Hallo,
ich habe mich für das Wintersemester 03/04 für den Studiengang Betriebswirtschaft bei 8 FHs in ganz Bayern beworben. Hab meine Fachhochschulreife dieses Jahr mit einem Durchschnitt von 2,9 bestanden. Meiner Meinung nach nicht schlecht. Aber trotzdem habe ich von allen 8 FHs einen Ablehnungsbescheid bekommen. Ich hab auch in FHs beworben die leztes Jahr einen schnitt von 3,2 hatten (wie Ansbach) und diese hat z.B dieses Jahr einen Schnitt von 2,4…
Da stimmt doch was nicht.
Ich hab auch keine Vorstellung davon wieviele Plätze im Nachrückverfahren frei werden und wie hoch meine Chancen stehen auf diese Weise einen Studienplatz zu bekommen sind?? Ich hab mit so einer Situation nicht gerechnet…
Ich habe total Bammel davor jetzt ein Jahr daheim zu sitzen ohne festes Ziel etc.?? Was soll ich machen.
Für einen Studiengang ohne Zulassungsbeschränkung der noch Plätze frei hat ist es doch jetzt auch schon zu spät oder könnte ich mich jetzt noch für so einen bewerben???
Bitte helft mir…
Bin echt über jeden Ratschlag froh …
Danke
steht denn auf Deinem Ablehnungsbescheid nicht Dein Rang nach dem 1. Verfahren drauf? Da müßte eigentlich eine kleiner Auflistung stehen: Dein Rang nach Noten, Anzahl von zu vergebenen Plätzen, letzter zugelassener Rang nach Note; Dein Rang nach Wartesemester, Anzahl der zu vergebenen Plätzen nach Wartezeit, letzter zugelassener Rang nach Wartezeit.
Manchmal sagen noch relativ viele ihre Plätze ab und man hat im 2. Verfahren (Nachrückverfahren) noch große Chancen.
Ansonsten erkundige Dich doch nach den Rängen in den Studentensekretariaten.
Nicht verzweifeln
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Erstmal: Keine Panik. Selbst ein Jahr „ohne Ziel“ ist gar nicht so schlimm. In so einer Zeit kann man zum Beispiel wunderbar ein Praktikum machen (was sehr viele Vorteile hat), oder man jobbt ein bisschen rum, macht ein paar Volkshochschulkurse oder sowas, macht mal Dinge, die man schon immer machen wollte, aber nie machen konnte. Man muss nur Initiative zeigen, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Ich weiß, wovon ich spreche, ich hab zwei solcher Jahre hinter mir ;o) - ein freiwilliges, und eins aus genau dem Grund, den du jetzt hier angibst: keine Zulassung zum Studium.
Zu den Nachrückchancen kann ich dir aber leider nichts sagen.
Aber was auch immer kommt, nimm’s gelassen und mach das Beste draus!
nur mal so als Information: Ein Studentenausweis ist keine Eintrittskarte, die im Eingangsbereich kontrolliert wird.
Wenn Du jetzt nicht angenommen wirst, kannst Du trotzdem genauso zu den Veranstaltungen gehen und Literatur lesen, wie jeder Student (nur eben keine Klausuren mitschreiben). Außerdem hast Du den Vorteil, daß Du auch Veranstaltungen anderer Fachbereiche besuchen kannst, ohne in BWL was zu verpassen.
So kannst Du Dich schon mal auf das FH-Leben einstimmen und hast einen guten Vorsprung und vor allem einen gewissen Durchblick, wenn dann der Ticker nächstes Jahr wirklich läuft.
Aber
trotzdem habe ich von allen 8 FHs einen Ablehnungsbescheid
bekommen.
*kicher* Ja, ich hab aus ähnlichen Gründen auch mal Ablehnungsbescheide gesammelt
schnitt von 3,2 hatten (wie Ansbach) und diese hat z.B dieses
Jahr einen Schnitt von 2,4…
Da stimmt doch was nicht.
Dochdoch - das stimmt schon. Die haben einfach zum WS mehr Bewerber als zum SS Denn zum WS will eigentlich „jeder“ anfangen, also alle die, die im Juni ihr Abi gemacht haben und die, die grad fertig mit dem Bund sind und die, die im Sommer ihre Lehre abgeschlossen haben etc. Und es ist - weil’s halt an allerlei Unis nur zum WS losgeht der „üblichere“ Termin. Aber: don’t panic! Du hast jetzt noch nen Haufen Möglichkeiten. Ein paar wurden ja von meinen Vorrednern schon genannt (und schon ein bisserl „voraus“ studieren und nebenher jobben ist bestimmt kein Schaden *ggg*). Dann kannst Du ja bei den ganzen FHs nochmal anrufen (oder besser vorbeischlappen) und sagen, daß Du die Absage sehr bedauerst und auch kurzfristig zur Verfügung stündest (so hab ich trotz lauter Absagen am Ende 2 Zusagen gehabt, aber halt wirklich 2 Tage vor Semesterbeginn *g*). Oder Du fängst in nem verwandten Fachbereich an und wechselst dann nach dem ersten Semester. Oder Du schaust mal an FHs in anderen Bundesländern und machst Dich schlau, ob die Dich noch nehmen. Uni ist für Dich keine Alternative, oder? Die haben eher weniger Zulassungsbeschränkungen als FHs.
Ich hab auch keine Vorstellung davon wieviele Plätze im
Nachrückverfahren frei werden und wie hoch meine Chancen
stehen auf diese Weise einen Studienplatz zu bekommen sind??
Naja, ich bin als Nummer 69 von 30 zu vergebenden Plätzen durch meine diversen Amoktelefonate („ich hab aber immer noch Interesse“) reingerutscht. Aber üblich scheint das nicht zu sein *g*
Gibt es irgendwelche Kurse zur Überbrückung.
Ich glaub „offiziell“ vom Arbeitsamt oder so gibt’s da nix. Aber Gasthörer an der Uni/FH kannste werden, oder bei der erwähnten Volkshochschule - je nachdem was Dich halt interessiert. Oder Du nutzst die Zeit, jobbst 3 Monate richtig dolle und machst in den restlichen 3 Monaten ne Weltreise
Ich habe total Bammel davor jetzt ein Jahr daheim zu sitzen
ohne festes Ziel etc.?? Was soll ich machen.
Schon mal an ein Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr gedacht? Dabei bleiben auch Kindergeldanspruch und sonstige Eltern-Vergünstigungen erhalten.
ich kann deine sorgen sehr gut verstehen. ich möchte dir meinen ratschag zu herzen legen:
das schlimmste was du machen kannst, ist zu hause rumzusitzen oder irgendwelche kurse etc. zu belegen. damit gräbst du dir eine lücke in deinen lebenslauf, über den du stolpern kannst und wirst! da hat mein vorredner absolut recht. bei der hohen arbeitslosigkeit und den vielen bewerbungen auf eine stelle, fällst du bei vielen unternehmen garantiert als erster raus. ein lückenloser lebenslauf ist dringend anzuraten !!!
vorrübergehend ein anderes studienfach belegen? die anmeldefristen sind zwar schon vorbei, aber in nicht - zulassungsbeschränkten studiengängen würden dich manche fhs sicherlich noch aufnehmen. an meiner ehemaligen fh konnte man sich problemlos bis zu studienbeginn (1.10.) einschreiben.
davon rate ich dir aber auch ab:
dein lebenslauf weist einen knick auf. ein nicht geradliniger werdegang deutet auf unenschlossenheit hin --> das ist für deinen berufsstart ebenfalls ungünstig !
falls du anspruch auf bafög hast und in deinen „ersatzstudium“ geförderst wirst und später wechselst, wirst du vom studentenwerk probleme bekommen. wenn du nicht einen ECHTEN GRUND für einen fachwechsel liefern kannst, dann ist es vorbei mit der förderung.
ich würde dir eher dazu raten in deiner gewollten fachrichtung ein praktikum zu machen. damit kannst du berufserfahrungen sammeln und irrst nicht blind umher, sondern bewahrst deine selbstständigkeit und deine Ziele !!!. wenn du eine gute praktikumsstelle hast und dein arbeitgebeber dir ein gutes zeugnis ausstellt, dann wäre es auch denkbar ( wenn du die leistungen nachweisen kannst ), dass dir die fh dieses praktikum anerkennt und ein praxissemester erlässt und du im nachhinein wieder ein semester herausholen könntest ( meine fh tat dies in gewissen einzelfällen, ich würde da beim einschreiben nachfragen)
Also, in einem Fall wie dem von… hab ihren Namen vergessen, aber halt im Fall der ursprünglichen Fragestellerin, hat man ja wohl nicht die große Wahl, ob man nun das Jahr „verlieren“ will oder ob nicht. Von daher hat das ja mit Einstellung bei ihr nichts zu tun - sollte sie hinterher jemand fragen, kann sie ganz beruhigt die Wahrheit sagen: Ich hatte keine Wahl, habe aber das Beste draus gemacht.
Ist doch wohl tausendmal besser als sich ein Jahr lang bibbernd im Bett zu verkriechen.
Im übrigen war ich zwar durchaus bei Berufsanfang „relativ alt“, habe aber trotzdem einen Ausbildungsplatz bekommen, und habe dort eine sehr viel verantwortungsbewusstere Arbeitshaltung eingenommen als viele meiner jüngeren „Otto Normal“ Azubis. Wenn ich einen Vertrag unterschreibe, dann halte ich den auch ein. Meiner Meinung nach eine sehr richtige Einstellung. Wenn Chefs so oberflächlich urteilen (= vorher nicht den normalen Weg eingehalten ergo zu nichts zu gebrauchen), habe ich sowieso kein gesteigertes Interesse an dem Job (auch wenn das jetzt dumm und arrogant und weltfremd klingt - ich habe sehr genaue Vorstellungen von dem was für mich geht und was nicht, und wenn mir jemand eine Chance gibt, dann nutze ich die auch, aber ich passe mich nicht um jeden Preis an, denn es gibt auch Branchen in denen gerade „Anderssein“ gefragt ist).
Ansonsten vertraue ich im Allgemeinen auf ein gesundes Urteilsvermögen und Eigenverantwortung der Leute, wenn ich Tipps aus eigener Erfahrung gebe. Es sind ja schließlich Tipps, keine Vorschriften. Wer leichtsinnig handelt und dann nicht mit seinen Entscheidungen leben kann, der hat ein Problem - man muss eben wissen, was man am Ende erreichen will.
MfG
Annika
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Danke für die vielen Antworten!
Erstmal danke für die hilfreichen Ratschläge von euch allen!
Ich muss sagen das ich am Wochenende noch ziemlich verzweifelt war. Jetzt hab ich aber auch mit mehreren Bekannten geredet und davon sind sehr viele auch erst im Nachrückverfahren reingekommen und einige sogar erst 2 Tage nach Studienbeginn…
Aber wenn das nicht klappt werde ich höchstwahrscheinlich ein Praktikum machen. Hab auf der Seite vom Arbeitsamt super Praktikas gefunden die mich auch echt interessieren würden und mir auch denk ich für meinen späteren Berufsweg helfen können.
Das mit den Praxissemester wäre ja auch super.
Ach und um mein Alter mach ich mir auch noch keine Sorgen: Bin erst dieses Jahr 18 geworden (war die jüngste aus meinem Abschlussjahr) und somit bin ich nicht zu alt wenn ich mit dem Studium fertig bin…
Gruß an alle und vielen Dank für´s viele Daumen drücken