Absicherung DSL Nutzung in WG

Wenn Person A ihren DSL Anschluss mit ihren Mitbewohnern B, C und D teilt, und diese aktiv in P2P Netzwerken „saugen“ und sich strafbar machen. Kann Person A belangt werden?
Könnte sich Person A über eine schriftliche Nutzungsvereinbarung absichern? Zum Beispiel Anerkennen der AGB des DSL Anbieters, Vergabe fester IP Nummern an B, C und D, Hinweis auf das Urheberrecht usw.?

Vielen Dank für jeden Hinweis!

Hi!

Wie du eine IP je nach Nutzer (selbst) vergeben willst ist mir schleierhaft. Ich würde aber für jeden User ein eigenes Profil auf den Rechner anlegen, in welches er sich einloggen muss, bevor er online gehen kann. Dann kann im Falle eines Falles dieses Logfile mit dem des DSL-„Vorfalles“ verglichen werden.

Gruß
Falke

Eigentlich eine gute Idee. Es handelt sich aber um ein Netzwerk, das heißt jeder Mitbewohner hat seinen eigenen Rechner.
Würde es im Falle eines „Vorfalles“ ausreichen darauf zu verweisen dass es vom betreffenden Computer aus passierte und wer ihn nutzte?

Hallo,

Wenn Person A ihren DSL Anschluss mit ihren Mitbewohnern B, C
und D teilt, und diese aktiv in P2P Netzwerken „saugen“ und
sich strafbar machen. Kann Person A belangt werden?

zu diesem Thema gab es mal einen Artikel in der c’t:
Ernst Ahlers (ea)
Geteilte Flut
Breitband-Anschlüsse drahtlos mit Nachbarn teilen
Praxis,DSL : Gemeinsam nutzen,Internet-Provider, Highspeed Internet-Zugang, DSL, WLAN, Basisstation, Router, Access Point, Client, Repeater, WDS, Vergleichstest,Router/ Breitband,Asus WL-500G,WLAN-Access Point,Belkin F5D7230-4 + F5D7010
c’t 21/04, Seite 116

In einem Kasten "Rechtliche Risiken bei geteilten DSL-Anschlüssen " schließt Jörg Heidrich seine Betrachtungen mit:
„Vereinbarungen mit den Teilnehmern und Logfiles können das Risiko lediglich verringern. Daher sollte man sich gut überlegen, zu wem man genug Vertrauen hat, um mit ihm einen Internetzugang zu teilen.“


Philipp

Hallo,

Würde es im Falle eines „Vorfalles“ ausreichen darauf zu
verweisen dass es vom betreffenden Computer aus passierte und
wer ihn nutzte?

a) wie willst Du feststellen, von welchem PC das ausging? Die interne IP erscheint beim Provider nicht, der sieht nur den Router/Switch/Modem, dem er selber bei der Einwahl eine IP zuteilt.
b) wie willst Du beweisen, wer den PC genutzt hat?
Ich sehe da keine andere Möglichkeit, als getrennte Zugänge einzurichten. mit entsprechend wesentlich höheren Kosten.
Gruß
Axel

Hallo,

a) wie willst Du feststellen, von welchem PC das ausging? Die
interne IP erscheint beim Provider nicht, der sieht nur den
Router/Switch/Modem, dem er selber bei der Einwahl eine IP
zuteilt.

Das ist gar nicht so schwierig.
Fast jeder normale DSL-Router hat einen DHCP-Server integriert. Hierin kann man jeder MAC-Adresse (eindeutige Hardware-Adresse einer Netzwerkkarte) eine bestimmte IP-Adresse zuweisen. D. h. jeder Rechner bekommt immer die selbe Adresse. Alle anderen Adressen sollte man im Router sperren, so dass niemand eine andere Adresse benutzen kann.
Die meisten DSL-Router können zusätzlich das Syslog-Protokoll, so dass man nur noch eine alte Linux-Kiste im Netz benötigt, die die Syslog-Daten empfängt und in Logfiles schreibt.

b) wie willst Du beweisen, wer den PC genutzt hat?

Das ist tatsächlich fast unmöglich, es sei denn, man macht den Linux Rechner zum Router, und die Rechner müssten sich per Samba authentifizieren (also mit Username und Passwort), bevor sie eine IP-Adresse bekommen.

Gruß,
Wolfgang

Anmerkung
Hallo,

Das ist gar nicht so schwierig.

Kommt drauf an für wen.

Fast jeder normale DSL-Router hat einen DHCP-Server
integriert. Hierin kann man jeder MAC-Adresse (eindeutige

die die Syslog-Daten empfängt und in Logfiles schreibt.

Du weißt aber schon, daß man die MAC auch fälschen kann?

b) wie willst Du beweisen, wer den PC genutzt hat?

Das ist tatsächlich fast unmöglich, es sei denn, man macht den
Linux Rechner zum Router, und die Rechner müssten sich per
Samba authentifizieren (also mit Username und Passwort), bevor
sie eine IP-Adresse bekommen.

Das wäre ein Möglichkeit. Aber auch nicht ganz einfach zu installieren und mit zusätzlichen (Einmal-)Kosten verbunden.

Gruß
Axel