, daß mit ihr
eine Grenzziehung zwischen der (nun existierenden) Welt und
der mythischen Vor- oder Urwelt hergestellt wird (typisch das
Bild der aus dem Wasser auftauchenden „Insel“ oder der „Berg“
oder auch der Hag = Gehege, d.h. der abgegrenzte heilige Hain
mitten in der Wildnis - siehe hebr. „gan b’edän“, der
„Lustgarten“)Wenn man nun innerhalb der (geografischen/historischen)
Welt einen (durch entsprechende rituelle Akte)
wohldefinierten Bezirk aus- bzw. eingrenzt, kann man durch
Überschreiten dieser Grenze symbolisch (besser: „rituell“) an
den Archetyp dieser Grenze zurückkehren: d.h.
(a.)räumlich an den (mythischen) Ort, wo die Welt
entstand (dieser Bezirk wird nämlich als Welt zentrum
gedacht, das mit der kosmischen Grenze koinzidiert) und
(b.)zeitlich in den Akt der Weltentstehung. Räumlich
und zeitlich die Grenze zum Heiligen überschreiten heißt also
an den räumlichen und zeitlichen Anfang des Kosmos
zurückkehren. Ein Hinweis dazu aus der lat. Sprache: mit
griech. „temn-ein“ = (aus)schneiden ist verwandt lat.
„temp-lum“ = heiliger Ort, und „temp-us“ = heilige Zeit.Ein Beispiel solcher heiligen Orte ist nun die Totenstätte
(räumlich, denn zeitlich hat der Gestorbene eh diese besagte
Grenze überschritten, wodurch übrigens zur „persona sacra“
wird). Daß diese Stätte als „fanum“ aufgefaßt wird, erkennt
man an der (meist) rechteckigen Gestalt der Gräber (wie auch
der „Tempel“), die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet
ist, und der Tote liegt mit dem Blick nach Osten. Hügelgräber
(ähnlich wie Pyramidentempel) re-aktualisieren dabei das
mythische Weltganze - „Insel“ oder „Berg“ inmitten der
Ur-Welt, oder eben den (Ur-)Garten: Daher die Blumenkulte.Mit zweien von den prinzipiellen Formen, wie der Akt der
Weltenstehung gedacht wurde (aus dem Feuer oder als
Aufspaltung zwischen Himmel und Erde) hängen nun die drei
Formen von Totelkult zusammen: Der Tote wird verbrannt (Feuer,
assoziiert an Feuergötter wie z.B. Agni) oder er wird (auf
erhöhtem Podest) den Vögeln (des Himmels - uranische,
männliche Götter) zum Fraß ausgeliefert oder er wird in die
Erde (chthonische, weibliche Götter) gelegt. Die Traditionen
weiterer Typen von Grabbeigaben hängen ebenfalls mit den
Charakteristiken diverser Schöpfergöttergestalten zusammenMit der Erd bestattung, besonders die in Höhlen, hat
es dabei eine ganz besondere Bewandtnis: Kosmogonisch ist
nämlich die Erde Archetyp für das weibliche Prinzip (ich kenne
keine antike Kultur, in der das anders war). Auf Malta findet
man Felsen-Höhlen-Tempel (ca. 8000 v. Chr.) in der Gestalt
eines weiblichen Unterleibes, besonders deren Eingänge. Auch
die Höhlen des Berges Ida auf Kreta, in denen prähistorische
Blumen nachgewiesen wurden, sind Zeugen dieser Auffasung.
Ebenfalls natürlich die Höhlen Südfrankreichs und
Nordspaniens, in denen Marie König deutliche Hinweise auf
kosmogonische Symbole nachgewiesen hat. Die Erd- oder
Höhlenbestattung bedeutet in diesem Kontext mythologisch die
Rückkehr in den Uterus (der Ur-welt vor der Kosmogonie), wobei
zu beachten ist, daß umgekehrt die Geburt ebenfalls als eine
Reaktualisierung der kosmogonischen Trennung (Himmel/Erde,
männlich/weiblich, Mutter/Kind) einer vorweltlichen Einheit
aufgefaßt wurde.Wieweit historisch solche Riten heute zurückverfolgt werden
können, dazu wurden unten ja schon einige Links gepostet…Gruß
MetapherPS: bei Interesse weitere mythologische oder
ritualtheoretische Einzelheiten
Hallo BelRia,
nachdem du deine Frage so oft stellen musstest, möchte ich auch einen Versuch starten.
es ging mir mehr um den Ursprung dieses Kultes.
Was passiert mit einem Menschen in einer primitiven Kultur der tod da liegt.
1.) Er verwest und stinkt babarisch.
2.) Raubtiere und Aasfresser kommen und fressen den Leichnam.
Logischerweise kann man deshalb den Leichnam nicht um die Ecke liegen lassen. Entweder wird der Leichnam weit weggeschleppt oder entsorgt, d.h. vergraben oder verbrannt.
Wenn man den Bewegungsraum der primitiver Kulturen beachtet, hätte man den Leichnam entweder mindestens eine Tagesreise weit weg bringen müssen oder an einen gesonderten Platz in der Nähe, den man wegen den Raubtieren und Aasfressern meidet. Ein Begräbnis ist da weniger arbeitsintensiv.
Ein Friedhof ist letzlich eine Kombination von beidem.
Dazu kommen natürlich Gefühle der Angehörigen dazu. Der Anblick eines Angehörigen der verwest und gefressen wird ist unangenehm.
Weiterhin sind Riten, d.h. formalisierte Verhaltensweise ein natürlicher Bestandteil des Menschen.
Deshalb würde ich behaupten, dass es allein aus logischen Gründen Begräbnisriten solange gibt, wie es bewußt denkende Menschen gibt. Die Ganzen anderen Faktoren kommen sowieso noch dazu
Gruß
Carlos
der Friedhöfe ???
Hallo BelRia,
gemäß der Schöpfungsgeschichte ist der Mensch aus Erde geformt.
Und Gott sagte zu Adam nach dem Sündenfall: „Denn du bist Erde und sollst wieder zu Erde werden.“ (Genesis 3,19)
Und da ist es doch logisch, dass man den Toten in die Erde legt.
Gruss Harald
Hallo Carlos,
> so ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt.
Wobei ich noch ergänzen möchte, dass es bestimmt auch um die Ausbreitung und Verhinderung von Krankheiten gegangen ist.
Danke
)
Gruss BelRia
nachdem du deine Frage so oft stellen musstest, möchte ich
auch einen Versuch starten.es ging mir mehr um den Ursprung dieses Kultes.
Was passiert mit einem Menschen in einer primitiven Kultur der
tod da liegt.
1.) Er verwest und stinkt babarisch.
2.) Raubtiere und Aasfresser kommen und fressen den Leichnam.Logischerweise kann man deshalb den Leichnam nicht um die Ecke
liegen lassen. Entweder wird der Leichnam weit weggeschleppt
oder entsorgt, d.h. vergraben oder verbrannt.
Wenn man den Bewegungsraum der primitiver Kulturen beachtet,
hätte man den Leichnam entweder mindestens eine Tagesreise
weit weg bringen müssen oder an einen gesonderten Platz in der
Nähe, den man wegen den Raubtieren und Aasfressern meidet. Ein
Begräbnis ist da weniger arbeitsintensiv.Ein Friedhof ist letzlich eine Kombination von beidem.
Dazu kommen natürlich Gefühle der Angehörigen dazu. Der
Anblick eines Angehörigen der verwest und gefressen wird ist
unangenehm.
Weiterhin sind Riten, d.h. formalisierte Verhaltensweise ein
natürlicher Bestandteil des Menschen.Deshalb würde ich behaupten, dass es allein aus logischen
Gründen Begräbnisriten solange gibt, wie es bewußt denkende
Menschen gibt. Die Ganzen anderen Faktoren kommen sowieso noch
dazuGruß
Carlos
fraglich
Hi Harald
verwunderlicher Vorschlag der Deutung, wo Du doch unten vielfach gelesen hast, daß Erdbestattungen inzwischen bis über 100000 Jahre v.u.Zt nachgewiesen sind… da gabs diesen Text noch nicht 
Außerdem sind Erdbestattungen in der ganzen Welt aufgetreten, vor allem in Kulturen, die mit den semitischen bzw. spezieller israelitischen nicht die geringste berührung hatten und in zeiten (s.o.), als es weder Israeliten noch Semiten überhaupt gab 
Man kann mit der Bibel keine Palöaoanthropologischen Fragen klären.
Gruß
Metapher
logisch
Hi Metapher
verwunderlicher Vorschlag der Deutung, wo Du doch unten
vielfach gelesen hast, daß Erdbestattungen inzwischen bis über
100000 Jahre v.u.Zt nachgewiesen sind… da gabs diesen Text
noch nicht
ich will doch nicht über Jahreszahlen streiten.
Die Genesis wurde wohl ca. 1400 v.Chr. geschrieben.
Aber die Handlung fand doch sehr viel früher statt.
Wenn aber Gott zu dem ersten Menschen sagt, dass der Körper nach dem Sterben zu Erde wird, hat das für alle Menschen in allen nachfolgenden Kulturen Gültigkeit.
Außerdem sind Erdbestattungen in der ganzen Welt aufgetreten,
vor allem in Kulturen, die mit den semitischen bzw. spezieller
israelitischen nicht die geringste berührung hatten und in
zeiten (s.o.), als es weder Israeliten noch Semiten überhaupt
gab
sag ich doch 
Man kann mit der Bibel keine Palöaoanthropologischen Fragen
klären.
Aber mit Logik 
Gruss Harald