Abhängigkeit von körperlicher Nähe !

Hallo Ihr Lieben,

würde gerne wissen ob es euch auch oder ähnlich so geht wie mir:

Habe ständig das Gefühl das ich körperliche Nähe brauche…Einfach kuscheln, in den Arm genommen werden, ganz unabhängig von Sex.
Wenn ich dieses nicht bekomme, fühle ich mich so leer und nicht am Leben beteiligt. Die Wärme hält mich lebendig…
Bin oft auf der Suche nach Nähe… Da reicht eine Freundin oder eine SChwester nicht aus.

Kennt Ihr das ?

Wurde schon wegen Depressionen/Boreoutsyndrom behandelt, hängt das damit zusammen ? Wobei meine Therapie schon abgeschlossen ist…

Vielen Dank für Eure Hilfe

Liebe Grüße

Hallo,
du willst ständig im Mittelpunkt stehen und hast Angst nicht geliebt zu werden?

Dann fange bei dir selbst an dich zu lieben und dir selbst der allerbeste Freund zu sein.

Regards

Hier ein Auszug von
http://www.palverlag.de/Selbstwertgefuehl.html

"Unsere Minderwertigkeitsgefühle verschwinden, wenn wir aufhören, uns für minderwertig zu halten und uns stattdessen annehmen und akzeptieren.

In welchen Momenten fühlst du dich abgelehnt? Was hindert dich daran, sanfter und toleranter mit dir umzugehen? Schau in den Spiegel. Schenke dir ein Lächeln und lerne, dir selbst ein guter Freund zu sein. Sei nicht dein eigener, schlimmster Gegner. Mach Schluss mit deiner Selbstablehnung. Du hast Besseres verdient.

8 Tipps zum Umgang mit Minderwertigkeitsgefühlen

  1. Unterbrechen Sie Ihre Gedanken, wann immer Sie sich beim Vergleichen mit anderen Menschen ertappen.
  2. Erinnern Sie sich täglich an Situationen, in denen Sie erfolgreich waren.
  3. Geben Sie Ihr Streben nach Perfektion auf.
  4. Legen Sie ein Heft an, in das Sie Komplimente eintragen, die Sie erhalten.
  5. Rufen Sie sich abends vor dem Einschlafen in Erinnerung, was Sie am Tage geleistet haben.
  6. Ändern Sie Ihre Einstellung zu sich selbst. Sagen Sie sich: Ich bin liebenswert wie jeder Mensch.
  7. Nehmen Sie sich täglich Zeit, um sich etwas Gutes zu tun.
  8. Verzeihen Sie sich Ihre Fehler."

Hallo Regards,

ja richtig… Das hast Du richtig erkannt…

Nehme an, dass liegt auch daran, weil ich 3 Jahre Depressionen hatte und ich mich ständig minderwertig gefühlt habe. (Unter anderem Mobbing am Arbeitsplatz)

Meine Therapie habe ich erfolgreich abgeschlossen, aber ab und an kommt das „alte Muster“ wieder zurück. Und ich lehne mich selbst ab bzw. bin mental sehr schwach und träge und traurig über mein Leben.

Habe oft das Gefühl das ich einfach in den Arm genommen werden möchte, damit ich wieder stärker werde…

Vielen Dank für die ganzen Tipps… Werd mich weiter damit befassen :smile:

Herzliche Grüße

Habe oft das Gefühl das ich einfach in den Arm genommen
werden möchte, damit ich wieder stärker werde…

Du bist stark!

Hier noch ein Auszug aus einem Buch mit dem Titel

„Verschreibungen zum Glücklichsein“

von Doris Wolf & Rolf Merkle

Vielleicht hilft es dir mehr Eigenliebe zu entwickeln.

Regards

„Respektieren und achten Sie sich, was immer Sie tun und erleben.“

Diese Verschreibung ist die wichtigste von allen.

Nur dann, wenn Sie sich selbst achten, sind Sie auch in der Lage, andere zu achten.

Nur dann, wenn Sie sich selbst mögen, können Sie auch andere lieben.

Nur dann, wenn Sie sich selbst annehmen, können Sie ein erfülltes und zufriedenes leben führen.

Selbstachtung ist das Wertvollste, das Sie in Ihrem Leben besitzen können.

Das Wunderbare an ihr ist, dass Sie sich diese nicht verdienen müssen. Nur ein Mensch kann sie Ihnen geben: - SIE selbst.

Machen Sie sich dieses Geschenk. Es kostet so wenig und ist doch so kostbar.

Es ist Ihre Entscheidung!

Wenn Sie sich ablehnen und gering von sich denken, dann sind Sie deprimiert und verzweifelt. Ihr Leben ist dann angefüllt mit Angst und Einsamkeit, und die Welt erscheint Ihnen kalt und ablehnend.

Dieses Leid fügen Sie sich selbst zu, wenn Sie Ihr größter Feind und Kritiker sind.

Je mehr Sie sich selbst kritisieren und ablehnen, je mehr Sie sich verurteilen und gering von sich denken, umso mehr fehlt es Ihnen an Selbstvertrauen, der wichtigsten Voraussetzung für ein erfolgreiches und zufriedenes Leben.

Umso begieriger sind Sie, von anderen Anerkennung zu bekommen, und umso verletzter sind Sie, wenn Sie sie nicht bekommen.

Warum tun Sie sich all das an?

Warum sind Sie so streng zu sich?

Warum verurteilen Sie sich für Ihre Fehler und Schwächen?

Sie meinen, da sei doch völlig normal, schlecht von sich zu denken, wenn man so viele Fehler und Schwächen habe wie Sie?

Sie meinen, Sie könnten in Anbetracht Ihrer Fehler doch nicht auch noch stolz auf sich sein und positiv von sich denken?

Warum eigentlich nicht?

Vermutlich denken Sie, nur wer perfekt sei, habe das Recht, gut von sich zu denken.

Vielleicht denken Sie aber auch, es sei überheblich und selbstherrlich, sich selbst zu mögen.

Vielleicht aber liegt es auch nur daran, dass Sie es gewohnt sind, schlecht von sich zu denken, und ganz automatisch so mit sich umgehen.

Lassen Sie uns dazu Folgendes sagen:

Was auch immer Sie tun, Sie entscheiden darüber, welchen Wert Sie sich geben.

Ihre Taten, die Guten wie die Schlechten, sagen nichts darüber aus, ob Sie ein wertvoller oder minderwertiger Mensch sind.

Das entscheiden allein Sie!

Andere mögen Sie oder Ihr Verhalten verurteilen,

andere mögen geringschätzig von Ihnen denken,

andere mögen Sie ablehnen und einen Versager nennen,

doch Sie allein entscheiden darüber, ob Sie sich wertvoll oder wertlos fühlen.

Nichts und niemand kann Sie „klein“ machen, wenn Sie es nicht zulassen.

Was bedeutet es, sich selbst zu achten?

Es bedeutet, dass Sie sich als wichtig und wertvoll ansehen.

Es bedeutet, dass Sie sich Ihre Fehler verzeihen und Nachsicht üben, wenn Sie sich irren.

Es bedeutet, dass Sie sich ein guter Freund sind.

Wahre Selbstachtung hat nichts mit Eigenliebe zu tun.

Es geht nicht darum, dass Sie allen Menschen zeigen, was für ein toller Mensch Sie sind.

Sie sollen nicht nach dem Beifall der anderen ringen.

Sie sollen nicht von sich eingenommen sein und auf andere herabschauen.

Wenn Sie sich wirklich achten, dann haben Sie diese Spiele nicht nötig.

Sie müssen dann niemandem etwas beweisen und haben es nicht nötig, sich für etwas Besseres zu halten.

Sich selbst zu achten, ist wie eine heimliche und stille Liebesaffäre mit sich selbst.

Niemand weiß von ihr und doch sieht man dem verliebten Menschen an, dass er mit sich und der Welt zufrieden ist.

Schauen wir uns den zweiten Teil der Verschreibung an:

„… was immer Sie tun und erleben.“

Das bedeutet, dass Sie aufhören, sich mit Vorwürfen zu quälen und sich anzuklagen, wenn Ihnen etwas nicht gelingt.

Das bedeutet, dass Sie aufhören, sich selbst Ihr strengster und unerbittlichster Richter zu sein.

Vermutlich verzeihen Sie anderen leichter als sich selbst.

Sie sagen:

„Irren ist menschlich“ oder „Das kann jedem passieren“ oder „Das ist nicht so schlimm“

Nur bei sich selbst dulden Sie keine Fehler und Schwächen.

Nur bei sich üben Sie keine Nachsicht.

Sie verlangen von sich, perfekt sein zu müssen.

Sie behandeln sich wie den letzten Dreck, wenn Ihnen etwas misslingt.

Wenn Sie mehr Lebensfreude in Ihrem Leben erfahren möchten, dann müssen Sie damit aufhören.

Was immer Sie tun und sagen, wie viele Fehler Sie auch machen, all Ihre Schwächen ändern nichts an Ihrem Wert, wenn Sie sich dafür entscheiden.

Sie geben sich Ihren Wert selbst.

Es liegt bei Ihnen, ob Sie das Gefühl haben, ein wertvoller und liebenswerter Mensch zu sein.

Es ist Ihre Meinung, die Sie von sich haben, die über Ihr Selbstwertgefühl entscheidet.

Seien Sie sich selbst ein guter Freund.

Sagen Sie sich selbst die freundlichsten und aufmunternden Worte, die Sie auch einem lieben Freund sagen würden, wenn dieser deprimiert und traurig wäre.

Wollen Sie das tun?

Verbannen Sie Ihre bestrafenden und harten Worte aus Ihrem Kopf.

Sie mögen es nicht, wenn andere Sie ablehnen und Ihnen hässliche Dinge sagen.

Warum tun Sie sich all das selbst an?

Gleichgültig, wie groß und schwerwiegend Ihre Fehler auch sein mögen, Ihre Selbstachtung und Selbstverurteilung machen sie nicht ungeschehen.

Sie tun niemandem einen Gefallen, am allerwenigsten sich selbst, wenn Sie sich verurteilen,

Sie machen sich lediglich deprimiert und nehmen sich die Möglichkeit, aus Ihren Fehlern zu lernen.

Wollten Sie einen Fehler machen?

Wollten Sie all das, was geschehen ist und für das Sie sich nun verurteilen?

Sicherlich nicht.

Sie haben lediglich nach bestem Wissen gehandelt, und das ist alles, was Sie tun können.

Oder fordern Sie von sich, in die Zukunft schauen zu können?

Verlangen Sie von sich, jetzt wissen zu müssen, was im nächsten Augenblick oder morgen sein wird?

Dann verlangen Sie etwas Unmögliches.

Sie können immer nur tun, wovon Sie im Moment des Handelns überzeugt sind, dass es richtig oder angemessen ist.

Es genügt, zu erkennen, dass Sie einen Fehler gemacht haben, um diesen in Zukunft zu vermeiden.

Das ist alles, was Sie tun können.

Seien Sie tolerant zu sich und verzeihen sich diese Eigenschaft.

Wenn es Ihnen wirklich ernst ist, mehr Freude und Zufriedenheit in Ihr Leben zu bringen, dann machen Sie sich die nachstehenden Worte zu Ihrer täglichen Übung:

Tägliche Übung:

„Ich mag mich so, wie ich bin.

Ich akzeptiere mich so wie ich bin,

mit all meinen Fehlern und Schwächen.

Ich verzeihe mir meine Fehler und Schwächen und akzeptiere,

dass ich ein fehlerhafter Mensch bin.

Niemals zuvor gab es einen Menschen wie mich

und niemals wird es einen Menschen geben, der mir gleicht.

Ich bin einzigartig.

In mancher Hinsicht mag ich wie andere aussehen,

klingen oder handeln, doch ich bin nicht so.

Ich bin ich selbst.

Alles, was ich tue und sage, denke und fühle, gehört zu mir.

Meine Erfolge gehören ebenso zu mir wie meine Fehler.

Solange ich mich annehme und mir selbst ein guter Freund bin,

habe ich den Mut und die Zuversicht, aus meinen Fehlern zu lernen

und das Beste aus meinem Leben zu machen.

Ich verdiene es, dass es mir gut geht.

Ich werde mir deshalb selbst ein guter Freund sein

und mich so annehmen, wie ich bin.“

Hallo,

Habe ständig das Gefühl das ich körperliche Nähe
brauche…

verzeih mir meine laienhaften Gedanken, aber zwischen Brauchen und Genießen ist ein Unterschied.

Wenn du brauchst, machst du dich (im weitesten Sinne) zum Opfer. Das Kuscheln wirkt auf dich.

Wenn du genießt, bist du der Täter (im Sinne von Gestalter). Im besten Falle fühlst du das Gute des Kontaktes, den du herbeigeführt hast.

Es wurde ja auch schon auf das Selbstwertgefühl eingegangen, damit hat meine Anmerkung auch zu tun, ohne dass ich es konkret herleiten kann. Aus der Fülle reagieren, nicht aus dem Mangel, hab ich mal gelernt.

Wenn ich dieses nicht bekomme, fühle ich mich so leer und
nicht am Leben beteiligt. Die Wärme hält mich lebendig…

„Wenn ich sie nicht fühle“ … und „Die Wärme zeigt mir meine Lebendigkeit“ sind vordergründig nur sprachliche Nuancen, aber ein ganz wichtiger Schritt zu einem Wechsel der Wahrnehmung: DU bist der Gestalter.

Kennt Ihr das ?

Ich weiß nicht wie alt du bist, noch ob du männlich oder weiblich bist und welche genauen Erfahrungen du hast, von daher ist es sehr allgemein, wenn ich sage: Ich kenne das, wie wohl jeder Mensch.

Neben aller Theorie habe ich aber trotz (oder wegen, keine Ahnung) einer längeren Phase des Mangeln an körperlicher Nähe mich als Gestalter entdeckt oder entwickelt.

Und ich hab auch mal gelernt, dass man dadurch voll wird, das man das gibt, was man braucht.

Das ist natürlich nur eine weitere Variation des Themas „Sei der Gestalter“.

Gruß, Zoelomat

Hallo Zoelomat,

vielen Dank für Deine E-Mail.

Deine Zeilen haben mich zum Nachdenken gebracht…
In diesem Blickwinkel, habe ich es noch gar nicht betrachtet…

So bekommt man auch ein ganz anderes Gefühl :smile:wenn man selbst der Gestalter ist…

Vielen DANK :smile: dafür…Werde daran arbeiten…

Liebe Grüße