Hi ho,
Der Jojo-Effekt hat viel mit Gewohnheit zu tun und mit
der Dehnbarkeit des Magens, der bei dickeren Menschen größer
und dehnbarer ist als bei Schlanken. Der Magen bildet sich
nach dem Abnehmen nicht so schnell zurück…
Sehr vage ausgedrückt, da kann man viel reininterpretieren. Natürlich wird jemand, der nach einer Diät wieder in seine alten Essgewohnheiten zurückfällt, wieder zunehmen. Das Problem mit dem „mehr-zunehmen“ liegt daran, dass sich der Körper auf den vermeintlichen Nahrungsmangel sehr schnell eingestellt hat (der Grundumsatz des Körpers sinkt dabei) und die nach der Diät im Überfluss vorhandenen Energiemengen in Fettzellen (vohandene und neue, falls erforderlich) einlagert.
Der Magen kann sich übrigens sehr schnell anpassen, also schrumpfen oder dehnen, das ist ein unheimlich flexibles Organ.
- Abnehmen geht praktisch nur durch negative Energiebilanz,
die deutlich ausfallen muss, um das „Notprogramm“ des Körpers
zu umgehen
Das ist richtig, denn wenn man nur etwas weniger futtert, dann
wird zum Beispiel der Glycogenspeicher in der Leber angezapft.
Und diesen Speicher füllt man nach der Diät sehr leicht wieder
auf. Natürlich nimmt man auf Dauer schon ab, aber das geht
sehr langsam.
Die negative Energiebilanz muss einfeutig nicht sehr gross sein. Bei einer niedrigen negativen Energiebilanz dauert das Abnehmen zwar länger, aber die Haut hat genug Zeit sich zurück zu bilden
Damit der hartnäckige Fettspeicher angebrochen wird, muss man
deutlich weniger essen!!!
Das ist falsch. Wie gesagt genügt eine etwas geringe negative Energiebilanz zum Abnehmen, solange man sich genug Zeit nimmt. Dadurch wird auch verhindert, dass der Körper seinen Grundumsatz senkt.
Stell dir vor, du wögest zehn Kilo mehr. Nimmst du nun auf
dein Gewicht ab und hieltest es vielleich ein Jahr oder so,
dann hättest du danach auch keine Probleme, denn momentan geht
es dir damit ja auch nicht schlecht… Genauso ergeht es
schlanken Menschen. Sie essen weniger, weil sie weniger Hunger
haben.
Wenn Menschen Maschinen wären, dann vielleicht. Stellt sich nur die Frage, warum auch ehemals schlanke Menschen dick werden…
Du musst allerdings deine Gewohnheit, soviel zu essen, ändern.
Das ist wie eine Abhängigkeit vom Vorgang des Rachens, obwohl
ich nicht sagen will, du hättest eine Fresssucht, doch wie das
Rauchen ist es mit dem Essen: Nikotinkaugummis helfen nicht
immer, obwohl ich dazu nichts sagen kann, da ich Nichtraucher
bin… Genauso musst du dein Essverhalten etwas ändern und nur
essen, wenn du objektiv Hunger hast, nachdem du abgenommen
hast und dich in der ersten Zeit zusammenreißen.
Übergewicht mit der Sucht nach Zigaretten zu vergleichen ist unseriös. Die Stoffe in einer Zigarette greifen auf unheimlich Komplexe Weise in den Organismus des Menschen ein, selbst die Forschung ist sich noch nicht klar darüber, welche Stoffe neben dem Nikotin die Sucht wirklich auslösen.
Auch das objektive feststellen, ob man Hunger hat, ist nicht möglich, da das Hungergefühl per se ein rein subjektives ist (das zum Beispiel bei Magersüchtigen komplett verschwinden kann).
Ein zusammenreissen ist im Grunde nur in der Phase der Ernährungsumstellung nötig. Dick wird man nicht nur, weil man zuviel isst, sondern auch weil man falsch isst. Genau da setzen zum Beispiel die Weight Watchers an, die ihren Kunden das Essen wieder beibringen.
Grüsse,
Herb