Abgeltungssteuer: Fondssparen oder Bausparen?

Hallo!

Ich bin weiblich, 24 Jahre alt, alleinerziehend und in Ausbildung.
Ich erhalte knapp 600 € Vergütung netto. Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber sind z.Zt. 13,26€

Nun wollte ich eigentlich rund 50€/monatlich über 9 Jaare in einen Fondssparplan anlegen. Da meinte aber meine Bankberaterin NEIN!!! DIE ABGELTUNGSSTEUER!!! 28%!!! MACHEN SIE FLEXBAUSPAREN bei der Deutschen Bank. Hab ich jetzt auch, aber ist das uch wirklich klug?

Guten Tag Vanessa,
Wer 600 € netto verdient, der sollte alle Produkte, die mit F anfangen
und mit onds aufhören, sowas von vergessen, dass es nur so staubt.
Insofern war das Auf-eine-Spur-Setzen durch Ihre Bankfrau ein
verdienstvoller Zug. Die Begründung dafür durch das Zauberwort
Abgeltungssteuer war eher aus dem Kaugummiautomat.
Und ob das Flexebausparen des genannten Instituts ein leidlich gutes
Produkt ist, weiß ich nicht, weil ich es nicht kenne.
Solange sich dahinter aber ein Produkt verbirgt, das einigermaßen
deckungsgleich mit einem Nullachfünfzehn-Bausparvertrag ist, stehen
Sie - so meine ich - zumindest auf sicherem Grund und versenken Ihre
Euronen nicht im Unverstand.
Gruß
Günther

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Hallo Vanessa,

überleg’ doch mal: Die Abgeltungssteuer (ja mit Soli + Kirchensteuer sind es fast 28%) zahlst Du auf alle Kapitalerträge, beim Fondsparen auf die Ausschüttungen und Wertsteigerungen, beim Bausparen auf die Zinsen.

Wenn die Bankberaterin sagt, dass Du beim Bausparen weniger Steuern zahlst, sagt sie also implizit, dass Du beim Bausparen weniger Rendite hast. Die Dame von der Bank sollte wohl dringend mal zur Nachschulung geschickt werden.

Im übrigen vermute ich, dass Deine gesamten Kapitalerträge unter EUR 801,00 pro Jahr liegen (kann mich natürlich irren, aber bei dem genannten Einkommen liegen wenige drüber), damit zahlst Du, wenn Du einen Freistellungsauftrag einreichst, überhaupt keine Abgeltungssteuer.

Ich würde mich bei der Bank beschweren und den unsinnigen Vertrag für nichtig erklären lassen (im Zweifel mit dem Ombudsmann drohen).

Ob Du nach der Erfahrung noch Vertrauen zu der Bank hast, oder Deinen VL-Vertrag wo anders schließt musst Du selbst entscheiden. Leider gibt es bei allen Banken bessere und schlechtere Berater.

Gruß
Werner

Hallo,

Wer 600 € netto verdient, der sollte alle Produkte, die mit F
anfangen
und mit onds aufhören, sowas von vergessen, dass es nur so
staubt.

ich finde es sehr „staubig“, wenn eine „Finanzanalyse“ nur auf dieser einen Aussage beruht und das Ergrbnis dann auch von einem abhängigen Bausparkassenverter hätte kommen können.
Ob Aktien - und um die geht es ja in VL-fähigen Fonds - die richtige Sparform sind, hängt schließlich noch davon ab, welche Risikoneigung vorliegt, welche Anlagen sonst noch bestehen, welche Ziele erreicht werden sollen usw. …

Insofern war das Auf-eine-Spur-Setzen durch Ihre Bankfrau ein
verdienstvoller Zug.

Ja. Verdienstvoll für die Dame von der Bank, deren Ziele im Bereich Bausparen für diese Woche offensichtlich noch nicht erfüllt waren.

Die Begründung dafür durch das Zauberwort
Abgeltungssteuer war eher aus dem Kaugummiautomat.

Gibts im Automat auch falsche Kaugummis? Die Vergeltungssteuer gilt für Bausparen genauso wie für alle anderen Sparfromen. Das war einfach die Unwissenheit der Kunden ausgenutzt.

Solange sich dahinter aber ein Produkt verbirgt, das
einigermaßen
deckungsgleich mit einem Nullachfünfzehn-Bausparvertrag ist,
stehen
Sie - so meine ich - zumindest auf sicherem Grund und
versenken Ihre
Euronen nicht im Unverstand.

Über Sinn und Unsinn von Bausparen als reine Sparform kann man sicher viele Flaschen Rotwein lange diskutieren.
Ich lass mir ja gefallen, wenn jemand risikolos Geld sammeln möchte (von einer Anlage kann man bei der Nettoverzinsung wohl nicht reden) und dabei ggf. noch staatliche Förderung nutzen kann (gibts die noch?), aber das Argument AbgSt ist hinters-Licht-geführt!

Gruß vom Money-Schorsch

*Kopfschüttel* und wieder Abgeltungssteuer
Hallo!

nun bei Dir mit dem Argument „ABGELTUNGSSTEUER“ zu kommen ist wohl ziemlich unsinnig.

  1. Du hast einen Freibetrag von 810 Euro auf Kapitalerträge
    über den Du wahrschelinlich eh nicht hinauskommt.

  2. auch wenn ich es hier zum „1000 mal“ schreiben muss"

selbst wenn du mal über diesen Freibetrag kommen solltest gilt:
Du bezahlst heute schon Steuern auf Kapitalerträge,
die Abgeltungsgsteuer ist sozusagen keine neue Steuer, sondern regelt nur die Besteuerung neu.

Ok, das vergessen die Banken mal zu erwähnen :smile:))
Warum eigentlich ???
Machmal habe ich das Gefühl fast alle denken da wir ne „ganz neue Steuer“ eingeführt.

  1. Fragen die sich unter anderem bei einer Geldanlage stellen:
    Was willst du mit dem Sparen erreichen ?
    Wieviel Risiko willst du tragen ?

Gruss
Börsenfan1968

NEIN!

Hallo Vanessa,

die Vermögenswirksamen Leistungen würden bei mir immer in einen Aktienfonds fließen.
Auch dann, wenn mein zu versteuerndes Einkommen über 17.900,-- EUR im Jahr läge, und ich somit keinen Anspruch mehr auf die Arbeitnehmersparzulage (von 18% auf max. 400,-- EUR/Jahr = 72,-- EUR/Jahr) hätte.
Zum Beispiel über den Fondsvermittler
http://www.Fondsvermittlung.DE
bei der Fondsbank
http://www.EBaSe.com
in den DWS Vermögensbildungsfonds I, DE 000 847 652 4.

Nur wenn mein/unser zu versteuerndes Einkommen unter 25.600,-- / 51,200,-- EUR/Jahr läge, würde ich zusätzlich einen Bausparvertrag abschließen, und die Wohnungsbauprämie (von 8,8% auf max. 512,-- / 1.024,-- EUR/Jahr = 45,06 / 90,11 EUR/Jahr) beanspruchen.
Zum Beispiel bei der Bausparkasse
http://www.Alte-Leipziger-Bauspar.DE mit dem Tarif „easy plus“.

Aktienfonds sind das ideale Instrument für die Position „Rendite“ in meiner Vermögensbildung.
Die Positionen
„Sicherheit“ (zum Beispiel mit Euro-Staatsanleihen, Bundesobligationen, usw.) und
„Verfügbarkeit“ (z. B. mit Tagesgeld, Tagesanleihe des Bundes etc.) dürfen natürlich auch nicht vernachlässigt werden.

Und noch etwas.
Ich begrüße die neue Abgeltungssteuer.
Zum einen empfinde ich sie als gerechter (gleicher prozentualer Steuersatz für alle Kapitaleinkünfte) und zum anderen kann ich mir die Bearbeitung der Anlage KSO (für meinen Denkmuskel viel zu kompliziert) künftig ersparen.

Viel Erfolg!

Gruß Fritz

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die Vermögenswirksamen Leistungen würden bei mir immer in
einen Aktienfonds fließen.
Auch dann, wenn mein zu versteuerndes Einkommen über 17.900,–
EUR im Jahr läge, und ich somit keinen Anspruch mehr auf die
Arbeitnehmersparzulage (von 18% auf max. 400,-- EUR/Jahr =
72,-- EUR/Jahr) hätte.

Nur wenn mein/unser zu versteuerndes Einkommen unter 25.600,–
/ 51,200,-- EUR/Jahr läge, würde ich zusätzlich einen
Bausparvertrag abschließen, und die Wohnungsbauprämie (von
8,8% auf max. 512,-- / 1.024,-- EUR/Jahr = 45,06 / 90,11
EUR/Jahr) beanspruchen.

Hallo,
ein BS-Vertrag (keine FondsVWL, warum auch)würde in dem beschriebenen Fall genügen! 400 EUR VWL und 112 EUR pro Jahr aus eigener Tasche und die BS-Summe knapp unter 10.000, dann wäre es optimal ausgenutzt!
Was ihr immer mit euren Aktienfonds habt (bei einer relativ kurzläufigen anlage)!?
Gruß cooler

Guten Tag Money-Schorsch,
von einer Finanzanalyse war keine Rede und ist auch keine Rede.
Im vorliegenden Fall hat sich ein Geringverdiener danach erkundigt,
wo die Glocken hängen.
Mein unmaßgeblicher Ratschlag, von F-Produkten in so einem Fall die
Finger zu lassen, bedarf aus meiner Sicht keiner eingehenden sog.
Analyse. Weil es da nämlich nichts zu analysieren gibt.
In solch einem Fall über die Verblödelungsschiene der Erfahrung,
der Wünsche und Ziele und der individuellen Risikoneigung zu gehen,
mag das Mittel der Wahl für manchen Finanzjongleuristen sein, um auf
diesem Weg doch noch ein Opfer für seine Machenschaften unter dem
Deckmantel der vermeintlichen Objektivität und Wissenschaftlichkeit
zu finden. Hier wie in Hunderttausenden anderen Fällen führt das aber
nicht dorthin, wo ein solchermaßen aufgestellter Ratsuchender hin will.

Verkaufsziele gibt es für jeden, der in Finanzangelegenheiten unterwegs ist - nicht nur für die in Rede stehende Bankfrau.
Dass in diesem Fall die Unwissenheit einer Kundin nicht zum
Vorteil eines hoch verprovisionierten und in der Sache ungeeigneten
F-Produktes ausgenutzt wurde, rechne ich nach wie vor der Bankdame
hoch an.

Dass die Abgeltungssteuer-Begründung für den BSV Unfug war, habe
ich durch mein Kaugummiautomatenbild deutlich zu machen versucht.
Insoweit liegen wir nicht auseinander. Es ist aber auch müßig,
länger auf der Abgeltungsschiene als Kritiker herumzureiten.
Jeder, der seinen Kram seit einem Jahr loswerden muss, biegt sich
das Ding für seine Zwecke so lange hin, bis es zwar immer noch nicht passt. Regelmäßig ist das aber in der Praxis nachgerade wurscht,
weil die Masse der Kunden und Interessenten diese Dinge schlicht
nicht versteht. Auch drei Kubikkilometer Prospekte und Anzeigen
ändern daran nix.

Dass die Bankfrau auch am BSV verdient - Chapeau !
Soll sie es. Denn es gibt kein Produkt, an dem nun gar nix verdient wird. Das Herunterreden eines BSV als „Geldsammeln“ mag eine
zulässige Sicht der Dinge sein. Sie geht aber fehl, weil sie die
Wirklichkeit verkennt. Und die sieht für Geringverdiener so aus:
Verzinsung (gegebenenfalls mit Bonus) + Wohnungsbauprämie (bei
Abschluss bis Ende 2008) + Arbeitnehmersparzulage + Mündelsicherheit der Anlage. Das ist nicht nur nicht wenig. Das ist sehr viel.
Sie können mir das in aller Ruhe glauben.
Gruß
Günther

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Guten Tag lieber Günther,

von einer Finanzanalyse war keine Rede und ist auch keine
Rede.

aber es kam eine Empfehlung heraus. Sogar der Gestzgeber sieht eine Anleger- ung Anlagegerechte als Basis für diese vor.

Im vorliegenden Fall hat sich ein Geringverdiener danach
erkundigt,
wo die Glocken hängen.
Mein unmaßgeblicher Ratschlag, von F-Produkten in so einem
Fall die
Finger zu lassen, bedarf aus meiner Sicht keiner eingehenden
sog.
Analyse. Weil es da nämlich nichts zu analysieren gibt.

Vielleicht habe ich das ja falsch interpretiert. Für mich klang es nicht nach einem Vorschlag, sondern eher nach einem „päbstlichen“ Dogma.
Dass es nichts zu analysieren gibt, wissen wir auf Basis der vorliegenden Informationen nicht. Wer sagt denn, dass es sich hier nicht z.B. um einen Azubi „aus gutem Haus“ handelt und im Hintergrund Vermögensverhältnisse stehen, die berücksichtigenswert sind. Dies könnte ja z.B. auch für einen BSV sprechen, wenn z.B. eine Miterbenauszahlung ansteht.

In solch einem Fall über die Verblödelungsschiene der
Erfahrung,
der Wünsche und Ziele und der individuellen Risikoneigung zu
gehen,
mag das Mittel der Wahl für manchen Finanzjongleuristen sein,
um auf
diesem Weg doch noch ein Opfer für seine Machenschaften unter
dem
Deckmantel der vermeintlichen Objektivität und
Wissenschaftlichkeit
zu finden. Hier wie in Hunderttausenden anderen Fällen führt
das aber
nicht dorthin, wo ein solchermaßen aufgestellter Ratsuchender
hin will.

Nun kann das Werkzeug ja wirklich nichts dafür, was der Handwerker daraus macht.

Verkaufsziele gibt es für jeden, der in Finanzangelegenheiten
unterwegs ist - nicht nur für die in Rede stehende Bankfrau.

Wenn das aber zu klarem Belügen der Kunden führt, ist für jeden die Grenze überschritten. Egal ob Bankfiliale oder sonstwo.

Dass in diesem Fall die Unwissenheit einer Kundin nicht zum
Vorteil eines hoch verprovisionierten und in der Sache
ungeeigneten
F-Produktes ausgenutzt wurde, rechne ich nach wie vor der
Bankdame
hoch an.

Also die Provision auf den BSV dürfte für die Bank deutlich attraktiver sein,als die des Fonds. Sie wird mit den ersten Raten verrechnet und ist somit deutlich schneller in der Bilanz der Bank.
Außerdem kann man ja mit der Bausparsumme wunderbar „arbeiten“.

Das Herunterreden eines BSV als „Geldsammeln“
mag eine
zulässige Sicht der Dinge sein. Sie geht aber fehl, weil sie
die
Wirklichkeit verkennt. Und die sieht für Geringverdiener so
aus:
Verzinsung (gegebenenfalls mit Bonus)

  • Steuer unf Inflation, abzüglich Kosten: Geld gesammelt
  • Wohnungsbauprämie (bei
    Abschluss bis Ende 2008) + Arbeitnehmersparzulage

ist das neu Prämie und Zulage aus die gleichen 40 euro VL???

  • Mündelsicherheit der Anlage. Das ist nicht nur nicht wenig.
    Das ist sehr viel.

Auf viel Sicherheit können wir uns einigen…

Sie können mir das in aller Ruhe glauben.

Ich bin zwar ganz ruhig, aber ich glaube grundsätzlich erstmal garnix…

Der Money-Schorsch