Ich kann verstehen, dass dir das komisch vorkommt. Aber kurz zur Einordnung, bevor du was unternimmst:
Zur Technik: Ein Smartphone, das per Spy-App „umfunktioniert“ wurde, lässt sich von außen praktisch nicht erkennen oder gezielt stören. Es sendet ja auf den ganz normalen Frequenzen (WLAN, Mobilfunk, Bluetooth) wie jedes andere Handy auch. Ein HF-Detektor schlägt da bei jedem Gerät im Raum an, bringt dir also nichts Konkretes. Und „nur sein Handy“ gezielt lahmlegen, ohne dass auch dein eigenes oder das WLAN betroffen ist, geht technisch einfach nicht.
Rechtlich wichtig: Auch wenn der Verdacht stimmt, aktiv stören (Jammer o.ä.) ist in Deutschland verboten (§ 55 TKG) und dann bist du der, der sich strafbar macht, völlig unabhängig davon, was dein Kollege macht. Mithören/Aufzeichnen vertraulicher Gespräche ist nach § 201 StGB strafbar, das ist dein Hebel, nicht die eigene Gegenmaßnahme.
Was wirklich was bringt: Statt auf Technik zu setzen, die du eh nicht beweisen kannst, ist der altbekannte Trick: Streu gezielt eine Info in einem Gespräch, bei dem er definitiv nicht dabei ist, etwas, das er sonst auf keinem Weg erfahren könnte (fingierte Absprache, angeblicher Termin, kleine „Neuigkeit“). Taucht das danach bei ihm oder über ihn wieder auf, hast du einen ziemlich handfesten Anhaltspunkt, ganz ohne Technik und ohne dass du dich selbst angreifbar machst.
Am besten mehrfach mit verschiedenen „Ködern“ wiederholen, damit du Zufall ausschließen kannst, und am besten schriftlich mitschreiben (wann, was, wer war dabei, wann kam’s zurück).
Wenn sich der Verdacht so erhärtet, ist der nächste Schritt: Gespräch mit Vorgesetzten/Personalabteilung oder direkt Anzeige, dann können Polizei/Staatsanwaltschaft mit ihren Mitteln weiterermitteln.
Verständlich, dass man sowas selbst klären will, aber so kommst du an handfeste Beweise, ohne dich rechtlich angreifbar zu machen.