Abhängige in Arge bevorzugt ?

Warum werden polytoxicoman Kranke oder Alkoholiker auf dem Job-Center bevorzugt und schneller abgehandelt, sogar ohne Nummer ziehen ?

Andere und Gesunde werden zum Antwort-Frage-Spiel bestellt, wie z.B. Bewerbungsbemühungen aussehen ?

Der Parität wegen müssten doch alle der Mitwirkungspflicht folgeleisten, oder ?!

Stellenvorschläge bekommt man ja nicht oft vom Arbeitsamt, aber der Gesprächsbedarf wegen den Bemühnungen, müsste doch trotzdem bei allen bestehen, oder ?!

Marleen

Marleen

offiziell nicht

Warum werden polytoxicoman Kranke oder Alkoholiker auf dem
Job-Center bevorzugt und schneller abgehandelt, sogar ohne
Nummer ziehen ?

Das wird nicht überall so sein.

Andere und Gesunde werden zum Antwort-Frage-Spiel bestellt,
wie z.B. Bewerbungsbemühungen aussehen ?
Der Parität wegen müssten doch alle der Mitwirkungspflicht
folgeleisten, oder ?!

Selbstverständlich.

Stellenvorschläge bekommt man ja nicht oft vom Arbeitsamt,
aber der Gesprächsbedarf wegen den Bemühnungen, müsste doch
trotzdem bei allen bestehen, oder ?!

Das ist auch so, aber beim „eingeschränkt“ Arbeitsfähigen geht das schneller, weil hier auch der Sachbearbeiter eins ganz genau weiß „den stellt eh keiner ein“.
Und noch was, diese Teilarbeitsfähigen sind die besten Kunden, denn die kommen bis zur Rente. Stell dir mal vor, der Sachbearbeiter/Vermittler würde alle sein Kunden, also die Arbeitslosen, in Jobs bringen. Dann ist der ja selber arbeitslos. Gerade viele neu Eingestellte bei den ARGEn, welche einen Zeitvertrag haben, sehen das so. In dem Fall würden sie dann einmal an der anderen Seite ihres Schreibtisches sitzen müssen und dabei vergehts denen selber. Die haben demzufolge nicht wirklich ein aufopferndes Interesse daran, dass alle ihre Kunden in Arbeit kommen, denn die Verwaltung der Arbeitslosigkeit ist ja deren eigener Job.

Da wird man ja ziemlich depressiv bei diesem Beitrag…

Hallo schritt2

Und noch was, diese Teilarbeitsfähigen sind die besten Kunden,
denn die kommen bis zur Rente. Stell dir mal vor, der
Sachbearbeiter/Vermittler würde alle sein Kunden, also die
Arbeitslosen, in Jobs bringen. Dann ist der ja selber
arbeitslos. Gerade viele neu Eingestellte bei den ARGEn,
welche einen Zeitvertrag haben, sehen das so.

Das ist Kokolores. Die Fallmanager werden an ihren Vermittlungszahlen gemessen. Ihr Lohn refinanziert sich über die Arbeitsaufnahmen der Kunden. Sinken die Integrationen, sinken auch die Gelder, die die ARGE zur Verfügung hat. Resultat ist die Reduzierung der Fallmanager.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

Für eine allgemeine Aussage ist es aber seeeehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Also ich bezweifle, das jeder ohne Nummer gleich ein suchtkranker oder
im Erwerbsgrad eingeschränkter Kunde sein muß.
Wer z.B. einen Nebenjob hat, muß regelmäßig die Lohnabrechnung einreichen…warum soll der warten müssen, wenn die Kopie im Vorrüber-
gehen gemacht werden kann. ( oder andere Kopien, die nur abgegeben
werden müssen, der Fall an sich aber schon klar ist )
Wer einen Termin hat, wird auch meistens gegenüber dem " bevorzugt ",
der mal ganz spontan seinen Antrag abgeben will.

Und die Sache mit dem " Frage - Antwort - Spiel " Bemühungen liegt
doch auf der Hand…wird eigendlich bei jedem Termin erfragt.
Da wird der Doktor genau so befragt, wie der schwer Kranke.
Der Junge wie der Alte, der Langzeitarbeitslose wie der " Frischling "
Wo es keine geeigneten Stellen gibt, kann auch nicht die Fülle an
Stellenangeboten von der AfA / ArGe kommen.

mfg

nutzlos

Oh je, da ist jemand gar nicht auf den Laufenden !

Zum Einen kenne ich selbst viele Suchtkranke und Akli’s und deren Stories.

Zum Zweiten war ich unfreiwillig Zeuge, als eine Mutter mit ihren Kleinkindern im Wartebereich mit Nummer auf Einlass hoffte, während ein Tippelbruder seinen Bierflasche leicht pöpelnd vor den Kids herumschwenkte.

Es war natürlich für alle Beteiligten das Beste, dass dieser Mann vorgezogen wurde und schnell wieder ging, aber trotzdem echauffierte sich die Mutter, weil sie mit Kids nicht vorgelassen wurde.

Das Erkunden nach dem Grund des langen Wartens der Mutter ,war der Lapidarste überhaupt !

Dieser Mann sei nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln und somit würde sich jede Besprechung bezüglich der Berwerbung erübrigen.

Die Mutter meinte dann, dass sie dann ja auch Alkoholikerin werden müsste, um nicht mehr mit Kids diese Wartezeit in unzumutbaren Situationen ertragen und dann noch endlose Fragen beantworten zu müssen,wie sie mit 2 Kindern nicht doch arbeiten könnte.

Fast heuchelnd wurde die Mutter von dem Fallmanager darauf aufmerksam gemacht, welche Verantwortung sie doch hätte und eine junge Frau wäre doch zur Alkoholikerin zu schade und bla bla bla, schleim…

Wie rührend, diese Anteilnahme des Fallmanagers ! Wie gut er es meinte ! Echt süss, oder ? !

Marleen

Wie recht Du hast !

Das klingt sowieso wie Hohn, dass wir auch dort Kunde König oder umgekehrt sind !

Dann frage ich mich warum die teilweise so frech reagieren ? Wir sind doch deren Brot !

Eine brachte 'mal ihr Kind mit und sagte, dass die Sachbearbeiter ihre Brotzeit mit dem Kind teilen müssten, wenn sie ( Mutter ) nicht das ihr zustehende Geld bekäme.

Ruckzuck hatte die Mutter das Geld. Andere schicken ihr Kind nicht zur Schule, weil das Geld zur Brotzeit fehlt in der Schulpause.
Die Fallmanager bedrohen Einen da , wenn man das Kind nicht in die Schule schickt und den schw. Peter der Arge dafür überzieht.

Doch nur die, die sich einschüchtern lassen, fallen auf diese Masche 'rein

Gehälter refinanzieren sich,schon klar. Von was sollte der Fallmanager denn sonst leben ?

Also stimmt es ja, dass die ewigen Kunden,ergo, die Teilzeitler oder befristete Aushilfen die Arbeitsbereiche abdecken.

Ein Vollzeitler verirrt sich kaum in diese Amtsstuben und wären alle Vollzeitler, wäre die Arge pleite, bzw. überflüssig.

Ob die Fallmanager dann trotzdem ihre Löhne bekämen, bezweifle ich. Sie werden dann eben woanders eingesetzt im Landratsamt.

wären alle Vollzeitler, wäre die Arge pleite,

Nein, im Gegenteil. Sie hätte nur nichts zu tun.
Nicht jeder, der viel zu tun hat, ist reich.

Ob die Fallmanager dann trotzdem ihre Löhne bekämen, bezweifle ich. Sie werden dann eben woanders eingesetzt im Landratsamt.

Und das dann ohne Löhne?

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