Abgeltungssteuer

Hallo!

Heute morgen war eine Frau Ute Witt auf n-tv zu sehen, die die Ansicht vertrat, diese Steuer würde, trotz des für viele besser Situierte günstigeren Steuersatzes auf Zinserträge von 25%, nicht zu einem nennenswerten Kapitalrückfluss führen, denn in anderen Ländern wie z.B. der Schweiz wäre die Situation nach wie vor günstiger. Ferner spielt der Fall des Bankgeheimnisses in der EU natürlich eine große Rolle bei einer solchen Entscheidung für den Anleger.
Ich persönlich sehe im Moment auch beim besten Willen nicht, weshalb man die Sicherheit des schweizer Bankgeheimnisses für einen höheren deutschen Steuersatz verlassen sollte.
Warum geht eigentlich kein Aufschrei durch das Volk oder zumindest durch dieses Forum? Das Bankgeheimnis fällt, der transparente Bürger ist somit, legitimiert durch unreflektierte Klassenkampfparolen, Realität geworden und der Deutsche lässt sich damit abspeisen, dass dadurch ja viel Geld von oben nach unten umverteilt würde und das daher gut für ihn sei. Ist der Deutsche wirklich so beschränkt?

Grüße,

Mathias

Warum geht eigentlich kein Aufschrei durch das Volk oder
zumindest durch dieses Forum? Das Bankgeheimnis fällt, der
transparente Bürger ist somit, legitimiert durch
unreflektierte Klassenkampfparolen, Realität geworden und der
Deutsche lässt sich damit abspeisen, dass dadurch ja viel Geld
von oben nach unten umverteilt würde und das daher gut für ihn
sei. Ist der Deutsche wirklich so beschränkt?

Ich verstehe das Problem nicht wirklich… die einzigen Parolen die ich erkenne sind welche wie „der Staat will mein Konto verwalten“ oder so ein Schwachsinn.
Wer keine Steuern hinterziehen will, muss seine Einkünfte doch sowieso angeben, was hat das mit transparentem Bürger zu tun?
Mir wär nichts lieber, als wenn die Banken meine Zinseinkünfte melden würden. Wenn es dann einen Sparerfreibetrag wie bisher gäbe, könnte man sich so manchen Aufwand mit Freistellungsaufträgen etc. sparen. Steuern darauf würde ich so oder so keine zahlen, weil ich nicht soviele Einkünfte habe…

Grüße
Bruno

Hallo Mathias,

auch ich sehe nicht den gewünschten Effekt. Auch wenn es wohl so ist, dass du irgendwann mal das Geld zurück nach Deutschland holen musst um es auszugeben.

Aber bis dahin ist das ganze Delikt wahrscheinlich eh verjährt.

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob sich die Schweiz dauerhaft gegen eine Regelung für konten von EU-Ausländern wehren kann, denn wer das Schweizer Fernsehen verfolgt, weiss, dass die EU hier ganz schöne Geschütze auffährt. Das schweizerische Bankggeheimnis sehe ich mittelfristig - zumindest für Auslnder - ziemlich bedroht.

Andererseits betriffts mich nicht. Ich gabe viel darum ein Schwarzgeldproblem zu haben.

Gruß ivo

Hi Ivo!

auch ich sehe nicht den gewünschten Effekt. Auch wenn es wohl
so ist, dass du irgendwann mal das Geld zurück nach
Deutschland holen musst um es auszugeben.

Das ist die Frage…
Ich gehe davon aus, dass die meisten Schwarzgeldeigentümer auch im legalen Bereich schon viel verdienen, das SG somit eher zur Verwirklichung gewisser Wünsche wie Ferienhäuser, Autos, Boote o.ä. dienen soll. Und solche Deals lassen sich bestens bar abwickeln.
Die Kinder studieren? - bestens, auch sie können bestens mit Cash abgefüttert werden und dann die Miete per Bareinzahlung und den Rest des Lebensunterhaltes bar bezahlen. Man will in den Urlaub? Kein Problem, kann alles cash erledigt werden. Die Dame des Herzens möchte einen Pelzmantel (oder politisch eher korrekt: ein D & G Ledermäntelchen? - kein Thema, Loden-Frey nimmt gerne auch Bargeld. Per Bankeinzug muss eigentlich nur die Exfrau und die Versicherung für den Privat-SLK (der zur Rechtfertigung des Fahrtenbuches für den S 600 in der Garage steht) abgefüttert werden…

Aber bis dahin ist das ganze Delikt wahrscheinlich eh
verjährt.

Halte ich für wenig interessant, ausser man baut seine gesamte Altersvorsorge auf Schwarzgeld auf. Das wiederum halte ich für unclever.

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob sich die Schweiz
dauerhaft gegen eine Regelung für konten von EU-Ausländern
wehren kann, denn wer das Schweizer Fernsehen verfolgt, weiss,
dass die EU hier ganz schöne Geschütze auffährt. Das
schweizerische Bankggeheimnis sehe ich mittelfristig -
zumindest für Auslnder - ziemlich bedroht.

Dafür gibt es Treuhänder.
Nur für SG-Depots unterhalb der Größenordnung von 200.000 Euro lohnt sich das dann nicht mehr.
Das ist ja dann auch wieder kongruent mit den inherenten Zielen der Bundesregierung, die sich an die wirklich großen Ferklel, genau wie auch Kohl damals, nicht herantraut. der kleine Mann wird geschröpft - sogar bei der Steuerhinterziehung…:wink:

Andererseits betriffts mich nicht. Ich gabe viel darum ein
Schwarzgeldproblem zu haben.

Ich hingegen bin daran nicht interessiert. Mein Interesse liegt weniger daran, Gesetze zu brechen, als vielmehr Leute an die Macht zu wählen, die die Gesetze auf eine faire Basis stellen, so dass keine Steuerhinterziehung mehr nötig oder interessant ist. Das ist nämlich durchaus machbar…

Grüße,

Mathias