Abnehmen - Nur was fuer Fettsuechtige?

Liebe Experten,

Kuerzlich habe ich mich hier an einer Diskussion beteiligt („Abnehmen - das leidige Thema“) und ordentlich Kritik geerntet fuer meine Aussage, eine 1,70 m grosse Frau, 65kg schwer, sollte noch ein paar Pfunde abnehmen. Meine Fitnesstips wurden teilweise als Sarkasmus abgetan.

Mich hat das alles sehr verwundert. Das Brett richtet sich doch an Leute, die etwas fuer ihre Figur tun moechten. Ist es dann verwerflich, einem nicht Fettsuechtigen (d.h. BMI kleiner als 30) zu raten abzunehmen und Sport zu machen? Oder ist das schon Anstiftung zur Magersucht?

Gruss
Christoph

Hi

Kuerzlich habe ich mich hier an einer Diskussion beteiligt
(„Abnehmen - das leidige Thema“) und ordentlich Kritik
geerntet fuer meine Aussage, eine 1,70 m grosse Frau, 65kg
schwer, sollte noch ein paar Pfunde abnehmen.

Äh, nein so hast Du das nicht gesagt.

Du hast gesagt, daß 65 kg für 1,70 eindeutig zu viel sind.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Mich hat das alles sehr verwundert. Das Brett richtet sich
doch an Leute, die etwas fuer ihre Figur tun moechten. Ist es
dann verwerflich, einem nicht Fettsuechtigen (d.h. BMI kleiner
als 30) zu raten abzunehmen und Sport zu machen?

Warum einem Normalgewichtigen zur Abnahme raten? Sport ist immer gut, aber in diesem Gewichtsbereich ist er mit Sicherheit nicht wegen Gewichtsreduzierung nötig

Übergewicht beginnt bei einem BMI so um die 25 und 65 kg auf 1,7 m sind doch etwas von dem entfernt.

Gruß
Edith

hallo,

es ging, wie little panda schon anmerkte, um deine wortwahl und die globale aussage, dass dieses gewicht für diese größe EINDEUTIG zu viel sei. das ist medizinisch gesehen schwachsinn. was ästhetisches empfinden betrifft, gibt es zwar einen kulturell determinierten konsens, wobei auch dieser eine bestimmte bandbreite abdeckt - und das von dir kritisierte größen-gewichts-verhältnis fällt sicherlich nicht ins allgemeingesellschaftliche aus. ganz ungeachtet all derer, die ein ganz anderes schönheitsideal haben und denen z.b. dicke menschen gefallen - von eindeutigkeit also keine spur.

zu guter letzt: größen-gewichts-angaben in diesen bereichen sind viel zu wenig aussagekräftig. die alte leier von wegen muskeln und verteilung und so… letztlich weißt du anhand dieser beiden angaben sehr wenig über einen körper. anders sieht es aus bei 1,70m und 200 kg oder 1,70 und 45 kg.

immer wieder gerne erklärt und grüßt
tabaiba

Hallo,

Ah - ich verstehe es jetzt. Wahrscheinlich hat die betreffende Person einfach schwere Knochen! So was habe ich schon oefter gehoert. Es gibt erstaunlich viele Menschen, die bleischwere Knochen haben. Manchmal sind die Knochen dann noch so gross, dass sie die uebrige Koerpermasse nach aussen druecken. Dadurch entsteht der voellig falsche Eindruck von Dicksein.

Knochen koennen uebrigens auch sehr schnell ihren Umfang und ihr Gewicht veraendern. Ich habe das bei mir selbst auch schon bemerkt. Wenn ich eine zeitlang sehr viel und fett esse, werden meine Knochen schwer, wachsen an und druecken meine Muskeln nach aussen. So wird der Guertel schon mal etwas eng.

Gruss
c

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Hallo Christoph,

schade, dass es keine Minuspunkte zu verteilen gibt. Für diese Antwort von dir wären Minuspunkte mehr als angebracht.

Ich finde es eine Unverschämtheit wie du dich hier ausdrückst. Ein Frau mit einer Körpergröße von 1,70 m und 65 kg ist nicht dick, sondern hat genau das richtige Gewicht, wenn man es vom Gesundheitsaspekt aus betrachtet.

Was du schön findest steht auf einem völlig anderem Blatt. Geschmäcker sind nunmal verschieden.

Gruß

Phoebe

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Hi Phoebe,

ich fand die Aussage von Christoph auch ziemlich beschissen. Mich tät ja mal interessieren, welche Traummaße er selbst aufzuweisen hat…

Ich selbst bin 172 und wiege momentan 66 kg - und ich bin garantiert nicht dick. Anhand dieser zwei Daten kann einfach niemand bestimmen, ob jemand abnehmen sollte oder nicht.
Mein leichtestes Gewicht, mit dem ich noch gut aussehe, liegt bei 63 kg. Danach wirke ich glatt schon etwas abgemagert/kränklich…
Also ist die Aussage doch a scharrn.

Die Meli.

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Hallo Christoph,
jetzt bist du zynisch.
Schade!
MfG
Leia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

-ismus
hilfe hilfe…
wieder mal ein beispiel für den auch hierzulande verbreiteten illetrismus… oder hat es was mit autismus zu tun?

da ist wohl hopfen und malz verloren…

viel spaß dann noch - beim focussieren auf zahlen und maße :smile:

heilpädagogisch grüßt heute
tabaiba

Danach wirke ich glatt schon etwas
abgemagert/kränklich…

offensichtlich steht er darauf. darf er ja auch. aber seine eigene meinung als allgemeingültige eindeutigkeit hinzustellen, zeugt nicht gerade von ausnehmender… naja… du weißt schon…

gruß durch den regen :frowning:
tabaiba

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Liebe Experten,

Kuerzlich habe ich mich hier an einer Diskussion beteiligt
(„Abnehmen - das leidige Thema“) und ordentlich Kritik
geerntet fuer meine Aussage, eine 1,70 m grosse Frau, 65kg
schwer, sollte noch ein paar Pfunde abnehmen. Meine
Fitnesstips wurden teilweise als Sarkasmus abgetan.

Mich hat das alles sehr verwundert. Das Brett richtet sich
doch an Leute, die etwas fuer ihre Figur tun moechten. Ist es
dann verwerflich, einem nicht Fettsuechtigen (d.h. BMI kleiner
als 30) zu raten abzunehmen und Sport zu machen? Oder ist das
schon Anstiftung zur Magersucht?

Hallo,

bin nun auch wieder da.

Habe gemerkt wie viele Reaktionen es auf meine Frage / meinen Artikel gab und gibt.
Ich habe mich (um Christoph etwas unter die Arme zu greifen) diesen Artikel geschrieben, da ich eben jetzt seit über 2 Monate Sport betreibe und kein Gramm abnehme. Ich fühle mich nicht dick oder gar fett. Sicherlich nicht, wie gesagt, ich trage Kleidergröße 38 und hin und wieder 36 und ich gehe davon aus, dass das nicht sehr übergewichtig ist. Ich habe an Bauch und Hüften etwas mehr, als vielleicht einige Models und war bis vor ca. 6 Jahren noch um einiges schmaler.
Jedenfalls danke ich allen weiblichen Mitschreiberinnen für ihr Verständnis. Habe auch, sobald ich Christophs Antwort gesehen habe etwas gestutz und an mir runter geschaut und gedacht: ist es echt so schlimm? Natürlich war ich etwas entsetzt aber habe eben verstanden, dass für ihn die Traummaße nicht in meiner „Gewichtsklasse“ liegen. Ich selbst finde mich leider nicht perfekt, eifere auch mit meinen 25 Jahren sicherlich keinen Modelmaßen hinterher und verliere mich evtl. auch noch in der Magarsucht.
Ich bin eine ziemlich ehrgeizige Person und möchte eben das beste aus mir machen. Ich lebe nur einmal und fühle mich eben wie jede Frau nur mit leerem Magen verführerisch und evtl. auch noch mit eingezogenem Bauch.

Und mit dem gesundheitlichen Idealgewicht will ich mich eben nicht zufrieden geben, d.h. ich möchte mit Sport und gesundem Essen (!!! keine Magersuchtgeschichte) etwas an Gewicht verlieren um noch selbstsicherer auftreten zu können.

Also, liebe Damen, danke für euren Einsatz. Es hat mir gezeigt, dass ich die Sache etwas lockerer angehen sollte.
Lieber Christoph, ich habe deinen Kommentar akzeptiert und auch nach erstem Schlucken auch nicht mehr allzu schlimm & ernst genommen.

Lieber Christoph,

Aussagen wie deine sind im Prinzip Anstiftung zur Magersucht, oder zumindest zu einem sehr verzerrten Weltbild.

Bei deiner Groesse sind 65 kg eindeutig zu viel, jedenfalls aus
aesthetischem Gesichtspunkt.

Kann man auch sehr schön an Doris Antwort sehen:

Ich lebe nur einmal und fühle mich eben wie jede Frau nur mit leerem
Magen verführerisch und evtl. auch noch mit eingezogenem Bauch.

Der Gesunde Körper fühlt sich mit leerem Magen nicht wohl, sonst würde er ja kein Hungergefühl auslösen.

Abnehmen ist ein wahnsinniger Stress für den Körper und auch für die Psyche und wenn man es nicht aus gesundheitlichen Aspekten nötig hat (BMI > 25), dann sollte man das tunlichst lassen.

Mit einem gesunden Körpergefühl, pendelt man sich nämlich genau auf seinem Wohlfühlgewicht ein.

Allerdings erzeugen Leute wie du ein künstliches Bedürfnis seinen Körper zu kasteien und ihn dünner zu bekommen und diese Leute machen sich dann selber krank.

Es ist nicht tragisch und auch nicht verwerflich, wenn jemand der sich im Normalgewicht befindet mit 2kg weniger wohlfühlt.
Aber es ist verwerflich wenn man jemandem der sich unsicher ist suggeriert, dass er tatsächlich nur dann attraktiv ist, wenn er einen leeren Magen und einen schön flachen Bauch hat.
Findest du Kate Moss, Nicole Ritchie und Konsorten tatsächlich attraktiv?

Die Person kann so viel abnehmen wie sie will und wird deswegen trotzdem nicht attraktiver oder selbstsicherer, die Probleme bleiben und damit manövriert man sich in einen Teufelskreislauf.
Und der kann durchaus nach hinten losgehen, wenn man sich nämlich in dem Kreislauf Diät - Frust - Jojo Effekt - Diät wiederfindet, kann es durchaus passieren, dass man auf einmal 25kg mehr auf den Rippen hat.

Du solltest dich vielleicht der Pro-Ana Bewegung anschließen, dort wirst du mit deiner Meinung auf breite Zustimmung stoßen… Ausserdem entsprechen die Mädels dort alle deinen asthätischen Gesichtspunkten.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,4892…

Grüße
/silvl

size zero & co.
hallo silvl,

ich habe auch gestutzt, als ich über christophs beitrag unten gestolpert bin. die formulierung ist tatsächlich problematisch. sehr problematisch, aber inzwischen fast ‚normal‘. und ich gestehe, ich gehöre zur kranken minderheit, die kate moss als eher gutaussehend betrachtet.

was mich nur wundert ist, dass für/mit dieser minderheit (die statistiken die ich kenne besagen immer, dass männer, auch wenn sie es nicht zugeben, eher auf üppige formen stehen) werbung und publicity gemacht wird.

Der Gesunde Körper fühlt sich mit leerem Magen nicht wohl,
sonst würde er ja kein Hungergefühl auslösen.

naja, also anorexie ist schon auch eine art sucht, nicht nur im verhalten sondern auch durch die entsprechenden körpereigenen drogen/-prozesse die genauso wie beim extremsport ablaufen. da finde ich es nachvollziehbar, wenn sich anorektikerInnen wohl fühlen. hast du schon mal mehr als 3-4 tage gefastet…dann weisst du was ich meine…

Mit einem gesunden Körpergefühl, pendelt man sich nämlich
genau auf seinem Wohlfühlgewicht ein.

ja, und wer hat das? angeblich haben frauen ohne TV weniger probleme mit ihrem gewicht. das als ausgangspunkt, muss man / frau vermutlich in einer fast zivilisatuionsfreien gegend wohnen um dieses gesunde körpergefühl zu haben.

Allerdings erzeugen Leute wie du ein künstliches Bedürfnis
seinen Körper zu kasteien und ihn dünner zu bekommen und diese
Leute machen sich dann selber krank.

naja, also, ausser dass ich christophs bemerkung auch eher unglücklich fand reproduziert er damit doch nur eine gesellschaftliche tatsache. wer besser aussieht (v.a. bei frauen: weil schlank) hat mehr erfolg. deinen hinweis finde ich trotzdem wichtig, aber die wirkung eines christopheschen beitrags ist vernachlässigbar gegen ein titelblatt mit kate moss & co.

Du solltest dich vielleicht der Pro-Ana Bewegung anschließen,
dort wirst du mit deiner Meinung auf breite Zustimmung
stoßen… Ausserdem entsprechen die Mädels dort alle deinen
asthätischen Gesichtspunkten.

das glaube ich nicht. denn alles hat seine grenzen. die jungs & mädels bei den div. pro ana seiten haben den bereich des gemeingesellschaftlich akzeptieren (v.a. der ästhetik des körpers) verlassen und sind genau darauf stolz. aber auch klar, der ausgangspunkt ist genau das problem auf das christoph geantwortet hat:

bin ich schön mit xy kilo?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,4892…

mich wundert, dass der spiegel erst jetzt dazu publiziert…das gibts doch schon mehrere jahre…

so long,

stefan

Kuerzlich habe ich mich hier an einer Diskussion beteiligt
(„Abnehmen - das leidige Thema“) und ordentlich Kritik
geerntet fuer meine Aussage, eine 1,70 m grosse Frau, 65kg
schwer, sollte noch ein paar Pfunde abnehmen.

Deinen Beitrag habe ich mir gespart, denn die unten stehenden Kommentare sind bereits aussagekräftig genug.

Ich habe eine Zeit lang mit einer Kollegin zusammen gewohnt, die einen Freund mit ähnlicher Einstellung hatte. Deshalb hat sie ihre Mahlzeiten abgezählt: Frühstück, 1 Tasse schwarzen Kaffee; das Mittagessen bestand aus einem Salat aus 5 Krabben in Salzlake, 1 Teelöffel Joghurt-Dressing, 1 Tomate, 3 cm Gurke, 1/2 Karotte, 4 Salatblätter, dazu 1 Scheibe Knäckebrot; Abendessen 1 Tasse klare Brühe mit 1 Esslöffel Backerbsen. Das sollte ihr dabei helfen, noch einmal 5 Kilo abzunehmen. Sie hat viel Sport getrieben und sich letztendlich darüber gewundert, dass ihr Immunsystem völlig zusammengebrochen ist. Als sie dann krank war, wollte ihr „Freund“ natürlich auch nichts mehr von ihr wissen.

Meine
Fitnesstips wurden teilweise als Sarkasmus abgetan.
Mich hat das alles sehr verwundert.

Echt?

Das Brett richtet sich
doch an Leute, die etwas fuer ihre Figur tun moechten. Ist es
dann verwerflich, einem nicht Fettsuechtigen (d.h. BMI kleiner
als 30) zu raten abzunehmen und Sport zu machen?

Warum muss jemand mit einem für seine Größe normalen und gesunden Gewicht überhaupt abnehmen. Statt „verwerflich“ könnte man auch „verantwortungslos“ einsetzen, denn
es kann eine unsichere Person dazu bewegen, Essstörungen zu entwickeln oder sogar auf Medikamente zurückzugreifen. Und dann bist du zwar an einem Schönheitsideal dran, aber bestimmt nicht gesund. Und deswegen sollte man als Übergewichtiger doch vorwiegend abnehmen - wegen der Gesundheit!

Hallo Christoph,

es ist alles Ansichtssache, wem das Gewicht zu viel ist.Ich denke
jeder sollte " ein Wohlfühlgewicht erreichen". Das ist viel wichti-
ger als irgendwelche Formeln. Ausserdem ist die Kommunikation hier
erschwert, weil wir doch alles niederschreiben. Und Papier ist
auch geduldig, genau so wie das hier. Man kann alles niederschreiben.

Ob es auch so bei der Zielperson ankommt, wie gemeint war, ist
fraglich.Habe schon selbst meine Erfahrungen hier gemacht.

Sicherlich kann diese Frau,die du da beschrieben hast, mindestens
5 kg abnehmen, wobei ich sagen würde , es wäre reines Fett,was
sie abnehmen müsste, keine Muskelmasse.

In diesem Sinne, alles Gute, gruss, schuckiNr.1

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]