Hi!
Sitze den ganzen Tag am Schreibtisch bis auf eine Stunde
Joggen
Ok, ich bin eher von einem mittel- bis schwerarbeitenden (körperlich natürlich *g*) Menschen ausgegangen, denn dann ist der Grundbedarf wesentlich höher als bei einem am-Schreibtisch-arbeitenden.
Ich hatte auch nicht vor grundsätzlich etwas an der momentanen
Ernährungsstruktur zu ändern (Zusammensetzung, Art der
Lebensmittel)Weil sie nährstofftechnisch ziemlich gesund ist
und ich mich damit wohl und leistungsfähig fühle. Und die
angegebene Kalorien bzw. Fettmenge peile ich auch nicht
willentlich an sondern ich esse halt einfach soviel bis ich
satt bin.
Jo, du wirst lachen, aber dasselbe Problem hatte ich vor einiger Zeit auch: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Man kann sich tatsächlich mit sehr wenig Kalorien sehr satt essen, aber auf Dauer ist das nun mal nicht gut. Ich hab beispielsweise mir einen Chinakohlsalat gemacht - einen halben Kopf mit 2-3 Eßl Öl, Zwiebeln und Kräutern, die ganze Portion hatte gerade mal ca 300 kcal, reichte mir aber für Mittag und Abendessen, weil es so irre satt machte. Morgens noch ein „normales“ Frühstück mit Brötchen und ich hatte am Tag gerade mal 900 kcal zu mir genommen…
Oder an einem anderen Tag halt Kartoffeln mit Kräuterquark - auch nicht viele Kalorien, aber sehr sattmachend. Oder einen Obstsalat oder…
Das Problem ist, daß du durch die sehr sattmachenden Lebensmittel zuwenig verschiedenes am Tag ißt. Du kannst zwar jeden Tag was anderes essen, also schön abwechslungsreich und gesund, aber dir dennoch dadurch Mangelerscheinungen zuziehen.
Wenn du wirklich gesund und abwechslungsreich ißt und dir jeden Tag (!) mehrere Portionen Gemüse und Obst und andere Lebensmittel wie Käse/Milch/Haferflocken/Müsli etc gönnst, dann kannst du einfach nicht auf 1000 kcal kommen, das geht gar nicht!
Entweder du rechnest falsch oder du machst etwas falsch 
Beispielsweise:
Frühstück:
50g Müsli mit 1,5% Milch und etwas Obst = ca 400 kcal
Mittag:
mageres Putenbrustfilet mit 200g Kartoffeln und leichter Soße mit Portion Gemüse = ca 500 kcal
Abendessen:
leichter Salat = sagen wir mal 300 kcal
Macht zusammen 1200 kcal, die Zwischenmahlzeiten (Obst, Joghurt!) und Getränke (!) nicht mitgerechnet.
Wie du mit einer ausgewogenen Ernährung täglich auf 1000 kcal kommen willst, ist mir ein Rätsel 
Du hast anfangs eher Wasser verloren als das, was
gewünscht war.
Zunächst (die ersten 5-7 Tage) sicher, da ich aber auch die
relevanten Körperumfänge sowie den Körperfettanteil
regelmässig messe und auch die Leistungsfähigkeit meiner
Muskulatur beobachte, ist es schon so (gott sei dank) dass das
meiste Verlorene Fett gewesen ist.!!
Ja, ich sagte ja auch „anfangs“ 
Es ist ja meist so, daß man durch den anfänglichen tollen Erfolg (was ja nur Wasser ist) begeistert ist und erwartet, daß es auch so weitergeht. Daß das nicht der Fall ist und sein kann, ist dir ja auch klar 
Ich das Körperfett langsam (!) etwas steigern.
Versteh ich nicht. Bei meinen Daten (insbesondere dem
täglichen Ausdauersport) ist ein Körperfettanteil von ca. 15 %
optimal.
Das hast du falsch verstanden (und mich ein wenig falsch zitiert
). Meine Aussage bezog sich auf deine Frage, was du mit der Nahrungszufuhr machen sollst, ich zitiere nochmal:
frage ich mich wie ich mich jetzt am Besten verhalten sollte?
Nahrungszufuhr steigern, beibehalten, senken?
Ich würde es langsam (!) etwas steigern. Auf keinen Fall noch weiter
absenken - damit riskierst du nur gesundheitliche SChäden, von
Kollaps bis zu Mangelerscheinungen!
Ich bezog mich auf die Nahrungszufuhr bzw. die Kalorienzahl 
Steigere die Kalorienzahl etwas, so auf ca 1600 z.b., mach es
aber langsam, eventuell über 2-3 Wochen.
Da liegt die Schwierigkeit. Ich möchte nicht Anfangen jetzt
über mein natürliches Sättigungsgefühl hinaus, Essen in mich
reinzustopfen.
Nein, das wäre ja auch verkehrt! 
Das ist ja völlig richtig, daß du auf dein Sättigungsgefühl hörst! Schätze dich froh, daß das bei dir so gut klappt, denn daran scheitern die meisten „Diäten“ 
Also könnte ich nur bei konstantem Volumen die Kalorienzahl
erhöhen, d.h. fetteres Essen zu mir nehmen.
Nee, das wäre auch nicht so gut. Allerdings ist deine Grenze mit 20g Fett pro Tag doch etwas streng. Fett ist ja nicht generell schlecht und ein wenig braucht der Körper ja auch, v.a. um einige Vitamine aufnehmen und verarbeiten zu können. Gut abnehmen kannst du auch, wenn du diese Grenze etwas höher setzt, so z.b. 40-60g Fett am Tag.
Allerdings solltest du auch auf die „versteckten“ Fette achten 
Wie also nun steigern?
Kennst du die „Ernährungspyramide“? Wenn du dich täglich (!) an die empfohlenen Mengen hälst, also
-
mehrmals am Tag Getreideprodukte (Brot, Müsli, Kartoffeln)
- mind. 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag
-
täglich Milch und Milchprodukte
- hin und wieder ( nicht unbedingt täglich ) Fleisch und Fisch
kommst du automatisch auf über 1000 kcal!!
So sollte deine Ernährung aussehen!
Wenn du dir einen genauen Eßplan (oh, ich hasse das *g*) erstellen willst, kannst du auch zu einer Ernährungsberatung gehen. Einige Krankenkassen bieten das an, teilw. für ihre Mitglieder sogar kostenlos oder die Kosten werden zum (großen) Teil erstattet. Erkundige dich da mal.
Wie kann der Körper mit 1000kcal die gleiche Leistung bringen
wie mit den vorgesehenen 2500 kcal?
Er versucht zu überleben 
Aber wenn er konstante Leistung bringt, und sich plötzlich
nicht mehr aus den körpereigenen Depots bedient, wo nimmt er
die Energie dann her ? Würde mich ja schon interessieren.
Klar werden die körpereigenen Depots angegangen: zuerst werden die schnellverfügbaren Reserven abgebaut, sprich Glucose und Eiweiß, erst dann geht der Körper an die Fettreserven.
Muskelmasse wirst du durchaus abgebaut haben, wenn sich deine körperliche Betätigung rein auf Joggen beschränkt. Dann wird zwar an einigen für das Laufen nötigen Muskeln aufgebaut, dafür aber andere, die vernachlässigt wurden, abgebaut (bei extremen Diäten sogar Herzmuskulatur). Das ist jetzt aber nur Theorie, keine Ahnung, obs bei dir wirklich so ist 
Irgendwo muss er sie ja dann einsparen (Körpertemperatur, o.Ä)
Macht er aber offensichtlich nicht.
Einige Sachen merkt man nicht unbedingt. Runterregulierung der Temperatur oder des Herzschlags etc. hättest du sicher gemerkt (ist aber auch nur bei extremen Diäten bzw. Hungern der Fall), aber wenn der Körper den Grundumsatz senkt (also den Ruheumsatz), dann geschieht dies ohne daß du es bemerkst, wirkt sich aber verhehrend auf deine „Diät“ aus 
Sonstige mögliche Mechanismen, die runterreguliert werden können: Immunsystem, Aufbau von Haut und Schleimhaut bzw. alle Mechanismen, die irgendwas mit Produktion und Aufbau zu tun haben, also eine ganze Menge!
Außerdem wird der Körper dadurch zu einem besseren Futterverwerter! Sprich, irgendwann kommst du zu dem Punkt, wo du mit nur 1000 kcal sogar noch zunehmen kannst!!
Ist die Sache mit dem JoJo-Effekt nicht vielmehr so, dass die
Leute praktisch nichts mehr essen und sich die
Verstoffwechselung auf genau diese Kalorienmenge einstellt.
Defininitv nein! Der Jojo-Effekt tritt natürlich verstärkt bei Nulldiäten auf, aber auch bei allen anderen Diäten mit verringerter Kalorienzahl!
Wenn besagte Personen jetzt von heute auf morgen die
Nahrungszufuhr steigern, verstoffwechselt der Körper trotzdem
nur die vorherige Menge von z.B. 1000 Kcal, der Rest wird in
Fett transformiert (wegen Systemträgheit). Also ist der
Problem des JoJo-Effektes doch nicht das weniger Essen an
sich, sondern die fehlerhaft durchgeführte Aufbauzeit danach.
Nicht nur, siehe meine anderen Erläuterungen dazu. Stichwörter Setpoint, Stoffwechselregulierung und „Futterverwertung“.
Und die Aussage von max. 0,5 kg Gewichtsverlust pro Woche kann
ich generell auch nicht bestätigen.
Mag sein, aber solche radikalen Diäten, die einen Gewichtsverlust von mehr als 0,5-1 Kilo pro Woche bewirken sind auf Dauer gesundheitsschädlich und es wird dringend davon abgeraten, dies länger als einige wenige Wochen zu machen!
Sonst wäre das ganze Heilfasten ad absurdum geführt und somit
nicht mehr heilsam.
(was es aber meiner Erfahrung nach schon ist auch wegen
Entschlackung, etc.).
Fasten ist sowieso eine absurde Sache und erst Recht das Märchen mit den Schlacken 
Meines Erachtens ist Fasten völlig unnötig und außerdem gefährlich…
Aber dazu hab ich schon was kritisches geschrieben, siehe hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß,
Sharon