Abnehmen mal wissenschaftlich betrachtet

Hallo

Was genau passiert beim Zunehmen, was beim Abnehmen? So richtig beantworten konnte mir das noch keiner. Also red ich jetzt einfach mal was daher und ich möchte dann jeden bitten, der besser weiss wie es ist, mich zu korrigieren.

Annahme: Ein Mensch isst 110% von dem was er benötigt, dann könnten diese 10% als Fett eingelagert werden. Wir sind aber nicht perfekt und daher geht ein Teil davon wieder verloren. Jetzt nimmt man aber damit im Laufe der Zeit doch zu. Irgendwann stoppt er damit und isst nur noch 80 - 90% des Tagesbedarfs. Jetzt leeren sich diese Fettzellen wieder. Am Ende haben wir einen, der leere Fettzellen hat und wieder sein Wunschgewicht. Stimmt das? Oder bauen sich die Fettzellen auch irgendwann ab? Wenn nein, dann gibt’s die Theorie, dass diese wie wild versuchen wieder an Fett zu kommen. Also lagert der Mensch plötzlich jede Kleinigkeit ein und versucht ums Verrecken Energie zu sparen (nach der Diät). Das heisst, isst einer wieder normal (ich bezeichne das als 100%), dann würde er trotzdem wieder zunehmen. Wenn das wirklich so ist, dann hat man zum Abnehmen ja nur 2 Möglichkeiten: Entweder, man wird von nun an dauernd Sport treiben um den Verbrauch künstlich hoch zu halten und man isst nur noch vermindert (auch nach einer Diät), oder man lässt sich das Fett absaugen… denn wenn sich Fettzellen wirklich nie mehr abbauen, dann ist doch jede Diät für die Katz.
Daher die grundlegendste Frage: Wie baut man Fettzellen ab? (und nicht nur leeren)

Hallo.

Sooo wissenschaftlich muss man das Ganze gar nicht betrachten. Es geht auch einfacher: http://www.google.de/search?hl=de&q=%22chronic+under…

Okay, meine Erklärung ist leichter verdaulich:

  • die Menge an Fettzellen ist immer gleich. Man weiss ja nie wann der kleine Hunger kommt :smile:)
  • der Körper ist wie Wasser in einer Badewanne mit einem variablen Zufluss und Abfluss an Kalorien… -> http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
  • der Körper passt die Effizienz der Nahrungsverwertung der Menge umgekehrt proportional zueinander an (wie, wenn die Firma weniger Gewinn macht als geplant: erst wird das eingenommene Geld effektiver verwertet, danach ‚Schau’n mer mal‘)
  • wenn das Anpassungspotential ausgeschöpft ist, geht’s ans Eingemachte -> der Körper verliert an Gewicht

Das heisst ganz einfach nur, dass wer mehr an Kalorien verwertet als nötig an Gewicht zunimmt. Bei derselben Übung mit weniger Kalorien als nötig geht Gewicht verloren. Allerdings gehen die Zuwächse an Gewinnen und Verlusten mit der Zeit immer weiter zurück.
Die grösste Gefahr einer Diät besteht vielmehr darin, dass man ‚das Futter besser verwertet‘ als vorher und nach einem Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten wieder zunimmt (s. Joschka Fischer)

HTH
mfg M.L.

Die grösste Gefahr einer Diät besteht vielmehr darin, dass man
‚das Futter besser verwertet‘ als vorher und nach einem
Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten wieder zunimmt (s.
Joschka Fischer)

ist ein guter verwerter nicht eher jemand, dessen energieverbrauch höher liegt als beim durchschnitt? also zum beispiel ein sportler, der bei einer bestimmten menge an nahrung wo andere schon längst die pfunde wachsen sehen können, immer noch nicht zunimmt???
dacht ich zumindest immer… denn der lagert die energie nicht, sondern verwertet sie…

ansonsten rate ich im allgemeinen von normalen zeitbegrenzten diäten ab. dauerhaft bewußter ernähren und aktiver werden sollte das ziel sein, dann kann eigentlich das wohlfühlgewicht nicht mehr weit sein…

Hallo,

ist ein guter verwerter nicht eher jemand, dessen
energieverbrauch höher liegt als beim durchschnitt? also zum
beispiel ein sportler, der bei einer bestimmten menge an

also ich kenne den Gebrauch dahingehend, dass es Menschen gibt, wo jede Energie aus der Nahrung gewonnen wird, und andre da ginge schon noch was, aber der Körper hat das schon längst in die Ecke… weg damit… geschoben. aber das kann auch regional unterschiedlich verwendet werden… oder auch nur von mir? ich kenne das halt so.

dacht ich zumindest immer… denn der lagert die energie
nicht, sondern verwertet sie…

ich verstehe das so, dass die nicht benötigte dann eingelagert wird. Und der nicht jede Energie aus der Ernährung zieht ist heute klar im Vorteil. Früher war das wohl anders, wo im Winter noch Hungerperioden angesagt waren, da waren die Besseren Verwerter im Vorteil.

ansonsten rate ich im allgemeinen von normalen zeitbegrenzten
diäten ab. dauerhaft bewußter ernähren und aktiver werden
sollte das ziel sein, dann kann eigentlich das wohlfühlgewicht
nicht mehr weit sein…

wobei eine ausgewogene Diät einen guten Einstieg bieten kann. Wenn man danach natürlich wieder in die alten Gewohnheiten verfällt… wird das wohl nix auf Dauer werden. Aber gute „Diäten“ sind eigentlich eher als Essensumstellung zu verstehen, damit man dauerhaft was an Ernährungsschwierigkeiten arbeiten kann. Sahne macht zwar das Essen erst mal lecker… aber es ist eigentlich auch interessant mal wieder rauszufinden, wie schmeckt eigentlich Broccoli, Erbsen, Karotten… etc… Sahne ist doch immer die gleiche Pampe drüber. Wobei ich bei meiner Familie schon merke… so der …mhhhh ist das lecker… gefühl… das kommt bei den sahne-geschichten. Was ab und zu ja auch mal okay ist. Aber prinzipiell lass ich sie weg.

Grüße

Sarah

Guten Abend.

Also die Begriffe quantitativ und qualitativ dürfen nicht verwechselt werden. Ein guter Verwerter verwandelt mehr Energie aus der Nahrung in Energie als ein schlechter(er) Verwerter. WIEVIEL Kalorien das pro Kopf sind, hängt von anderen Umständen ab.

HTH
mfg M.L.

hallo,

okay, über den verwerter mag ich nix mehr sagen, da ich es echt nicht weiß…

wobei eine ausgewogene Diät einen guten Einstieg bieten kann.
Wenn man danach natürlich wieder in die alten Gewohnheiten
verfällt… wird das wohl nix auf Dauer werden. Aber gute
„Diäten“ sind eigentlich eher als Essensumstellung zu
verstehen, damit man dauerhaft was an
Ernährungsschwierigkeiten arbeiten kann.

Genau, eine ernährungsumstellung für immer ist der beste Anfang. Die typische Diät mag für sehr übergewichtige Menschen ein guter Beginn sein, dann aber ebenfalls mit dem Ziel der dauerhaften ernährungsumstellung.

Sahne macht zwar das
Essen erst mal lecker… aber es ist eigentlich auch
interessant mal wieder rauszufinden, wie schmeckt eigentlich
Broccoli, Erbsen, Karotten… etc… Sahne ist doch immer die
gleiche Pampe drüber. Wobei ich bei meiner Familie schon
merke… so der …mhhhh ist das lecker… gefühl… das
kommt bei den sahne-geschichten. Was ab und zu ja auch mal
okay ist. Aber prinzipiell lass ich sie weg.

die menge macht es. ich glaube, mein körper verzeiht es mir, wenn ich meinen sonntagsbraten mit sahnesoße esse :smile:
aber unter der woche versuche ich mich beispielsweise hauptsächlich von obst und gemüse und sattmachern (wie reis oder brot) zum mittag zu ernähren.

grundsätzlich glaub ich meine richtige ernährung gefunden zu haben. von allem etwas, aber alles nur in bestimmten mengen.
da muss ich auf nichts grundsätzlich verzichten, sondern mir es nur einteilen lernen und dann genießen :smile:

vg, july

So ähnlich. MMWesternhagen hat in seinem Song „Dicke“ schon gesungen, daß Dicke dauernd Diät machen, um nicht immer dicker zu werden. Da ist wohl was dran…

:smile: BT

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  • der Körper passt die Effizienz der Nahrungsverwertung der
    Menge umgekehrt proportional zueinander an (wie, wenn die
    Firma weniger Gewinn macht als geplant: erst wird das
    eingenommene Geld effektiver verwertet, danach ‚Schau’n mer
    mal‘)
  • wenn das Anpassungspotential ausgeschöpft ist, geht’s ans
    Eingemachte -> der Körper verliert an Gewicht

Den Verdacht mit der Modulierung der Effizienz hab ich auch! Ist das wissenschaftlich belegbar, oder eine persönliche Meinung??
Aber dieser Effekt müßte eigentlich nur Vergleichmässigend auf das Körpergewicht einwirken?

Die grösste Gefahr einer Diät besteht vielmehr darin, dass man
‚das Futter besser verwertet‘ als vorher und nach einem
Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten wieder zunimmt (s.
Joschka Fischer)

Für den JoJo-Effekt gibts allerdings eine plausiblere Erklärung.
Blöderweise wird bei Radikaldiäten ja schneller Eiweiß aus Muskeln abgebaut als Fett. Muskeln sind im Gegensatz zu den Fettzellen allerdings Energieverbraucher. Werden die reduziert, sinkt der Grundenergieverbrauch und fängt man dann wieder normal zu essen an, ißt man automatisch noch mehr zuviel!