Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,
ich studiere Geographie und muss für eine Klausur folgende Aufgabe zur Abschreibung verstanden haben.
Leider habe ich absolut keine Ahnung wo ich ansetzen soll und wie ich vorgehen soll.
Deshalb schreibe ich Ihnen als Experte.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mir helfen könnten.
Hier die Aufgabe: Der Straßenbahn-Bau in München kostet voraussichtlich 100 Mill. €. Die Straßenbahngesellschaft will durchschnittlich 15.000 Fahrgäste/Tag befördern. Wie hoch sind die Kosten pro Fahrt nur für die Infrastruktur, bei Abschreibung der Baumaßnahmen über 25 Jahre und Zinssatz 6% p.a.?
Viele Grüße und ich freue mich über kleine Denkanstöße,
Silke
hallo silke,
die gestellte aufgabe ist leider nicht vollständig. es geht nicht daraus hervor auf welchen zeitraum sich diese 15.000 fahrgäste pro tag beziehen. sind es die 25jahre die auch die AFA ( abschreibung für anlagevermögen ) dauert oder ist es ein längerer zeitraum? weiterhin fehlt die angabe der jährlichen schuldentilgung. es ist nur die rede von einem zinssatz in höhe von 6 % p.a. wird denn in dieser zeit nicht getilgt? oder soll auch die tilgung auf diese 25 jahre in 25 gleichen raten erfolgen ( also 100 mill.€ geteilt durch die 25 jahre = 4 mill € pro jahr tilgung ). diese aufgabe ist total weltfremd gestellt worden denn eine AfA wirkt sich grundsätzlich niemals auf den fahrpreis aus. es sei denn daß die straßenbahngesellschaft null auf null ausgehen will?
geht man aber nun von den 25 jahren ohne tilgung aus so ergibt sich folgende rechnung für das erste jahr:
15.000 fahrgäste pro tag entspricht 5.475.000 gäste pro jahr ( bei 365 tagen )
6 % zinsen von 100 mill.€ entspricht 6 mill € pro jahr.
zugleich eine AfA in höhe von 4 % ( weil ja auf 25 jahre abgeschrieben werden soll ) entspricht also 4 mill €
summiert man nun diese 6 mill zinsen und die 4 mill AfA erhält man 10 mill €. nun müssen also diese 5.475.000 fahrgäste diese 10 mill€ einbringen so ergibt sich ein fahrpreis ( wie gesagt, nur für die infrastruktur ) von 1,83 €.
der fahrpreis für die weiteren jahre wäre identisch wenn nicht getilgt würde.
aber wie schon gesagt, die AfA hat absolut nichts damit zu tun. bei meinem rechenbeispiel geht es halt für die gesellschaft absolut null auf null aus. das macht aber keinen sinn und daher ist die komplette frage total aus der luft gegriffen und hat mit der realität so gut wie nicht zu tun.
ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen?
schönes WE
joe
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ups - nein da kann ich leider nicht helfen…
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Erstmal vielen Dank.
Sie schreiben, dass eine Abschreibung über 25 Jahre in Höhe von 4 % stattfindet.
Wie kommt man auf die 4%?
Der Rest klingt plausibel.
Wären sie bereit, mir bei zwei weiteren Aufgabe zu helfen? Beide Aufgaben sind in Altklausuren aufgetaucht und die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung ist sehr hoch.
- Shuttle-Bus von München Bahnhof zur Innenstadt: Wie hoch müsste der kostendeckende Preis pro einfache Fahrt bei folgenden Kosten- und Ertragsparameter p.a. sein?
1,5 Fahrer= 60.000€; Linienbus kostet 250.000 €, Abschreibung 8 Jahre, Zinsen 5%; Benzin und Wartung= 20.000€; Fahrgäste p.a. 40.000 €.
- Den Warnow-Tunnel in Rostock baut eine private Firma für 220 Mio.€. Berechnen sie aus Zinsen 5% und Abschreibungen über 30 Jahre sowie 5% der Baukosten als Unterhaltung p.a., wieviel jedes Kfz bei einem Aufkommen von 10.000 Kfz/Tag pro Durchfahrt zahlen müsste.
–> wobei man meiner Meinung nach hier Beachtung müsste, dass die Baukosten als Unterhaltung laufende Kosten sind und nicht verzinst werden, kann das sein?
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
hallo silke,
ich habe es z zt sehr eilig deshalb nur kurz:
die 4 % errechnen sich wie folgt: wenn man eine AfA von 100 % vornimmt so schreibt man komplett in dem jahr ab, in dem man auch die anschaffung tätigte. schreibt man auf 25 jahre ab so ergeben sich diese 4 % ( 100 % verteilt auf 25 jahre ergibt 4 % pro jahr )
die anderen aufgaben lese ich mir morgen nochmals durch und werde dann wahrscheinlich morgen oder aber am montag antworten.
schönes WE
joe
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hallo nochmals silke,
bin gerade wieder zurück und habe mir die fragen einmal durchgelesen.
zu 1.:
da ist bei der fragestellung wohl ein fehler aufgetaucht: es heißt fahrgäste 40.000 euro??? soll das nicht heißen 40.000 fahrgäste? denn so macht die aufgabe keinen sinn. weiterhin ist die frage ob sich diese 20.000 euro unterhalt auf das jahr oder auf die 8 jahre beziehen
zu 2.:
hier haben wir das gleiche problem wie bei der ersten frage der vorherigen mail: es sind hier keine tilgungen mit angegeben. man kann nicht nur die zinsen einrechnen, man muß auch die jährliche tilgung mit berücksichtigen um zu einem richtigen ergebnis zu kommen.
denn was nutzt eine berechnung wenn man die AfA berücksichtigt, aber troztem am ende der 30 jahre nach wie vor die 220 mio schulden hat weil man nur die zinsen zahlte aber nicht getilgt hat. weiterhin ist unklar, ob diese 220 mio nun aus eigenmitteln oder aus darlehen finanziert werden.sollte es aus eigenmitteln sein und der „geldgeber“( sprich die firma selber mit dem eigenkapital ) will die 5 % zinsen haben und zugleich die 200 mio in 30 jahren wieder reinhaben wollen so würde die aufgabe sinn machen. aber so wie es hier steht? unzureichende aufgabenstellung würde ich sagen.
richtig ist auf jeden fall, daß der unterhalt nicht mit der verzinsung unterliegt, da diese unterhaltskosten mit den einnahmen finanziert werden.
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Hallo Silke,
leider kann ich Ihnen,was Ausschreibungen von öffentlichen Bauaufträgen betrifft, nicht weiterhelfen
da mein Wissen darüber in etwa Ihren Kenntnisstand entspricht.
Mit freundlichen Grüßen
Otto D. Huber
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