Abnehmen, einfach weniger essen?

Hallo,

ich habe mal eine Frage:

Was ist besser/gesünder für den Magen/Verdauung/Körper - viele kleine Mahlzeiten oder immer dann essen, wenn man Hunger bekommt?

Mein Problem, ich bin immer nur am Futtern, obs ein Yoghurt ist oder Obst/Gemüse. Ob es auf der Arbeit ist oder zu Hause. Und damit ich mich nicht an den Süßigkeiten vergreife, habe ich immer Obst/Gemüse bereitgeschnippelt.

Aber langsam frage ich mich, ob das überhaupt gut ist, wenn der Magen die ganze Zeit am Arbeiten ist?

Eine Bekannte hat mir mal ihr Abnehmprogramm verraten. Und zwar nicht mehr so viel futtern. Mal öfters hungern, das tut gut?!?, und sie konnte auch nicht auf Süßigkeiten verzichten (wie ich), hat dementsprechend ihre Schoki gegessen, aber dafür weniger Kartoffeln oder so. Ist das Gesund? Sie hält im Moment ihr Gewicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gesund für den Körper war.

Grüße

ich denke,das gesündeste ist es,wenn man regelmäßig essen zu sich nimmt.meinetwegen 5 kleine mahlzeiten am tag sind besser als einmal richtig viel zu essen…
also wenn ich würde abnehmen wollen,würd ich sport machen und einfach nicht so viel fettes essen und regelmäßiger,aber nicht unbedingt weniger…
und wenn man trotz der vielen mahlzeiten hunger hat,dann ist doch n apfel zwischendurch nicht im geringsten schädlich für den magen oder so,der ist doch darauf vorbereitet,das gegessen wird…

Hallo Fabia,

Was ist besser/gesünder für den Magen/Verdauung/Körper - viele
kleine Mahlzeiten oder immer dann essen, wenn man Hunger
bekommt?

Wer nicht nach „Atkins“ abnimmt,
sondern „einfach nur“ seine Ernährung DAUERHAFT umstellt, auf weniger Fett, weniger raffinierte Zucker und Weißmehlprodukte, mehr Ballaststoffe und ausreichend Flüssigkeitszufuhr, der nimmt, falls übergewichtig, dauerhaft ab und er:

  1. sollte nicht hungern, aber auch
  2. nicht dauernd futtern, d. h. die meisten Menschen kommen, wenn sie ohne Diät und Hungern abnehmen wollen, am leichtesten klar, wenn sie nicht fünf, wie so oft in manchen Büchern beschrieben, sondern
  3. drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen!
  4. vor jeder Mahlzeit ein oder zwei Gläser oder Tassen Wasser oder Tee lauwarm trinken.
  5. nur dann essen, wenn man wirklich hungrig ist (bei mir führt das dazu, dass ich vor 9:00 morgens nichts esse, beim Aufstehen gegen 6:30 aber nach und nach meine 2-3 Tassen Tee, bzw. Wasser trinke. Erst dann spüre ich langsam Hunger.)

Es gibt unterschiedliche Essverhalten, aber wer sich fünfmal am Tag satt isst, isst meist mehr, als jemand, der sich dreimal am Tag satt isst. Sattessen heißt natürlich niemals: pappsatt, sondern angenehm-leicht satt, gut und langsam kauen.

Ein weiterer Grund für ein leichtes Abnehmen bei nur drei Mahlzeiten pro Tag ist die Insulinabsenkung.
Der Insulinspiegel sollte zwischen den Mahlzeiten und nachts jeweils eine deutliche Absenkung erfahren - denn nun wird bei Energiebedarf, Fett aus den Zellen verbraucht.
Solange viel Insulin im Blut ist, können fettabbauende Enzyme ihre Wirkung nicht entfalten und wir nicht abnehmen.
Daher müssen Übergewichtige für einen möglichst niedrigen Insulinspiegel sorgen, um effektiv abnehmen zu können. Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, wenn wir Kohlenhydrate aufnehmen. Die Insulinausschüttung ist überschießend, wenn die Kohlenhydrate einen hohen glykämischen Index haben. Eine reine Glyx-Diät ist nicht sinnvoll, aber ihr Prinzip zu kennen, ist beim täglichen Essen hilfreich, wenn man nicht zunehmen oder gar abnehmen möchte, weil sich durch diese Kenntnisse ein unnatürlich schnell wiederaufkommender Appetit bremsen lässt.

Der Insulinspiegel sollte nicht Achterbahn fahren, was aber passiert, wenn man raffinierte Zucker isst, was wiederum starke Hungergefühle nach sich zieht, weil der hohe Blutzucker viel Insulin erzeugt, der Blutzucker wird nun rasant schnell abgebaut, ein hoher Insulinspiegel bleibt übrig, der hungrig macht!!
Das passiert nicht, wenn wir uns ballaststoffreich und mit komplexen Kohlehydraten ernähren, weil hier durch der Blutzuckerspiegel langsam und weniger hoch ansteigt - gleiches geschieht mit dem Insulinspiegel. Genügend Eiweiß in der Nahrung führt ebenfalls zur Sättigung. Eine gewisse Magenfüllung, die zur Sättigung benötig wird, erreicht man also durch viel Flüssigkeit, und ballaststoffreiche Ernährung, die viele komplexe Kohlenhydrate und genügend Eiweiß enthalten soll. In diesem Falle sollte man übermäßiges Fett in der Ernährung vermeiden. Die wenigen Fette, die man verwendet, sollten eine gute Qualität haben, z. B. Olivenöl.

Wer eine andere Ernährungsweise gewohnt ist, benötigt in den ersten drei Tagen etwas Disziplin, danach hat sich der Insulinspiegel größtenteils reguliert.

Durch viel und regelmäßige Bewegung, Sport wird der Appetit ebenfalls reguliert.
Stärkere körperliche Belastung reduziert durch Bildung bestimmter Botenstoffe den Appetit und regt sowohl während als auch über die Belastungsphase hinaus Stoffwechselprozesse an: nach 90 Minuten Aerobic hat man keinen Bärenhunger, man wünscht sich allenfalls einen Apfel.

Indirekt wird durch diese Appetitregulation irgendwann auch automatisch mengenmäßig weniger gegessen. Man erzwingt also nichts und nimmt ganz langsam und stetig soweit ab, dass das Gewicht irgendwann stehen bleibt - meist bei einem Super-BMI und völlig ohne JoJo-Effekt.

Mein Problem, ich bin immer nur am Futtern, obs ein Yoghurt
ist oder Obst/Gemüse. Ob es auf der Arbeit ist oder zu Hause.
Und damit ich mich nicht an den Süßigkeiten vergreife, habe
ich immer Obst/Gemüse bereitgeschnippelt.

Man kann problemlos zwischendurch Obst und Gemüse essen, soviel man will. Doch wenn man wirklich abnehmen will, produziert man permanent etwas Insulin, im Vergleich zu einer ca. 4-stündigen Abstinenz (Trinken nicht vergessen!) und die Gefahr auch wieder andere Dinge zu essen, wächst dadurch. Es schadet nicht, ist aber einfach nicht notwendig, und es bleibt erfahrungsgemäß nicht immer beim Gemüse.

Aber langsam frage ich mich, ob das überhaupt gut ist, wenn
der Magen die ganze Zeit am Arbeiten ist?

Eine Bekannte hat mir mal ihr Abnehmprogramm verraten. Und
zwar nicht mehr so viel futtern. Mal öfters hungern, das tut
gut?!?, und sie konnte auch nicht auf Süßigkeiten verzichten
(wie ich), hat dementsprechend ihre Schoki gegessen, aber
dafür weniger Kartoffeln oder so. Ist das Gesund? Sie hält im
Moment ihr Gewicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass
das Gesund für den Körper war.

Die Schokolade schadet keinesfalls, aber durch den ansteigenden Insulinspiegel zieht sie Appetit auf mehr nach sich. Sie ist mal ok. wenn man das Gewicht nur halten will, aber das Abnehmen zögert sie hinaus. Man darf sie nicht täglich essen. Am gesündesten ist es pro Monat nur 2 kg abzunehmen, da schadet ganz selten etwas Schokolade nicht, aber bleibt es auch dabei? Am besten gar nicht zu Hause bevorraten. Ansonsten hat Zartbitter-Schokolade mit mindestens 70% Kakao einen niedrigen glykämischen Index, d.h. sie hat zwar genügend Kalorien, macht aber nicht hungrig auf mehr.

ein Buch, was mich zum Thema fasziniert hat (obwohl ich kein Trennkostfan bin):
http://www.leichte.info/ueber/Ernaehrung/Satt_schlan…

Viel Erfolg wünscht

Renate

Hallo!

Wenn du mich fragst musst du herausfinden wie du dich am besten ernährst. Mehr oder weniger Mahlzeiten? Es steht zwar sehr oft in den Büchern man sollte 5 Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen.Ich persönlich habe meine goldene Mitte bei 2 Mahlzeiten gefunden. Mit denen bleibe ich aktiv, bin belastbar, usw. Das „was“ ist auch nicht bei jedem gleich. Der eine braucht mehr Eiweiß, der andere braucht viele Kohlenhydrate, usw. Also würde mich nicht mit dem „errechneten durchschnitt“ zufriedengeben, sondern einfach selbst testen wie du einerseits körperlich, andererseits auch psychisch auf eine andere Ernährung reagierst ( mind. ne Woche solltest du es aber ausprobieren), usw… Jeder Körper ist anders!

Wegen Schoko: Ist es der Zucker oder gibt dir die Schoko mehr?!? Schoko ist ersetzbar… man muss nur den richtigen Stoff finden… meistens eben langkettige Kohlenhydrate (Nudeln, Haferflocken ( keine fertige Müslis- die haben viel zu viel Zucker…),usw…

Lg
Victoria

Hi,

danke für Eure Antworten.
Viele Probleme auf ein mal.
Ich bin nicht übergewichtig. Nach dem BMI-Wert habe ich Normalgewicht. Nur ich denke, vieles davon ist Fett. Ein paar Kilo weniger würden mir nicht schaden, aber mein Ziel ist nicht 1. abnehmen, sondern bisschen gesünder ernähren, als jetzt. Ich bin zwar satt nach den meisten Fertiggerichten, aber ich fühle mich nicht gut dabei.
Ich mache Sport 2 mal in der Woche im Fitnessstudio, außerdem fahre ich ein bissel mit dem Fahrrad rum. Gut, das mit dem Fitnessstudio mache ich hauptsächlich wg. meinen Rücken.
Ich bin oft müde und kaputt, vom nichts tun, fühle mich schlapp. Da die Ärzte mal wieder nix finden konnten und ich angeblich körperlich fit bin, führe ich das auf meine Ernährung zurück.

Ich habe das Frühstücken zu Hause auch abgesetzt. Jetzt frühstücke ich ein mal nur auf der Arbeit. Da ich bis 13 Uhr durchhalten muss, nehme ich mir meistens noch ein Yoghurt mit oder eine Banane/Apfel/Mandarinen etc. Jetzt jedoch fängt der Hunger im Magen wieder langsam an. Gut bald ist es ja soweit. Nur dann stehe ich zu Hause und weiß nichts, was ich mir auf die Schnelle machen soll. Bleibt also nur der Griff zu Kellogs/Müsli oder Fertiggericht.

Ich will mich ja richtig ernähren, aber es klappt mit meinem Magen nicht so ganz. Woher weiß ich was das Richtige für mich ist?
Nur Vollkornprodukte mag ich auch nicht essen. Ich werd nämlich noch ein paar Jährchen leben müssen, also kann i doch nicht auf Alles verzichten, was ich mag.

Grußel

grundsätzlich
hallo fabia,

du hast (offensichtlich, denn so genau kann man das natürlich aus der ferne nicht beurteilen) eine gestörte einstellung zum essen und zu deinem körper. du bist auf dem besten weg in eine massive essstörung.
es ist deine sicht der dinge, dich beunruhigt, nicht die dinge selbst.
es ist egal wie du bist, hauptsache ist, du fühlst dich glücklich!
und das kannst du nicht mit „gesunder“ ernährung erreichen, welche es sowieso nicht gibt.
setze dich mit deinen wahren problemen auseinander, deine ernährung und dein körper sind jedenfalls keins.
und nimm dir nicht halbverhungernde und kotzende models als vorbild.

strubbel
F:open_mouth:)

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‚Abspecken‘: Entscheidend ist die negative Energie
Hallo.

Schau mal hier nach. Finde ich sehr lesenswert.
http://gin.uibk.ac.at/home/moosburger-ka/publikation…

Alleine der Gedanke das ich einem faltigenlederhäutigenhöhensonnengegequältenwilddummrumlächelndengeldgeilenaltenforeveryoungstrunzer nur einen Cent für ein definitiv absolut nicht notwendiges Produkt in den Rachen schiebe macht mich ganz kirre.

Ist sehr subjektiv.

Grüße
Robert