in den Türen von Mikrowellen ist eine Metallfolien mit Löchern angebracht, so das man durchschauen kann, aber keine Mikrowellen hinaus können.
Meine Frage ist jetzt wie rechnet man aus, wie groß (Durchmesser) diese Löcher sein drüfen, damit keine Mikrowellenstrahlung hindurchkommen kann.
Man macht sie wahrscheinlich deswegen deutlich kleiner, damit
sich der Verbraucher auch ganz sicher fühlt.
Nein. Man macht sie genau so klein, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte aus den EMV-Richtlinien eingehalten werden.
Hier: http://www.schneider-electric.de/upload/FileManager/… auf Seite 14 steht ein wenig mehr.
Gruß
loderunner
also ich habe auf der einen Seite meiner Lochplatte Mikrowellen mit einer Frequenz von 2,45 GHz und einer Leistung von 300 W und darf auf der anderen Seite der Lochplatte in einem Abstand von 5 cm nur eine Leistungsdichte von 5 mW/cm^2 haben. Wie groß dürfen dann die Löcher maximal sein? Ich habe keine Ahnung wie ich das berechnen soll.
Bisher dachte ich immer, dass bei Frequenzen unter 5 - 10 GHz die Materialeigenschaften eine deutlich größere Rolle für die Absorptionsdämpfung spielen, als die geometrische Gestaltung.
Oder bin ich da jetzt völlig auf dem Holzweg, weil ich von Absorbtion rede?
Holzweg ist schon treffend - wegen der schlechten Absorption baut man Mikrowellen i.A. nicht aus Holz. Aber die Absorption des Vollmaterials steht hier nicht zur Diskussion, sondern ein (idealisiert) total absorbierendes Material mit Löchern drin.
Gruss Reinhard
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Sorry, habe ich nicht im Kopf. Dazu sind es einfach zuviele - für jede Geräteklasse eine eigene, dazu die Sicherheitsvorschriften etc.
Grundlage der EMV-Vorschriften ist immer eine minimale Störfestigkeit gegen Einflüsse von außen und gleichzeitig eine maximale Störaussendung nach draußen, beides jeweils für elektromagnetische Strahlung und für angeschlossene Leitungen. Es soll kein Gerät mehr aussenden, als die Nachbargeräte vertragen und umgekehrt soll kein Gerät empfindlicher sein als die Nachbargeräte aussenden dürfen. Deshalb der Oberbegriff: ‚Elektromagnetische Verträglichkeit‘.
Über die Lochgröße kann ich Dir leider nichts weiter sagen - da musst Du entweder einen Theoretiker zu befragen, der Dir das vorrechnet, oder einen Praktiker, der es schonmal gemessen hat. Ich hab das nur am Rande vor ewigen Zeiten mal in einem EMV-Messlabor mitbekommen.
Gruß
loderunner
Holzweg ist schon treffend - wegen der schlechten Absorption
baut man Mikrowellen i.A. nicht aus Holz. Aber die Absorption
des Vollmaterials steht hier nicht zur Diskussion, sondern ein
(idealisiert) total absorbierendes Material mit Löchern drin.
Demnach kann ich jedes genügend absorbierende Material mit Löchern versehen - ist die Absorbtion hoch genug, könnte ich die Löcher auch größer machen - oder? Und wenn ein solcher Material verwendet würde, käme sich der Verbraucher nicht mehr genügend geschützt vor…
…denn er kennt ja nur die kleinen Löcher .
sondern ein
(idealisiert) total absorbierendes Material mit Löchern drin.
Demnach kann ich jedes genügend absorbierende Material mit
Löchern versehen - ist die Absorbtion hoch genug, könnte ich
die Löcher auch größer machen - oder?
Noch höher als total absorbierendes Material wirst Du kaum finden. Ergo wird das nichts mit den größeren Löchern. Weil aber die Lochgröße im Zusammenhang mit der Frequenz der Strahlung zu sehen ist, könntest Du deren Frequenz analog zur Lochvergrößerung verkleinern. Oder die Leistung verringern.
Mit dem kleinen Randproblem, dass dann die Funktion nicht mehr gewährleistet ist.
Gruß
loderunner
Wie hoch ist denn die Absorbtionsdämpfung (nicht Schirmdämpfung) des normalerweise verwendeten Materials in dB (Prozentangaben sehen immer so protzig aus )? Weißt du vllt. sogar, um welches Material es sich handelt?