Wenn man hunderte Mails (von ebenfalls hunderten verschieenen
Adressen) erhält, wie kann man dem Einhalt gebieten?
Du kannst das Mailkonto aufgeben, oder einen Spamfilter installieren. Wenn du einen eigenen MTA unterhältst, kannst du diesen auch so konfigurieren, dass Viren anhand ihrer typischen base64-Signatur erkannt und die Mails bereits während der Übertragung abgewiesen werden.
Die Mails enthalten im Betreff teilweise Sätze wie „Viel Spass
Damit“
Es besteht auch direkter Verdacht, allerdings auf mehrere
Personen.
Es wird dir kaum gelingen, einen derartigen Verdacht auch nur plausibel zu machen, geschweige denn, einen hinreichenden Beweis zu führen, dass die Mails von bestimmten Absendern kommen. In wenigen Einzelfällen, wenn der Absender von einer festen IP-Adresse sendet, kannst du Unterlassung verlangen; wenn der Absender ein Unternehmen ist, kannst du als Privatperson u. U. zusätzlich Schadensersatz einfordern.
Den Nachweis zu führen, dass der Virenversand absichtlich erfolgt, so dass du mit einer Strafanzeige wg. Computersabotage erfolgreich sein könntest, dürfte dir aber selbst in diesen Fällen sehr schwer fallen.
Denkbar, wenn es dem Versender gezielt darum geht, dich zu schädigen, ist aber, dass er in seiner Dummheit und Selbstüberschätzung den Viren eigene Lyrik beifügt. In diesem Fall kann ein typischer Stil (best. Redewendungen, immer gleiche Rechtschreibfehler u. ä.) durchaus den Verdacht gegen eine bestimmte Person begründen. Dann kann es durchaus sinnvoll sein, einen in dieser Materie bewanderten Rechtsanwalt einzuschalten.
Bevor du aber einen derartigen, kostenintensiven Weg beschreitest, solltest du dich mit typischen Verbreitungsmechanismen und Erscheinungsformen von Viren vertraut machen. Einige der von Virenautoren und Spammern verwendeten Tricks sind nämlich geeignet, selbst Profis beim flüchtigen Hinschauen auf tatsächlich völlig unhaltbare Fährten zu führen.
HTH,
Schorsch