abhängig nach 6 wochen opiate

Hallo,
ich bin chronische Schmerzpatientin habe bisher ibuflam 800 mg 4 x täglich und zur Nacht 1 x Tramadol 100 long genommen. Seit etwa 6 Wochen sollte ich nun das Ibu absetzen und dafür 4 x täglich Tramadol 100 nehmen, außerdem noch Diazepam bei Bedarf. Da ich weggefahren bin und ich die Tramadol vergaß und nur die Ibu mit hatte , bekam ich starke Übelkeit, Gänsehaut, Frieren, Schwitzen, Schwindel und Schmerzen in Regionen, wo ich vorher nie Schmerzen hatte. Daher meine Frage, waren das Entzugserscheinungen? Die Medikamente werden immer Stärker, aber wo ist das Ende?! Alles was man als Hilfe bekommt sind noch mehr Tabletten. Aber Rente nein warum denn, Sie können doch arbeiten. Frage mich nur wie ich mit den starken Medikamenten und Schmerzen trotz Tabletten das schaffen soll. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen.

Danke fürs lesen und antworten

Vera

Bei chronischen Schmerzen kann man es auch mit Akupunktur, Akupressur, Chi Gong versuchen.

Tramadol vs. Akupunktur… ja ne is klar :wink:

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Hallo

Das liest sich nicht besonders gesund.
Es wurde keine Ursache für die Schmerzen genannt.
Bei der Arbeit ist die Frage, ist sie gesundheitsförderlich oder nicht.
Hat man Schmerzen, kann man nicht gut arbeiten.
Hat man Schmerzen und nimmt starke Schmerztabletten, stimmt doch auch irgendwas nicht.
Zum Abhängigkeitsrisiko, ich würde mal in den Beipackzettel schauen oder den Apotheker befragen, sind es Opiate, oder sind es Opiat-Derivate die nicht abhängig machen usw…
Hinweis, bin Laie.

MfG
Matthias

Hallo Vera,

ich nehme einmal an das Du bei der Arbeit als Altenpflegerin ordentliche Rückenprobleme eingehandelt hast??
Also zur Sache das ibuflam 800 mg geht ziemlich stark auf Magen und Darm. Dieses Schmerzmittel sollte man darum nur begrenzte Zeit einnehmen.
Nun ist ibuflam 800 mg schon eine ganz schöne Hausnummer, im Normalfall sollte man solch starke Schmerzmittel langsam aus schleichen lassen.
Also nicht von Heute auf Morgen absetzen.
Du hast dazu 1 x Tramadol 100 long genommen was den Medikamentspiegel über längere Zeit hält. Wenn Du dann 4 x täglich Tramadol nehmen solltest ist das deutlich weniger Schmerzmittel.
Das heißt man bekommt halt deutliche Entzugserscheinungen, wenn man ein starker Schmerzmittel so kurzfristig absetzt.

Jetzt weis ich nicht ob Du weiter hin Ibu genommen hast

Da ich weggefahren bin und ich die Tramadol vergaß und nur die Ibu : mit hatte …

Das Diazepam ist in dem Sinn kein Schmerzmittel sondern u.a. Muskelrelaxans - sprich was die Rückenmuskulatur „lockern“ soll.

Das heißt schlicht Du sollst kurzfristig umgestellt werden auf das
Tramadol 100. Hier wäre die Frage gewesen ob man sich nicht auf das Tramadol 100 long hätte einigen können. Um die Entzugserscheinungen (ibu) zu mildern.
Wie auch immer eine EU Rente zu bekommen ist nicht ganz so einfach vor allem wenn man nach 1961 gebohren ist, hier einmal etwas dazu

http://www.versicherungslexikon.info/erwerbsminderun…
http://www.rheuma-online.de/forum/threads/11219-Neue…

Das mit dem verschlossenen Arbeitsmarkt wurde gestrichen.
Wenn man mehr zum Thema (EU-Rente) wissen möchte sollte man sich einmal rechtlich beraten lassen VDK usw…

Das mit der Akupunktur habe ich auch schon ausprobiert, der Erfolg ist eher bescheiden. Bei leichten Verspannungen OK … .

Gruss Joe

Warst du schon mal stationär in einer Schmerzklinik?

Hallo Joe,

erstmal Danke für die Antwort. Da Du fragst ist mir erst aufgefallen das ich gar nicht geschrieben habe warum ich die Medikamente nehme.
Also das ging über mehrere Schicksalschläge 2009. Das lief erst über ein Burn out das ich nicht beachtet habe. Dann sagte mein Körper irgendwann stopp, du kriegst jetzt erstmal Schmerzen damit du merkst das es nicht mehr so weitergeht. Dann kam der nächste Schicksalsschlag. Depressionen und mehr Schmerzen. Und das ist die aktuelle Situation. Die Schmerzen werden immer mehr, die Depressionen bleiben. Dazu sind seit diesem Jahr auch noch Panikattacken gekommen. Ich fühle mich so ausgelaugt. Ich war dieses Jahr schon 11 Wochen stationär in Behandlung. Erst in Reha, die dann sagten ich hätte ein stärkeres subjektives Empfinden als es eigentlich ist und ich kann dann 1 Woche später wieder 8 Stunden ganz normal arbeiten gehen. Dann ging es mit den Panikattacken los. Dann 7 Wochen offene Psychatrie. Ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalte. Es zerrt schon lange an meiner Konsistenz.

MFG Vera

Hallo Maren,

ja dieses Jahr war ich schon 11 wochen stationär in Behandlung. Davon 7 Wochen offene Psychiatrie. Dort wurde ich zu einer Schmerzärztin geschickt, die mich dann auf das Trmadol eingestellt hat.

MFG
Vera

Also zur Sache das ibuflam 800 mg geht ziemlich stark auf
Magen und Darm. Dieses Schmerzmittel sollte man darum nur
begrenzte Zeit einnehmen.

Mal wieder und noch mal (ich werde den Text mal abspeichern, damit denelben Quatsch nicht immer wiederholen muß): Ibuprofen ist ein NSAR, also ein Rheumamittel und kein Schmerzmittel. Es hat eine schwache analgetische Wirkung, wird aber von der Industrie gerne als Schmerzmitttel verkauft. Kein Wunder, daß da einer Riesenmengen frißt und keine anständige Wirkung hat!

Nun ist ibuflam 800 mg schon eine ganz schöne Hausnummer, im
Normalfall sollte man solch starke Schmerzmittel langsam aus
schleichen lassen.

Siehe oben. Der Satz ist also Unfug. Wie sage ich immer? Etwas zu wissen und etwas zu verstehen sind zwei Paar Schuhe.

Also nicht von Heute auf Morgen absetzen.

O doch!

Du hast dazu 1 x Tramadol 100 long genommen was den
Medikamentspiegel über längere Zeit hält. Wenn Du dann 4 x
täglich Tramadol nehmen solltest ist das deutlich weniger
Schmerzmittel.

Denkste, es ist mehr. Und außerdem ist Tramadol ein reines Schmerzmittel (und außerdem ein Morphinabkömmling, nur so nebenbei).

Das heißt man bekommt halt deutliche Entzugserscheinungen,
wenn man ein starker Schmerzmittel so kurzfristig absetzt.

Da Ibuprofen kein Schmerzmittel ist, kriegt man auch keine Entzugserscheinungen.

Das heißt schlicht Du sollst kurzfristig umgestellt werden auf
das
Tramadol 100. Hier wäre die Frage gewesen ob man sich nicht
auf das Tramadol 100 long hätte einigen können. Um die
Entzugserscheinungen (ibu) zu mildern.

Hallo Priamos…,

nun weis auch ich Bescheid Siehe oben. Der Satz ist also Unfug. Wie sage ich immer? Etwas zu :wissen und etwas zu verstehen sind zwei Paar Schuhe.
……wird aber von der Industrie gerne als Schmerzmittel verkauft…

In dem Sinn könnte man dann auch das folgende sehen…

1 Was ist „Ibuprofen AL 400 Filmtabletten“ und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
„Ibuprofen AL 400 Filmtabletten“ enthält den Wirkstoff Ibuprofen, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nichtsteriodalen Antiphlogistika/Analgetika (Entzündungshemmer/Schmerzmittel).
Ibuprofen reduziert entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber…
1.3 „Ibuflam 800mg Retardtabletten“ wird angewendet zur
symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei:

  • Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),…

http://www.test.de/Medikamente-gegen-Schmerzen-Ein-W…
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/…
da ist u.a. zu lesen
Für die Untersuchung haben wir 149 der am meisten verkauften Schmerzmittel ausgewählt. 109 Pharmaprodukte wurden positiv beurteilt. Dabei handelt es sich um Präparate mit Azetylsalizylsäure (ASS), Ibuprofen oder Parazetamol.

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Das ist „alte Schule“ gepaart mit Wahlweise Frust und noch anderen schlechten Stimmungslagen. Sinnvoll ist das dann alles nicht mehr

Paracetamol ist bedinunglos des Teufels, Ibuprofen auch bzw. als Schmerzmittel gaga (wird aber von zahlreichen völlig bescheuerten Zahnärzten bei entzündungsbedingten (sic!) Zahnschmerzen verschrieben, die selbstredend alle Plemplem sind) - dafür aber Metamizol ohne Warnhinweis (!) mit schon bedauerndem Unterton, dass das ja nun verschreibungspflichtig sei, als Omnipotenzschmerzmittel zu empfehlen.

Die Begegnung mit der letzten Patientin, die ich kenne und die die Folgen (psychose mit akuter Suizidalität) nicht so lustig fand, ist gerade mal 4 Wochen her.

Wer in dem Zusammenhang auch noch völlig Plemplem ist, ist die Arzneimittelkommission, alles Deppen, von der Politik und den Krankenkassen gekauft oder von der dramatischen persönlichen Wirtschaftslage zu so einem Unfug getrieben.

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Schon mal ein Antidepressivum genommen? Wenn ja, wie lange und was war mit den Schmerzen in der Zeit?

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Hallo Vera,

ich bin chronische Schmerzpatientin habe bisher ibuflam 800 mg
4 x täglich und zur Nacht 1 x Tramadol 100 long genommen. Seit
etwa 6 Wochen sollte ich nun das Ibu absetzen und dafür 4 x
täglich Tramadol 100 nehmen, außerdem noch Diazepam bei
Bedarf. Da ich weggefahren bin und ich die Tramadol vergaß und
nur die Ibu mit hatte , bekam ich starke Übelkeit, Gänsehaut,
Frieren, Schwitzen, Schwindel und Schmerzen in Regionen, wo
ich vorher nie Schmerzen hatte. Daher meine Frage, waren das
Entzugserscheinungen?

Erstmal ein klares: ja! Das können durchaus Entzugssymptome sein. Wenn man 6 Wochen lang 400 mg Tramal genommen hat, dann gewöhnt sich der Körper daran. Lässt man es dann plötzlich weg, dann entstehen Entzugssymptome. Wie schnell ein Gewöhnungseffekt/Abhängigkeit auftritt, ist individuell verschieden. Interessant ist für mich an dieser Stelle vor allem: Hat es gegen die Schmerzen gewirkt?

Die Medikamente werden immer Stärker,

aber wo ist das Ende?! Alles was man als Hilfe bekommt sind
noch mehr Tabletten.

Naja, ganz ohne Tabletten wird es bei starken Schmerzen nicht gehen. Ob Du mit Tramal das richtige Medikament bekommen hast, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es schon mal sinnvoller als Ibu. Tramal ist - wie einer meiner Vorredner schon völlig richtig bemerkt hat - ein Opioid. Das heißt, es wirkt über die Opiatrezeptoren schmerzlindernd. Gleichzeitig macht es auch eine zentrale Serotoninwiederaufnahmehemmung, was über einen anderen Mechanismus auch gegen Schmerzen hilft. Da bei Dir eine gewisse psychische Komponenete eine Rolle spielt, stellt sich jedoch die Frage, ob man nicht vielleicht sogar mit einem anderen Präparat aus der Gruppe der Antidepressiva (ja, die können nämlich durchaus auch gegen Schmerzen eingesetzt werden) eine sinnvolle Alternative ohne Opiat hat.
Aber Rente nein warum denn, Sie können

doch arbeiten. Frage mich nur wie ich mit den starken
Medikamenten und Schmerzen trotz Tabletten das schaffen soll.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen.

Ja, Du beschreibst ein Problem, unter dem viele Schmerzpatienten leiden: Man fühlt sich subjektiv krank, aber hat objektiv keinen Befund, der eine Arbeitsunfähigkeit oder eine Berentung erfordert. Aber lass Dir gesagt sein: Berentet zu werden ist auch nicht immer die beste Lösung. Du schreibst nichts über Dein Alter, also musst Du Dir natürlich Gedanken machen, wie viel Rente Du im Fall einer Berentung überhaupt bekommen würdest und ob Du damit auskommen würdest. Außerdem ist nicht gesagt, dass es Dir wirklich besser gehen würde, wenn Du dann den ganzen Tag zu Hause sitzt und Dich noch mehr auf Deine Schmerzen konzentrieren kannst/musst.
Was nachweislich bei chronischen Schmerzen am besten hilft, ist eine multimodale Schmerztherapie. Das heisst: neben Medikamenten kommen auch psychotherapeutische und physiotherapeutische Methoden zum Einsatz. Und auch bei diesem Konzept kann man keine Wunder - also ultraschnelle Besserung - erwarten. Befindest Du Dich denn aktuell in ambulanter Schmerztherapie?

Viele Grüße,

aureel

Hallo,

ich glaube, was Priamos meinte war, dass Ibuprofen bei chronsischen Schmerzen nicht sinnvoll ist, außer es handelt sich um entzündungsbedingte (also rheumatische) Beschwerden.

Gruß,
aureel

ich glaube, was Priamos meinte war, dass Ibuprofen bei
chronsischen Schmerzen nicht sinnvoll ist,

nö, das meint er nicht, wie er an anderer Stelle geäußert hat.

außer es handelt
sich um entzündungsbedingte (also rheumatische) Beschwerden.

Das kommt eher hin. Unter der Annahme - die du hier auch postulierst? - dass entzündungsbedingt = rheumatisch ist. Das stimmt aber ja nun nicht.

Hallo,

ich glaube, was Priamos meinte war, dass Ibuprofen bei
chronsischen Schmerzen nicht sinnvoll ist,

nö, das meint er nicht, wie er an anderer Stelle geäußert hat.

Hm… da ich diese Aussage nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen.

außer es handelt
sich um entzündungsbedingte (also rheumatische) Beschwerden.

Das kommt eher hin. Unter der Annahme - die du hier auch
postulierst? - dass entzündungsbedingt = rheumatisch ist. Das
stimmt aber ja nun nicht.

Naja, bei chronischen Schmerzen (wie ich oben geschrieben habe) sind rheumatische Beschwerden die einzigen, die entzündungsbedingt sind und wo die Langzeiteinnahme eines NRSA unter gewissen Umständen sinnvoll ist.
Aber wenn Dir noch andere chronisch-entzündliche Schmerzerkrankung einfallen, die man mit NRSA behandelt, dann lass es mich wissen. Ich wüsste zumindest jetzt spontan keine…

Viele Grüße,

aureel

Hallo Vera

Das:

Gänsehaut,
Frieren, Schwitzen, Schwindel und Schmerzen in Regionen, wo
ich vorher nie Schmerzen hatte

ging mir genau so, als ich Tramadol nach ca. 9 Wochen Einnahme zu rasch abgesetzt statt langsam ausgeschlichen hatte.

Gruss
D.

Naja, bei chronischen Schmerzen (wie ich oben geschrieben
habe) sind rheumatische Beschwerden die einzigen, die
entzündungsbedingt sind und wo die Langzeiteinnahme eines NRSA
unter gewissen Umständen sinnvoll ist.

So steht das da oben aber nicht und so hat sich das vor allem nicht entwickelt!
Das ist eine Aneinanderreihung immer weiterer Kriterien, deren Aussagegehalt sich deutlich verändert!

Priamos hat sich dahin gehend geäußert, dass Ibuprofen KEIN Schmerzmittel sei, sondern ein Rheumamittel mit nur „schwach analgetischer Wirkung“
/t/abhaengig-nach-6-wochen-opiate/6890936/9
Er schließt den Einsatz von Ibuprofen bei allem aus, was nicht Rheuma ist. (Das ist tatsächlich nicht der erste Beitrag dieser Art) Unabhängig davon, ob die Schmerzen entzündungsbedingt sind oder nicht. Die Frage nach chronisch steht dabei gar nicht im Fokus.

In dieser Kette ist der Hinweis „entzündungsbedingt (also rheumatisch)“ irre führend. Abgesehen davon stimmt das ja selbst im Kontext mit chronisch nicht.

Chronische Gelenkentzündungen können auch durch Infektion ausgelöst werden und sind dann nicht rheumatisch.

Hallo,

Oder mit einem großen dicken Nagel. Diesen rammt man sich in den Fuß, und der Schmerz wird wie von Geisterhand in den Fuß ziehen :wink:

Bei chronischen Schmerzen kann man es auch mit Akupunktur,
Akupressur, Chi Gong versuchen.

Oder Bingo Bongo?

Anja

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Hallo Aureel,

danke für die ausführliche Beschreibung. Antidepressiva wie Fluoxetin und Sulpirid nehme ich auch noch dazu und Restex und um den Magen nicht auch noch kaputt zu machen Pantozol. Zu deiner Frage, ja das Tramal wirkt aber alle paar tage oder Wochen muß ich die Dosis erhöhen weil die Schmerzen immer stärker werden. Aber das kann doch so nicht weiter gehen!?