Abgrenzung von depressiven menschen

Ich arbeite ungfähr seit ein paar Monate mit einer Freundin zusammen.Sie leidet an Depressionen und reagiert auf Situationen die im täglichen Arbeitsalltag enstehen agrressiv mir gegenüber. Leider bin ich die einzige die von ihrer Deppression weiß… dazu kommt das sie Therapie und Antidepressiva bekommt, die wie ich feststellen muß nichts bei ihr bewirkt haben.Am Anfang tat Sie mir sehr leid und ich hab versucht zu helfen, mittlerweile versuche ich mich sehr stark mich von ihr zu distanzieren ( ich habe privat den kontakt abgebrochen, weil sie sehr verletzend ist) . Wie kann ich mich von Ihr abkrenzen? ich versuche schon eine neue Arbeitsstelle zu bekommen, was leider nicht so einfach ist. Ich brauche nur ein Impuls einen Satz, was mir hilft, das mich diese Situation nicht mehr belastet.
Denn das was sie sagt und tut belastet mich sehr.
Ich währe für Eure Ratschläge sehr dankbar, denn einfach zu sagen ich distanzier mich, hilft mir nicht.

[MOD Jule]Überschrift archivtauglich gemacht

Hi,

Denn das was sie sagt und tut belastet mich sehr.

Hast Du ihr das denn mal gesagt? Depressive entwickeln oft Schuldgefühle, weil sie um ihre Belastung wissen - und wandeln die dann in Aggressionen um. Ich halte es übrigens auch für einen Fehler, einen depressiven Menschen ständig nur zu „schonen“.

Gruß,
Anja
betroffene Laiin

Ich halte es übrigens auch für
einen Fehler, einen depressiven Menschen ständig nur zu
„schonen“.

Eben. Selbst wenn man depressiv ist entschuldigt das nicht andere Leute zu beleidigen.

LG

ja ich hab ihr das schon mal gesagt, es ist sogar eskaliert und sie wurde mir gegenüber ziemlich beleidigend, sie schafft es mich unter der " gürtellinie zu treffen „, wo ich für mich selbst noch nicht den dreh gefunden habe, das ich sie innerlich nicht mehr an mich ran lass. Sie entschuldigt ihr Fehlverhalten mittlerweile mit der Aussagen " schließlich nehme ich ja Medikamente dafür " oder " ich bin ja eigentlich Arbeitunfähig“. Hättest du ein Vorschlag für mich wie ich für mich das was sie sagt und tut, Abgrenzen kann?
reden mit ihr hilft nicht den sie fühlt sich immer persönlich angegriffen, auch wenn man sachlich bleibt.
lg

1 „Gefällt mir“

Hallo,
das kenne ich! Pass auf, ich arbeitete mal in einem Laden mit mehreren Abteilungen und am Anfang wanderte ich durch diese Abteilungen. Mal einen Monat da, dann weiter usw. Es waren Künstler, sehr eigensinnige und unterschiedliche Menschen und jede Abteilung hatte ihren „Mikrokosmos“. Erstaunlich fand ich es wie sehr ich die jeweiligen Stimmungen aufnahm und praktisch zu einen Teil davon wurde. Ich stellte mir die Frage was überhaupt von MIR übrig ist. Kann ich die Interaktionen und Stimmungen beeinflussen oder lasse ich mich treiben?

Eigentlich bräuchtest DU eine Therapie! Das meine ich wirklich ernst und ist auch nicht böse gemeint. Das ist natürlich purer Luxus, aber das Kernthema sollte sein wie Du Dich positionierst und Dich von den Personen abgrenzt, die Dir nicht gut tun. Dabei gehe ich davon aus, dass sich das Problem mit Deiner Kollegin auch auf andere Situationen übertragen lässt und Du bereit bist Deine Haltung zu ändern.

Eine grundsätzlich nützliche Haltung ist es sich „liebevoll zu distanzieren“. Lege sozusagen (gedanklich) Deinen Arm um die Schultern der Person und sage Dir „Ich fühle mit Dir, aber kann Dir mit meiner Kraft leider nicht helfen“. Auch Boshaftigkeiten oder verletzende Gesten können so leichter abprallen, bzw. Du stehst dann drüber ohne dabei arrogant zu werden.

Noch besser als eine Therapie ist dabei die Beobachtung von Menschen, die das können. Ich habe eine Handvoll Menschen begegnen dürfen (sowohl beruflich als auch privat), die diese starke, humorvolle und gleichzeitig klare Grenzen ziehende Persönlichkeit hatten. Diese Menschen fungieren wie ein mentaler Coach. Ich brauche nur an sie zu denken und eine nervige Person oder Situation relativiert sich ganz schnell.

Ich hoffe Du kannst damit etwas anfangen…

Viele Grüße

Hallo,
aber genau das, was du von ihr beschreibst ist die Krankheit!
Ja sie sind verletztend, liebe sie trotzdem, denn sie weiss nicht was sie tut.
Lerne für dich darüber zu stehen.
Mit Mitleid erzeugst du gerade eine Abwehrhaltung bei ihr.
Durch die Tabletten sieht sie die Welt wie durch einen Vorhang und kann nicht wirklich daran teil haben.
Zeige ihr und dir selbst, was du für eine großartige Freundin bist, die sie nicht im Stich lässt.

Regards