Hallo Fabia,
Was ist besser/gesünder für den Magen/Verdauung/Körper - viele
kleine Mahlzeiten oder immer dann essen, wenn man Hunger
bekommt?
Wer nicht nach „Atkins“ abnimmt,
sondern „einfach nur“ seine Ernährung DAUERHAFT umstellt, auf weniger Fett, weniger raffinierte Zucker und Weißmehlprodukte, mehr Ballaststoffe und ausreichend Flüssigkeitszufuhr, der nimmt, falls übergewichtig, dauerhaft ab und er:
- sollte nicht hungern, aber auch
- nicht dauernd futtern, d. h. die meisten Menschen kommen, wenn sie ohne Diät und Hungern abnehmen wollen, am leichtesten klar, wenn sie nicht fünf, wie so oft in manchen Büchern beschrieben, sondern
- drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen!
- vor jeder Mahlzeit ein oder zwei Gläser oder Tassen Wasser oder Tee lauwarm trinken.
- nur dann essen, wenn man wirklich hungrig ist (bei mir führt das dazu, dass ich vor 9:00 morgens nichts esse, beim Aufstehen gegen 6:30 aber nach und nach meine 2-3 Tassen Tee, bzw. Wasser trinke. Erst dann spüre ich langsam Hunger.)
Es gibt unterschiedliche Essverhalten, aber wer sich fünfmal am Tag satt isst, isst meist mehr, als jemand, der sich dreimal am Tag satt isst. Sattessen heißt natürlich niemals: pappsatt, sondern angenehm-leicht satt, gut und langsam kauen.
Ein weiterer Grund für ein leichtes Abnehmen bei nur drei Mahlzeiten pro Tag ist die Insulinabsenkung.
Der Insulinspiegel sollte zwischen den Mahlzeiten und nachts jeweils eine deutliche Absenkung erfahren - denn nun wird bei Energiebedarf, Fett aus den Zellen verbraucht.
Solange viel Insulin im Blut ist, können fettabbauende Enzyme ihre Wirkung nicht entfalten und wir nicht abnehmen.
Daher müssen Übergewichtige für einen möglichst niedrigen Insulinspiegel sorgen, um effektiv abnehmen zu können. Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, wenn wir Kohlenhydrate aufnehmen. Die Insulinausschüttung ist überschießend, wenn die Kohlenhydrate einen hohen glykämischen Index haben. Eine reine Glyx-Diät ist nicht sinnvoll, aber ihr Prinzip zu kennen, ist beim täglichen Essen hilfreich, wenn man nicht zunehmen oder gar abnehmen möchte, weil sich durch diese Kenntnisse ein unnatürlich schnell wiederaufkommender Appetit bremsen lässt.
Der Insulinspiegel sollte nicht Achterbahn fahren, was aber passiert, wenn man raffinierte Zucker isst, was wiederum starke Hungergefühle nach sich zieht, weil der hohe Blutzucker viel Insulin erzeugt, der Blutzucker wird nun rasant schnell abgebaut, ein hoher Insulinspiegel bleibt übrig, der hungrig macht!!
Das passiert nicht, wenn wir uns ballaststoffreich und mit komplexen Kohlehydraten ernähren, weil hier durch der Blutzuckerspiegel langsam und weniger hoch ansteigt - gleiches geschieht mit dem Insulinspiegel. Genügend Eiweiß in der Nahrung führt ebenfalls zur Sättigung. Eine gewisse Magenfüllung, die zur Sättigung benötig wird, erreicht man also durch viel Flüssigkeit, und ballaststoffreiche Ernährung, die viele komplexe Kohlenhydrate und genügend Eiweiß enthalten soll. In diesem Falle sollte man übermäßiges Fett in der Ernährung vermeiden. Die wenigen Fette, die man verwendet, sollten eine gute Qualität haben, z. B. Olivenöl.
Wer eine andere Ernährungsweise gewohnt ist, benötigt in den ersten drei Tagen etwas Disziplin, danach hat sich der Insulinspiegel größtenteils reguliert.
Durch viel und regelmäßige Bewegung, Sport wird der Appetit ebenfalls reguliert.
Stärkere körperliche Belastung reduziert durch Bildung bestimmter Botenstoffe den Appetit und regt sowohl während als auch über die Belastungsphase hinaus Stoffwechselprozesse an: nach 90 Minuten Aerobic hat man keinen Bärenhunger, man wünscht sich allenfalls einen Apfel.
Indirekt wird durch diese Appetitregulation irgendwann auch automatisch mengenmäßig weniger gegessen. Man erzwingt also nichts und nimmt ganz langsam und stetig soweit ab, dass das Gewicht irgendwann stehen bleibt - meist bei einem Super-BMI und völlig ohne JoJo-Effekt.
Mein Problem, ich bin immer nur am Futtern, obs ein Yoghurt
ist oder Obst/Gemüse. Ob es auf der Arbeit ist oder zu Hause.
Und damit ich mich nicht an den Süßigkeiten vergreife, habe
ich immer Obst/Gemüse bereitgeschnippelt.
Man kann problemlos zwischendurch Obst und Gemüse essen, soviel man will. Doch wenn man wirklich abnehmen will, produziert man permanent etwas Insulin, im Vergleich zu einer ca. 4-stündigen Abstinenz (Trinken nicht vergessen!) und die Gefahr auch wieder andere Dinge zu essen, wächst dadurch. Es schadet nicht, ist aber einfach nicht notwendig, und es bleibt erfahrungsgemäß nicht immer beim Gemüse.
Aber langsam frage ich mich, ob das überhaupt gut ist, wenn
der Magen die ganze Zeit am Arbeiten ist?
Eine Bekannte hat mir mal ihr Abnehmprogramm verraten. Und
zwar nicht mehr so viel futtern. Mal öfters hungern, das tut
gut?!?, und sie konnte auch nicht auf Süßigkeiten verzichten
(wie ich), hat dementsprechend ihre Schoki gegessen, aber
dafür weniger Kartoffeln oder so. Ist das Gesund? Sie hält im
Moment ihr Gewicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass
das Gesund für den Körper war.
Die Schokolade schadet keinesfalls, aber durch den ansteigenden Insulinspiegel zieht sie Appetit auf mehr nach sich. Sie ist mal ok. wenn man das Gewicht nur halten will, aber das Abnehmen zögert sie hinaus. Man darf sie nicht täglich essen. Am gesündesten ist es pro Monat nur 2 kg abzunehmen, da schadet ganz selten etwas Schokolade nicht, aber bleibt es auch dabei? Am besten gar nicht zu Hause bevorraten. Ansonsten hat Zartbitter-Schokolade mit mindestens 70% Kakao einen niedrigen glykämischen Index, d.h. sie hat zwar genügend Kalorien, macht aber nicht hungrig auf mehr.
ein Buch, was mich zum Thema fasziniert hat (obwohl ich kein Trennkostfan bin):
http://www.leichte.info/ueber/Ernaehrung/Satt_schlan…
Viel Erfolg wünscht
Renate