Ableitung

Hi Mathe Spezialisten!!

Ich stehe vor einem hirnzereisenden Problem. Und zwar soll ich bei meiner Klausurvorbereitung eine Ableitung von folgender Funktion bilden.

f(x)= 2/x exp[1-x^2] -> das „exp“ steht für Exponent und x^2 bedeutet „x hoch 2“

Das Ergebnis ist mir zwar bekannt, aber unbegreiflich. Nach zahlreichen Berechnungen komme ich nicht zum gleichen Ergebnis.
Hier auch noch das Ergebnis:
-2(2x+1/x^2)e^1-x^2

Hoffe die Schreibweise ist verständlich, besser hab ich es nicht hinbekommen.
Für einen nachvollziehbaren Lösungsweg wäre ich sehr dankbar…
Liebe Grüße PIT

Morgen Pit!

f(x)= 2/x exp[1-x^2] -> das „exp“ steht für Exponent und
x^2 bedeutet „x hoch 2“

Ich nehme mal an, der Ausdruck ist so gemeint:

  1. f(x)=(2/x)*e^(1-x^2)

oder so:

  1. f(x)=(2/x)^(1-x^2)

Probiern wir mal beides. Mit exp kann ich im ersten Fall nichts anfangen, deshalb nehme ich an, es handelt sich um die Zahl e.

Dann wollen wir mal.

  1. Man kann den Ausdruck als Produkt zweier Funktionen auffassen. Die erste Funktion ist 2/x (u), und die zweite Funktion ist e^(1-x^2) (v).
    Nach der Produktregel folgt:

y´=u´(x)*v(x)+u(x)*v´(x)

du/dx=-(1/x^2)

Mit der Kettenregel folgt für v:

dv/dx=2x*e^(1-x^2)

Das ergibt nach der Produktregel:

f´(x)=-(1/x)*e^(1-x^2)+(2/x)*2x*e^(1-x^2)
=-(1/x)*e^(1-x^2)+4*e^(1-x^2)=e^(1-x^2)*(4-(1/x^2))

Oder der Ausdruck exp(1-x^2) soll den Exponenten von 2/x darstellen:

Dann ergibt sich mit der Kettenregel:

df/dx ((2/x)^(1-x^2))=2/x

Gruß

Michael

Hallöchen,

f(x)= 2/x exp[1-x^2] -> das „exp“ steht für Exponent und
x^2 bedeutet „x hoch 2“

Ich nehme mal an, der Ausdruck ist so gemeint:

  1. f(x)=(2/x)*e^(1-x^2)

oder so:

  1. f(x)=(2/x)^(1-x^2)

Probiern wir mal beides. Mit exp kann ich im ersten Fall
nichts anfangen, deshalb nehme ich an, es handelt sich um die
Zahl e.

exp(%) = e^% Nur eine andere Schreibweise.

Dann wollen wir mal.

  1. Man kann den Ausdruck als Produkt zweier Funktionen
    auffassen. Die erste Funktion ist 2/x (u), und die zweite
    Funktion ist e^(1-x^2) (v).
    Nach der Produktregel folgt:

y´=u´(x)*v(x)+u(x)*v´(x)

du/dx=-(1/x^2)

muss heissen: -2/x^2

Mit der Kettenregel folgt für v:

dv/dx=2x*e^(1-x^2)

Hier gehört nun ein Minus rein:
-2x*exp(1-x^2)

Das ergibt nach der Produktregel:

f´(x)=-(1/x)*e^(1-x^2)+(2/x)*2x*e^(1-x^2)
=-(1/x)*e^(1-x^2)+4*e^(1-x^2)=e^(1-x^2)*(4-(1/x^2))

ensprechend ergibt sich das Ergebnis:
-exp(1-x^2)*(2/x^2 + 4)

Oder der Ausdruck exp(1-x^2) soll den Exponenten von 2/x
darstellen:

Dann ergibt sich mit der Kettenregel:

df/dx ((2/x)^(1-x^2))=2/x

Das geht dann doch ein bisschen zu schnell:

erst schreibt man es so:
(2*x)^(x^2-1)
dann bemüht man die e-Funktion und die ln Funktion:
[exp(ln(2*x))]^(x^2-1)
= exp[ln(2*x) * (x^2-1)]
die kann man dann relativ schön ableiten und bekommt:
(2*x)^(x^2-1) * x*(1 + 2*ln(2*x) - 1/x^2)

ciao
ralf

Hallo Ralf!

du/dx=-(1/x^2)

muss heissen: -2/x^2

War wohl etwas früh heute morgen. Ich habe das wohl im Zustand geistiger Umnachtung integriert, statt differenziert.
Peinlich, peinlich.

Hier gehört nun ein Minus rein:
-2x*exp(1-x^2)

Ebenfalls richtig, das habe ich wohl vergessen (wird immer peinlicher), den Schluß kommentiere ich besser nicht…

Ich hoffe, mir ist dieser geistige Fehltritt verziehen :smile:

Gruß

Michael (unterdemsichgeradedieErdeauftut,underdarinversinkt)