Ablehnung von Chemotherapie

Hallo!

Nein, es handelt sich nicht um eine Freundin oder den Vetter dritten Grades, sondern um mich.

Nach Brustkrebs im zweiten Halbjahr 2009 hat man nun (eher zufällig) bei der Nachsorge Metastasen in der Leber entdeckt. Ein beliebter Einnistungsort neben der Lunge nach BK.

Endgültige Sicherheit wird eine Leberbiopsie am Dienstag bringen, aber nach drei Untersuchungen (MRT, Sono und Ct unter Kontrastmitteln) gehen die Ärzte davon aus, dass die Punktion die Vermutung nur bestätigen wird.

Nun habe ich viele, viele gute Freunde durch Krebs verloren. Beobachtet habe ich immer, dass sie ohne nennenswerte Symptome ins Krankenhaus eingeliefert wurden und dann unter Chemo nach und nach „zusammenfielen“. D.h.: „von nun an gings bergab“. Sie waren nicht mehr fähig, in der ihnen verbleibenden Zeit noch Dinge zu tun, die sie gerne noch gemacht hätten, weil die Chemo sie in die Knie gezwungen hat.

Im Internet lese ich, dass sowieso nur ca. 10% der Chemotherapien einen verbesserten Befund resp. sogar Heilung versprechen. Deshalb meine Frage: Gibt es Erfahrungen, welche Folgen eine Verweigerung der Chemotherapie in Bezug auf Lebenserwartung bzw. der Krankheitsentwicklung (u.a. bezüglich möglicher Schmerzen) hat?

Dank & Gruß,
Anja

Abhängig vom persönlichen Krebstyp

Sie waren nicht mehr fähig, in der ihnen verbleibenden Zeit
noch Dinge zu tun, die sie gerne noch gemacht hätten, weil die
Chemo sie in die Knie gezwungen hat.

Das ist möglich. Ein Freund von mir hat die Chemotherapie auch abgelehnt …

Im Internet lese ich, dass sowieso nur ca. 10% der
Chemotherapien einen verbesserten Befund resp. sogar Heilung

… allerdings gab es bei seinem Krebstyp auch nur ca. 20 % 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit. D.h. bei IHM speziell hätte jegliche Therapie sowieso nichts gebracht.

D.h. du musst schon detaillierter aus der Biopsie wissen welcher Krebstyp es genau ist.

Gruß

Stefan

Ich persönlich bin kein Fan von den antineoplastischen Chemotherapien (auch Zytostatika-Therapie genannt), der Körper verfällt wirklich bei der Therapie und man benöätigt Jahre zur Regeneration und es ist durchaus möglich, dass man sich gar nicht mehr vollständig davon erholt.
Leider gibt es nicht sonderlich viele Alternativen. Bei Lungenkrebs sehen die Überlebenschancen relativ klein aus (besser aber als bei Bauchspeicheldrüsenkrebs).
Diese Therapien sind sehr anstrengend, schmerzhaft und unangenehm, die Liste der Wirkungen ist groß (als Nebenwirkungen kann man das eigentlich nicht bezeichnen) außerdem gibt es auch einen Prozentteil der an der Therapie verstirbt.
Die Log-Cell-Kill-Hypothese beschreibt, wieso man eine antineoplatische Chemotherapie nicht unterbrechen oder vermindern sollte, auch wenn der Tumor zu schrumpfen vermag.
Wenn man mich fragen würde, ob ich eine Zytostatikatherapie nehmen würde, dann würde ich nein sagen (das ist meine individuelle Meinung, das soll keine Beeinflussung sein), mir den Tumor und seinen Metastasen aber herausoperieren lassen, vielleicht mir aber eine aktive und passive Immuntherapie gegen den Tumor vornehmen lassen, mehr aber nicht.
Zwar ist das Risiko nun einen Rückfall zu haben hoch, aber mit den antineoplastischen Chemos und Strahlentherapien will ich persönlich wirklich nicht behandelt werden.
Ein Arztgespräch über die Therapien ist wohl die beste Wahl. Es gibt zudem neue Therapien wie die Brachytherapie - zwar eine Strahlentherapie, aber hier wird die Strahlung ziemlich reduziert.

Hallo,

Nein, es handelt sich nicht um eine Freundin oder den Vetter
dritten Grades, sondern um mich.

Es tut mir leid das zu hören.
Vllt. kaufst Du Dir mal das Buch.

Richardson/Griffin, Laetril im Kampf gegen Krebs, KOPP- Verlag.
ISBN 978-3- 42016-13-1
und: Es geht um ihr Blut (gleicher Verlag)

Gruß:
Manni

Nun habe ich viele, viele gute Freunde durch Krebs verloren.
Beobachtet habe ich immer, dass sie ohne nennenswerte Symptome
ins Krankenhaus eingeliefert wurden und dann unter Chemo nach
und nach „zusammenfielen“. D.h.: „von nun an gings bergab“.
Sie waren nicht mehr fähig, in der ihnen verbleibenden Zeit
noch Dinge zu tun, die sie gerne noch gemacht hätten, weil die
Chemo sie in die Knie gezwungen hat.

Man muß bedenken, daß es bei einer Krebserkrankung nicht „wieder besser“ gibt, wenn man nicht behandelt. Es ist fraglich, ob die Chemotherapie sie "in die Knie gezwungen hat und es nicht der Krebs selbst war.
Grundsätzlich kann man sagen, daß die Heilungstendenz bei Blutkrebsen gegen 100% geht, bei den soliden Carzinomen sieht es hingegen mit einigen Ausnahmen schlecht aus. Eine der Ausnahmen ist das Mammacarzinom, sofern es rezeptor-positiv ist.

Im Internet lese ich, dass sowieso nur ca. 10% der
Chemotherapien einen verbesserten Befund resp. sogar Heilung
versprechen.

Nja, im Internet steht viel Blödsinn.

Deshalb meine Frage: Gibt es Erfahrungen, welche
Folgen eine Verweigerung der Chemotherapie in Bezug auf
Lebenserwartung bzw. der Krankheitsentwicklung (u.a. bezüglich
möglicher Schmerzen) hat?

Prinzipiell hängt das ja von der Art des Carzinoms ab. Hier gibt es allerdings im Sinne der Frage keine Studien, diese wären nämlich höchst unethisch.
Natürlich gibt es immer Sonderfälle, wenn der Glaube dazwischen kommt. So kannte ich einmal eine 25 jährige Frau, die sich ihren Krebs mit Homöopathie hat behandeln lassen. Als ich sie sah, flossen aus einem großen Geschwür in ihrer Brust Blut, Wasser und Eiter raus. An diesem Punkt gibt es natürlich keine Therape mehr.

Ich persönlich bin kein Fan von den antineoplastischen
Chemotherapien (auch Zytostatika-Therapie genannt), der Körper
verfällt wirklich bei der Therapie und man benöätigt Jahre zur
Regeneration und es ist durchaus möglich, dass man sich gar
nicht mehr vollständig davon erholt.

Na, ist doch schon, wenn man seinen Krebs um Jahre überlebt hat!

Leider gibt es nicht sonderlich viele Alternativen. Bei
Lungenkrebs sehen die Überlebenschancen relativ klein aus
(besser aber als bei Bauchspeicheldrüsenkrebs).

Wie immer: Haarscharf daneben!

Diese Therapien sind sehr anstrengend, schmerzhaft und
unangenehm, die Liste der Wirkungen ist groß (als
Nebenwirkungen kann man das eigentlich nicht bezeichnen)
außerdem gibt es auch einen Prozentteil der an der Therapie
verstirbt.

Gibt’s da eine Studie, nur so eine klitzekleine??

Die Log-Cell-Kill-Hypothese beschreibt, wieso man eine
antineoplatische Chemotherapie nicht unterbrechen oder
vermindern sollte, auch wenn der Tumor zu schrumpfen vermag.
Wenn man mich fragen würde, ob ich eine Zytostatikatherapie
nehmen würde, dann würde ich nein sagen (das ist meine
individuelle Meinung, das soll keine Beeinflussung sein), mir
den Tumor und seinen Metastasen aber herausoperieren lassen,
vielleicht mir aber eine aktive und passive Immuntherapie
gegen den Tumor vornehmen lassen, mehr aber nicht.

Kann auch nur einer sagen, der den möglichen Aufwand einer solchen Operation nicht kennt.
Generell: Schon mal davon gerhört, daß es verschiedene Carzinome gibt?

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Schade, dass Du nur auf PTCA eingegangen bist.

Ich hätte gern von Dir was - unabhängig - gehört.

Gruß,
Anja

Schade, dass Du nur auf PTCA eingegangen bist.

Ich hätte gern von Dir was - unabhängig - gehört.

Versteh ich nicht so ganz. Ich bin in einem meiner Postings recht allgemein auf die Problematik eingegangen und habe sogar das Mammacarzinom erwähnt.

Falls da noch Fragen bestehen - meine e-mail Adresse liegt vor.

  • Natürlich gibt es verschiedene Krebsarten.
    Dazu nicht nur Karzinome, sondern auch Sarkome, Misch- und Sonderformen und Hämoblastosen.
    Einige Krebsarten wie z.B. das Basaliom streuen nur in sehr seltenen Fällen (

Guten Tag,
mein Antwort bezieht sich nicht direkt auf die Frage:Lebenserwartung sondern um eine Mitteilung in zusammenhang mit einer eigener Erfahrung. Ich bin Gärtner und arbeite seit einem Jahr mit einer Forschungsgesellschaft Namens ANAMED. ANAMED hat vorerst ihre Aufgaben in Afrika aber immer mehr in Europa. Wir produzieren kostenlos eine Heilpflanze: Die Artemisia annua oder chinesischer Beifuß. In Afrika benutzt sie man gegen Malaria aber es hat sich herausgestellt, daß sie auch Heilwirkungen ge-
Krebs und Boreliose.
Eine Kundin hatte Leberkrebs und hat Die Chemo ab-
gelennt. Sie hat Monaten lang Tee von Artemisia
getrunken. Jetzt ist sie ganz gesund.
Falls Sie Interesse haben gebe ich Ihnen gern die
Mailadress v. dem Vorstand dieser Gesellschaft.
Getrocknete Pflanzen f. Tee hat er oder ich viell-
eicht noch. Ich müßte genau schauen.
Dann wenn Sie es möchten, melden Sie sich zurück
wenn das Ihnen eine Hilfe sein kann.
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht
B.H-Schabd

WERBUNG und Betrug, Unverschämtheit
Schämst du dich kein Stück, hier zu versuchen ein Geschäft mit dem Leid deiner Mitmenschen zu machen?

Sowas ist ja abartig!

Artimisia annua (chin. Guizhu oder Gu Ai genannt) wird in der chinesischen Volksheilkunde maximal als Frauenheilmittel eingesetzt (v.a. von buddhistischen Nonnen) und soll _angeblich_ entwurmende Wirkung haben.

Mit Krebs hat das absolut nichts zu tun und ein Einzelfall ist kein Beweis für eine Kausalität, jede Behauptung dieses Kraut sei ein Mittel gegen Krebs ist Magie und Quacksalberei!

Schämen solltest du dich!

gruß,
Kate

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Guten Tag,
ich finde sehr schade, daß Kate meine Mitteilung so rasiert hat und
somit neue Heilungschance radikal geschlossen hat. Diese Art mit den
anderen umzugehen hat mich sehr betroffen besonders, daß wir diese
Arbeit für ANAMED völlig KOSTENLOS machen. Es dreht sich nicht um Ge-
schäft sondern um Hilfe unter einander.
Bevor man so ein Artikel schreibt,es wäre zu empfehlen sich genauer
zu erkundigen bzw. direkt bei ANAMED. Ich weiss was ich mit dieser
Frau erlebt habe und von Magie ist bestimmt nicht die Rede. Ich glaube
und bete zum Herrn Jesus.
Grüße
Shabd

Hi,

Ich glaube
und bete zum Herrn Jesus.

Das sei Dir unbenommen. Aber ich gebe Kate durch und durch Recht. Wenn Euer Mittelchen Krebs heilen könnte, würde es die Menschheit schon wissen und sie würden jubeln, dass die Letalität einer Krebserkrankung genommen ist.

Ich bin nicht so ein Träumer, ich zucke da nur die Achseln, aber es gibt viele Menschen, denen so eine völlig inhaltlose Aussage Hoffnung macht, sie dafür auch noch viel, viel Geld ausgeben und dennoch sterben - und das ist einfach menschenverachtend, perfide.

Gruß,
Anja

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Hallo Anja

gestern hat mich ein Arzt angerufen und erklärt, dass im MRI vom letzten Mittwoch kein Tumor-Rezidiv ersichtlich sein. Mit anderen Worten: Ich bin selbst Krebspatient (Liposarkom), erste Ops 1992 (ohne Chemo, ohne Bestrahlung), Rezidiv (ohne Metastasen) Ende 2009 operiert mit anschliessender ausgiebiger Bestrahlung.

Vor der Ops 2009 wurde mir eine Chemo als Vorbereitung der Operation angeboten. Nach reiflicher Überlegung habe ich abgelehnt. Und ich werde nie wissen, ob mein Entscheid richtig oder falsch war. Ich werde auch nie wissen, ob meine Einwilligung in die Strahlentherapie richtig oder falsch war.

In den fast 20 Jahren habe ich mich intensiv mit Krebs und Medizin befasst, auch ich habe mehrere Menschen aus meiner Umgebung an Krebs verloren (vor 100 oder 200 Jahren wären sie wohl einiges früher an etwas anderem gestorben), als Seelsorger habe ich Krebskranke begleitet und schon mehrere Trauerfeiern für Krebs-Opfer gehalten.

Wir meinen immer, Medizin sei eine exakte Wissenschaft. Menschen sind aber so komplexe Wesen mit unendlich vielen Einflussfaktoren, dass die Medizin immer auf Wahrscheinlichkeiten beruht. Es werden Statistiken erstellt, die für den Einzelfall immer stimmen können oder eben auch nicht. Und wenn ich an einer seltenen Krankheit leide, ist die Seltenheit kein Trost, für mich bin ich zu 100 % betroffen und mein eigener Krankheitsverlauf ist relevant. Deshalb kann Dir niemand eine Garantie geben, wie Deine Krankheit mit diesen oder jenen Therapien resp. bei Verzicht darauf verlaufen wird.

Ich habe oft den Eindruck, dass für die Medizin Leben eine Quantität, für mich selber aber eine Qualität ist. Die Quantität (z.B. 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit) lässt sich messen, die Qualität ist immer etwas individuelles und nicht objektiv für Statistiken messbar. Du weisst, was für Dich Lebensqualität ist, nur Du kannst für Dich Lebensqualität und Lebensdauer gegeneinander abwägen.

Möglicherweise solltest Du mit den Medizinern die Ziele, Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten des nächsten Behandlungsschrittes klären: Kurativ oder palliativ? Mit welchen Optionen, mit welchen Nebenwirkungen und mit welchen Wahrscheinlichkeiten? Und wenn kurativ: Was ist der Plan für Fall B (gewisse Therapien lassen sich nicht wiederholen)?

Mir ist aufgefallen, dass oft viele Nebenwirkungen von Chemo den Symptomen einer Krebserkrankung im Endstadium gleichen. Und so habe ich mich schon mehrmals gefragt, ob nun jemand am Krebs oder an der Chemo gestorben ist - möglicherweise war es aber auch die Kombination der beiden.

Ob Chemo (und auch welche Chemo) bei palliativer Behandlung zur Schmerzbekämpfung eingesetzt werden kann/soll, ist nur im konkreten Fall zu beantworten.

Anja, ich wünsche Dir viel Kraft, DEINEN Weg zu gehen!

Mit herzlichen Grüssen

Urs Peter Hinnen

Hi,

Ich glaube
und bete zum Herrn Jesus.

Das sei Dir unbenommen. Aber ich gebe Kate durch und durch
Recht.

Hallo,

ich bin wirklich schockiert, wie gutgemeinte Ratschläge hier abgewatscht werden :frowning:

Wenn Euer Mittelchen Krebs heilen könnte, würde es die
Menschheit schon wissen und sie würden jubeln, dass die
Letalität einer Krebserkrankung genommen ist.

Ja, so wie bei Chemo und Co. :wink:

Ich bin nicht so ein Träumer, ich zucke da nur die Achseln,
aber es gibt viele Menschen, denen so eine völlig inhaltlose
Aussage Hoffnung macht, sie dafür auch noch viel, viel Geld
ausgeben und dennoch sterben - und das ist einfach
menschenverachtend, perfide.

Manche Menschen scheinen wahrlich zu glauben, dass Chemo und Co. kostenlos verabreicht werden. Naja, wer so ein Zeug in Anspruch nimmt, sichert jedenfalls etliche Arbeitsplätze im Medizin- und Pharmabereich. Ich habe Rechnungen fur so ein Zeug gesehen und danach ist mir alles noch viel klarer geworden :wink:

Hier kommt jemand, der ein paar Teeblätter anbietet, dazu noch kostenlos (obwohl sie wahrscheinlich auch für jeden Hartzer bezahlbar wären), und wird dermaßen beschimpft, weil die Therapie nich wissenschaftlich anerkannt ist :frowning:(

In meinem Umfeld sind unzählige Menschen an wissenschaftlich anerkannten Methoden (Chemo und Strahlen) übern Jordan gegangen.

Aber jeder wie er meint.

LG
sine

[MOD] Ablehnung von Chemotherapie
Hi!

Bis zur Klärung bzgl. des Werbeverdachtes ist der Teilthread vorerst abgeschlossen.

Gruß,
Sharon