Hallo, da wagt doch ne Gewerkschaft aufzustehen und dafür zu plädieren, daß die PKV en abgeschafft werden sollen, und so ne Art sozialistische Einheitskrankenkasse für alle zu schaffen.
das erinnert mich an Zeiten vor 11 Jahren…
Vielleicht stehen jetzt noch alle anderen Gewerkschaften auf und üben massiven Druck auf die gewerkschaftsfreundliche jetztige Regierung aus und haben alle zusammen Erfolg.
Bloß wohin dann mit den riesigen Kapitalstöcken der PKV en ?
Tschüß
na, wohin wohl?
an die Gewerkschaften! Oder an die Kassen (reicht denen natürlich nur für 14 Tage).
Zum Glück beissen sie sich da die Zähne aus. dagegen sind: 1. die Politiker (da selbst privat versichert), 2. die Ärzte (weil sie sonst „verhungern“) 3. Die Privatkassen (die ganz gut daran verdienen), 4. die Aktionäre (auch die verdienen gut) 5. die ganzen Privatversicherten 6. die Pharmaindustrie (auch die würde „pleite gehen“)
also keine Chance in der bundesrepublikanischen Neidgesellschaft.
Grüße
Raimund
Bloß wohin dann mit den riesigen Kapitalstöcken der PKV en ?
Wohin? zu mir (grins)
NE mal ernsthaft: Ist mir neu. Wer hat wo diese Forderung aufgestellt (eigentlich wollte ich das Adjektiv „absurd“ benutzen, aber momentan ist alles möglich.
Aber auch ich bin der Meinung, dass die PKV nicht so einfach und ohne weiteres abgeschafft werden kann.
Trotzdem würde mich das werr und wo mal interessieren.
Georf
also keine Chance in der bundesrepublikanischen
Neidgesellschaft.
Hallo Raimund,
vielleicht ist das ja keine Frage des Neides, sondern eher eine nach Gerechtigkeit. Ich bin selbst privatversichert, bin aber trotzdem der Meinung, dass das System GKV/PKV in der bestehenden Form grundlegend ungerecht ist. Oder um es so zu formulieren: „Der Teufel scheißt immer auf den großen Haufen!“
Ich bin nicht dafür, die PKV abzuschaffen; aber es sollten gleiche Bedingungen für alle gelten (Beamte, Freiberufler, Selbständige und unselbständig Beschäftigte).
Ulrich Schleep
Hallo Schleep,
eine gleichbehandlung ist nicht möglich.
wenn jedem die freie Wahl gegeben wird, wo er versichert sein will, würden die meisten jungen, gesunden für ein paar Mark in die Privaten wechseln und nur noch die alten, kranken und die mit vielen Kindern in der GKV bleiben. Das wäre der Tod der Kassen. Da kämen Beitäge von 2000 DM heraus.
also muss man eine Beitragsbemessungsgrenze haben, unter der es Pflicht ist, in der Solidargemeinschft GKV versichert zu sein. Die Gesunden finanzieren die Kranken.
was nicht richtig ist, ist die immer schlechter werdenden Leistungen und als Ausgleich dafür die immer mehr steigenden Beiträge.
Aber das ist ein anderes Thema.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
gehen wir einmal davon aus, dass man das bestehende System tatsächlich nicht ändern kann, so muss es in der Tat eine Beitragsbemessungsgrenze geben. Aber selbst dann könnte man mehr Gerechtigkeit in das System hineinbringen. Es fängt damit an, dass nichts dagegen spräche, dass sich alle Beamten am Solidarsystem der GKV beteiligen sollten, wenn ihr Einkommen unter der BMG liegt. Gleiches könnte für Selbständige gelten. Die könnten sogar profitieren, wenn sie ein niedriges Einkommen und eine große Familie haben (es gibt viele kleine Krauter).
Ich sehe es aber anders. Ein System, das ganz wesentlich durch Ungerechtigkeiten aufrechterhalten wird, muss geändert werden. Es kann strukturell unmöglich gerecht und richtig sein, dass sich gerade derjenige vollständig der Solidargemeinschaft entziehen kann, der aufgrund einer gewissen persönlichen ökonomischen Stärke über einer systemerhaltenden Einkommensgrenze liegt.
Es wird am langen Ende wohl darauf hinauslaufen können, dass es eine Grundversorgung für alle geben wird und der Rest privat abzusichern ist. Hoffentlich wird ähnlich wie in der Rentenversicherung in irgendeiner Form ein Kapitaldeckungsverfahren (für die Jüngeren) eingeführt. An dieser Stelle sehe ich z.Z. (nach diversen Gesundheitsreformen!) den eigentlichen Vorteil/Sicherheitsfaktor in der PKV.
Das wäre doch gar nicht so schlecht für das Versicherungsgewerbe … *schmunzel
Es grüßt
Ulrich
btw: Wenn Du mich mit meinem Nachnamen anredest, solltest Du Dir die Zeit für eine „Herr“ vorneweg auch noch nehmen. 
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Ulrich,
Gleiches könnte für Selbständige gelten.
Die könnten sogar profitieren, wenn sie ein niedriges
Einkommen und eine große Familie haben (es gibt viele kleine
Krauter).
Der kann sich für einen Mindestbeitrag in der Tat doch gesetzlich absichern und seine ganze Family kann er mit reinpacken…
Haken dabei ist die 9/10 - Regelung, falls es ihm dann wieder besser geht… auch der Beamte kann sich gesetzlich versichern, er müsste aber für 30-50 % Leistung 100% Beitrag zahlen… und da wir unter dieser Berufsgruppe die größten Pfennigpfuchser haben, glaubst ja wohl selber nicht, das dies wer macht, denn in der PKV ist der Höchstrisikozuschlag bei Beamten auf 100% (demnächst sogar glaube nur noch 50%) vom Tarifbeitrag beschränkt und es besteht Kontrahierungszwang. Das heißt, wer will, der muss auch genommen werden.
Gruß
Marco