Abhilfe bei Achillodynie, evtl. durch Akupunktur

Hallo Lauffreunde,

habe das Problem seit 4 Monaten , kann deshalb nicht mehr laufen. Gehen geht, aber Laufen ist das Problem und dieses ist mein Hobby.
Massage gab wenig Hilfe, Tapen half nicht. Salben mit entsprechenden Mitteln ( Voltaren und andere) hilft nicht oder nur wenig. Hat jemand Erfahrung mit Akupunktur?

Viele Grüsse und schon mal danke.

Akupunktur ist eine Option. Den Trumpf musst Du ausspielen und schauen ob er „sticht“. Wenn Du gerne wieder laufen willst, solltest Du schon längst bei einem guten Akupunkteur sein und nicht Pro und Contra in wer weiss was erörtern.

Last but not least könntest Du auch ein „Sportsüchtiger“ sein und Dein Körper sagt „langsam reiten Cowboy“.

Dann solltest Du keine Trümpfe ausspielen sondern Dich mal von aussen anschauen.

Medizinfragen als Methode im 0111011000111101011100011 Medium zu klären ist eh schwierig.

Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du den Besten Weg findest

Danke für schnelle Antwort.

Hallo,
bin kein Lauffreund, habe nur über etliche Jahre Akupunktur machen lassen und damit mein allergisches Asthma stark reduziert bekommen, so dass ich auf meine Medikamente fast vollständig verzichten kann.
Ich weiß nicht, was Achillodynie ist, aber sprech doch mal mit einem Arzt, der mit Akupunktur behandelt, darüber oder suche einen Heilpraktiker, der Akupunktur macht. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert, oder?

Gruß
Martina

Hallo Hardenburg
Ich befürchte, dass dir die üblicherweise symptomorientierte Akupunktur ebenso wenig Erleichterung bringen wird, wie die Massage. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei diesem Beschwerdebild um eine meist hochgradige Reizung, die mit einer Entzündung vergleichbar ist. Wärmeanwendungen und zusätzliche Reize, wie Massage halte ich dabei für kontraindiziert. Das gilt auch für Akupunkturbehandlungen, bei denen Nadeln ins schmerzende Gebiet gesetzt werden.

In derartigen Fällen befrage ich meine Patienten danach, was sie vorher gegen die Beschwerden unternommen haben und mache das Gegenteil davon. In deinem Fall könnte ich mir als Erste Hilfe Eis aus dem Tiefkühlfach vorstellen. Dazu existiert aber eine (wichtige) „Gebrauchsanleitung“:  Benutze es an den schmerzenden Stellen niemals länger als etwa 30 Sekunden. Verwende es erst dann wieder, wenn der Schmerz erneut stärker wird. Du wirst bemerken, dass die so erreichte Schmerzreduzierung von Anwendung zu Anwendung länger anhält. So lassen sich große Reizzustände recht gut abbauen. Komme aber keinesfalls auf die Idee, es länger als eine etwa halbe Minute am Beschwerdeort zu belassen, denn dein Körper würde einen großen Wärmeverlust mit zusätzlicher Wärmebildung – also Verschlimmerung – beantworten.

Weiter würde ich an deiner Stelle die Wade der anderen Seite massieren. Wie du weißt, praktiziere ich chinesische Medizin und mit diesem Gedankenmodell ließe sich die Wirkung begründen. In der westlichen Medizin wird da von der sog. „konsensuellen Reaktion“ gesprochen. (Auf dieser, der falschen Seite würde ich deshalb auch Nadeln setzen.)

Hier aber noch eine weitere Überlegung: Ich halte Achillodynien lediglich für Symptome, also Auswirkungen gänzlich anderer Störungen. Die die Wade versorgenden Nerven kommen aus dem Bereich der Lendenwirbelsäule und stehen deshalb in indirekter Verbindung mit den Unterleibsorganen, der Harnleiter sowie Harnblase und (links) mit dem Enddarm. Sollten dir an diesen Organen Vorerkrankungen oder Störungen bekannt sein, würde ich die an deiner Stelle vorrangig die behandeln lassen.
Allerdings muss ich dir aber auch raten vorerst, bis zum Eintritt einer Besserung, auf unnötige Laufereien zu verzichten. (Lass dich tragen!)

Ich hoffe dir hilfreiche Hinweise gegeben zu haben, wünsche gute Besserung und verbleibe
mit vielen Grüßen
Klaus Radloff

Hallo!

Achillodynie ist ja etwas Ähnliches, wie der Tennisellbogen; und der Tennisellbogen lässt sich sehr gut unter anderem mit Akupunktur behandeln. Anbei ist ja meistens auch noch zusätzlich Quasha (Schabtechnik) und Schröpfen ebenfalls sehr angebracht, nebst dem Akupunktieren. Viele Behandlungen sind hier sehr erfolgreich. Bei der Achillodynie habe ich allerdings keine Erfahrung. Könnte etwas schwieriger sein, denn die Achilles steht einer stetigen Belastung entgegen.
Ich kann mir vorstellen, dass Akupunktur und zusätzlich Schröpfen/Quasha auf dem betroffenen Meridian gut helfen kann - jedoch versprechen kann ich leider nix!

  • Probieren geht über Studieren - Nebenwirkungen wird es kaum geben!

Grüsse aus der Schweiz
Yves

Hallo Hardenburg,

für eine hilfreiche Beurteilung sind die Informationen zu dürftig. Z.B. rechts/links?, schlimmer/besser?, Schuhe/barfuß?, Druck/Ziehen? usw. Welche Grunderkrankungen/Medikamente sind bereits vorhanden? Aus meiner Erfahrung würde ich das Problem mit Neuraltherapie („quaddeln“) und Homöopathie behandeln. Auch die Akupunktur wirkt recht schnell und gut, aber nur, wenn keine wesentlichen Grunderkrankungen oder längere Vorgeschichten (Knie!) bestehen.
Ich empfehle einen brauchbaren Heilpraktiker oder Chirotherapeuten in der Nähe, der das Problem schnell in den Griff kriegen sollte.
Als Vorab-Tipp eine recht gute Salbe: Traumeel S-Salbe; vorher an der Schmerzstelle mit Eis behandeln!
Viel Erfolg!
HPS

ja,Akupunktur nach nysa zusammen mit Chiropraktik und doc-salbe kann helfen.

Frdl.Gruß und gute Besserung!
Dipl. Oec.med. Prüfer

GUten Abend,

ich weiß, dass es sehr schwer ist dieser Erkrankung beizukommen. Dennoch habe ich Erfolge mit Elektoakupunktur, Akupunktur, Moxabehandlung, Manualtherapie und letztendlich auch Tapen!

Lieben Gruß

Martina

Die Achillessehnenentzündung kann man und sollte man mit Akupunktur und Lasertherapie behandeln. Erfolge in meiner Klinik liegen bei 95%.Aufpassen bei der Wahl, sollte unbedingt ein DOM (Doktor in Orient Medizin)sein.
MfG. Doc Peter

Hallo Läufer,

Diclofenac hilft mir besser als Voltaren. Zudem habe ich mit Akupunktur die besten Erfahrungen gemacht - allerdings hatte ich „nur“ Krämpfe.
Akupunktur plus Einlagen und ich war mein Problem los.

Ob das bei Entzündungen hilft, kann ich nicht beantworten. Da Akupunktur gar keine (schädlichen) Nebenwirkungen hat, kannst Du es getrost ausprobieren,

Viel Glück!

Gruß

K.H.

Hallo „Hardenburg“,

da es sich um eine Entzündung handelt, wäre eine Ruhepause bis zum Ausheilen sehr zu empfehlen, Salben gehen nicht tief genug, Akupunktur würde nur bei gestörten Energieflüssen helfen, also:

Hilfe durch Einnahme entzündungshemmender Medikamente oder naturheilkundlich durch Homöopathie Rhus tox D30 Arnica D12 im Wechsel,

wichtig: kein Training bis zur Ausheilung, sonst drohen chronische Beschwerden bis hin zum Abriss

diese Empfehlungen ersetzen nicht die Begleitung eines kompetenten Arztes oder Heilpraktikers und erfolgen ohne Gewähr

gute Besserung

Karin

Die Achillodynie ist ein Schmerzsyndrom der Achillessehne, des Ansatzes der Wadenmuskulatur am Fersenbein. Sie gehört unter anderem mit dem Golferellenbogen und dem Tennisellenbogen in die Gruppe der Insertionstendopathien. Es handelt sich um eine entzündliche Reaktion auf mechanische Schädigung von Sehnengewebe durch Mikrotraumata und damit um eine eher häufige Erkrankung. Die Veränderungen im Gewebe treten in der Regel ca. 2 – 6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein auf.
Inhaltsverzeichnis

1 Ursachen
2 Symptome
3 Diagnostik
4 Therapie
5 Prognose
6 Einzelnachweise
7 Weblinks

Ursachen

Als Ursache der Achillodynie wird eine lokale, meist chronische Überbeanspruchung der Achillessehne angeschuldigt, wobei ständige gleichförmige Belastungen (Langstreckenlauf) genauso vorkommen wie ungewohnte, kurze Tätigkeiten (Aufnahme eines neuen Sportes). In vielen Fällen ist die Ursache nicht erkennbar. Daneben treten Achillodynien aber auch als Folge anderer Erkrankungen wie Arthrose des Sprunggelenkes oder einer Fußdeformität auf.
Symptome

Leitsymptom der Achillodynie ist der in seiner Intensität belastungsabhängige Schmerz im Verlauf der Achillessehne, meist verbunden mit einer Schwellung.
Diagnostik

In der Regel reichen eine klinische Untersuchung und eine Sonographie zur Diagnosesicherung aus. Gelegentlich ist eine Röntgenuntersuchung zum Ausschluss eines hinteren Fersensporns sinnvoll.
Therapie

Regelmäßige Dehnung der Wadenmuskulatur.
Kühlung, z. B. durch Eisbehandlungen (nur temporäre Wirkung).
Belastungsreduktion.
Entlastung – die Sehne kann durch eine Absatzerhöhung in ihrer Grundspannung entlastet werden.
Salbeneinreibungen, z. B. mit Diclofenac.
Spezielle Bandagen.
Massagen sind unter Ärzten umstritten.
Injektionen mit Kortison sind unter Ärzten umstritten, weil neben einer guten Wirksamkeit das Risiko von Sehnenrissen erhöht wird (dieses ist bereits durch die Erkrankung selbst erhöht).
Die Stoßwellentherapie ist eine relativ neue Therapieoption. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen sie wegen ihrer umstrittenen Wirksamkeit noch nicht.
Sensomotorische Einlagen
Strahlentherapie kann unter Abwägung des Strahlenrisikos hilfreich sein.
Simultanverfahren mit Ultraschall.
bei lange bestehenden, konservativ nicht beherrschbaren Beschwerden ist die Längsspaltung der Sehne und die Ausschälung des abgestorbenen Bezirks hilfreich

Prognose

Bei günstigem Verlauf klingt die Achillodynie unter der genannten Therapie wieder ab. Chronische Verläufe sind aber nicht selten

hoffe, ich hab dich ein wenig beruhigt.
ich habs selber auch ein wenig, is einfach ne überlastung, mein Tipp: oft ist weniger mehr.
Also schone deine Füße ein bisschen.

Hallo Herr Beer,

Ich mache ja schon seit 4 Monaten nichts mehr.
jetzt ist Frühjahr und Sommer und ich kann nicht laufen. Natürlich gibt es Schlimmeres. Sorry, aber ich leide etwas.
Auf jeden Fall Danke.

Hallo Hardenburg,

über medikamentöse Behandlung kann ich Dir leider nicht viel sagen.Versuche es vielleicht mal mit COMPAGEL.Arznei für Pferde,allerdings ca.25 EURO für die 250 Gramm-Tube.
Ich empehle eher Kontakt zu einem Physioterapheuten.
Der kriegt das,so wüsche ich Dir,mit Massage weg.Und-
was noch wichtiger ist-er zeigt Dir Übungen wie ,durch regelmäßiges Dehnen der Achillessehne,künftig das Problem nicht mehr auftritt.Meine Erfahrung:NACH dem
Laufen Vorderfuß auf z.B.Trottoirkante,an etwas festhalten und ganzes Gewicht auf die Ferse.Jeweils ca.
10 Sekundes, aber regelmäßig.Habe,auch nach 25 Jahren Laufen(3000 m bis MarathonBestzeit 2:58)kein Problem
mit der Achillessehne.Der Tip kam von einem befeundeten Läuferkollegen (Physiotherapheut)Ich wiege allerdings auch nur max.60 kg.Alles Gute.Ich würde mich über eine Rückmeldung irgendwann freuen.

Also gut, dann hab ich nur noch eins als „Nichtdoktor“.
Einfach mal: bittere Aprikosenkerne googeln, helfen für viele Dinge.
Gute Besserung und no hang up your head.
gruß
W. Beer

Lieber Hardenburg,
Akupunktur kann helfen, gehört aber nicht zu den sogenannten Standardtherapien.
Ich betreue ca. 4000 Läufer als Orthopäde und Sportmediziner. Ich besitze die Zusatzbezeichnung Akupunktur, wenn diese aber nur in frustranen Fällen, also eher selten.

Viele Grüße
Nicolas Gumpert

[LInk entfernt - www-Team]

Hallo Herr Nicolas Gumpert,

erstmal Danke für die Antwort, allerdings habe ich das alles bis auf Vergipsen schon probiert. Bisher hatte alles nur geringe Wirkung. Wenn denn der Schmerz mal wirklich weg ist und ich dann nach 1 Woche mal wieder 5 km langsam laufe, fängt alles wieder von vorne an.
Eine Bemerkung noch, ich überlege gerade eine Strahlentherapie anwenden zu lassen. Diese therapeutische Massnahme erwähnen Sie nicht, hat das besondere Gründe? Man spricht von 50-80 % Erfolgschancen.
Ein Hinweis noch, ich bin 63 Jahre alt, kann es sein dass ich damit leben muss?

MfG Hardenburg

Hallo Martina,

vielen Dank für die Antwort, aber leider sind sie zu weit weg, sonst hätte ich sie mal kontaktiert.
MfG Hardenburg

Hallo Werner, danke für die Antwort.

ich weiss noch nicht was ich machen soll. Die Schmerzen sind manchmal weg, wenn ich dann mal wieder 5 km langsam laufe, geht alles wieder von vorne los.
Ich wiege jetzt schon 84, 184 cm gross und 63 J alt, 4 Kg über meinen besten Gewicht, aber das allein ist nicht die Ursache.
Ich werde wohl mal die Strahlentherapie versuchen, nachdem alles andere versagt hat.

MfG Hardenburg