Hallo Expertem, hallo Aaron
unsere Tochter (6 Jahre) hat sehr viel Sinn für Musik
hat ein Keyboard und einige Trommeln.
Ein Bekannter meinte, nachdem er sie hat spielen gehört und gesehen, das sie über das"absolute Gehör" verfüge.
Sie kommt in diesem Jahr in die Schule, kann aber jetzt
schon etwas schreiben, etwas lesen und schafft bei
Günter Jauch sehr oft die 500 DM-Frage.
Leider lässt sie sich ungern etwas erklären und ist nicht
sehr geduldig.
Sollen wir Sie jetzt schon zum Musikunterricht anmelden
oder noch warten was so die Schule bringt ?
ich hab zwar noch keine Kinder, bin aber selbst schon immer recht musikbegeistert gewesen. Leider konnte ich kein Instrument lernen (aus Gruenden, die nichts mit meinem Koennen oder Willen zu tun hatten). Dafuer bin ich seit der ersten Klasse und bis zu meinem SchulabschluB (also zwoelf Jahre lang) ununterbrochen in verschiedenen Choeren gewesen, von Schulchor ueber Volksmusikensemble bis Kirchenchor. An der Uni hab ich dann einige Erfahrungen in einem Afrikanischen Chor gesammelt, der allerdings leider kurz darauf aufgeloest wurde. Aus meiner persoenlichen Erfahrung heraus und auch nach Gespraechen mit meinen vielen Chorleitern und -freunden (von denen wiederum viele ein oder gar mehrere Instrumente spielen) wuerde ich auf jeden Fall empfehlen, daB Ihr Eure Tochter, wenn sie denn musikalisch ist und wenn sie Interesse hat, in der Musikschule anmeldet oder ihr Talent anderweitig foerdert. Es kann ihrer schulischen Entwicklung bestimmt nicht schaden, zumal nach unserem heutigen Wissen musikalische Kinder auch in anderen Gebieten (z.B. Mathe und Deutsch) oft besser abschneiden als solche, die keine musikalische Ausbildung (welcher Art auch immer) bekommen oder bekommen haben. AuBerdem verbessert eine musikalische Ausbildung (und das damit verbundene Ueben) das Gefuehl der Kinder fuer Disziplin und dafuer, was man mit Ausdauer und Willen erreichen kann. Meinen Leistungen in der Schule hat es uebrigens auch nicht geschadet (hab ein recht gutes Abi gemacht ;o) - und, nicht zu vergessen: Musik macht SpaB und entspannt, und sie hilft Freunde zu finden.
Also: von meiner Seite ein eindeutiges Ja, sofern Eure Tochter das ueberhaupt moechte. Aber ich nehme mal an, daB es sie interessiert, wenn sie denn schon trommelt und Keyboard spielt…
Hi,
es gibt zwei Arten von Gehören, einmal das absolute Gehör, das bedeutet, wenn einer n. Stück aufm klavier vorspielt, daß man dann nach kurzem Anhören und konzentrieren gleich die Dur oder Moll Tonart erkennt und zwar jede, ferner kann man dann auf den Streichinstrumenten ohne Stimmgabel das Instrument stimmen, d.h. der Kammerton A ist total bei dir (genetisch) verinnerlicht, z.B. bei Streichern,
dann gibt es noch das relative Gehör, was sich Musiker im Laufe des Lebens durch immer wieder hören des Kammertonés A z.B: beim Einstimmen im orchester oder so, selber verinnerlichen.
Bloß ich weiß nicht, ob solche, beim Hören von Musikstücken sofort die Dur oder Moll Tonart bestimmen können, ich glaube nur teilweise.
Also , streichinstrumente am besten im Vorschulalter 5 anfangen, da man diese Zeit sehr intensiv nutzen kann um fundamentale Grundstöcke zu legen wie Rhythmik, einfache Tonsätze, sich mit dem Instrument anfreunden , schonmal einfache Kinderlieder zu üben usw, musikalische Früherziehung mit Orffschen Instrumenten ist sehr wichtig, Konzentration wird hier schon mal ( auch f.d. Schule vorbereitend) geübt usw. , was meinst du, wie die Kinder dann in der Schule gleich loslegen.
Geigertypen müssen sehr lebhaft sein, sehr schnelle Auffasungsgabe haben, pchyschich nicht gehemmt, äußerst wißbegierig und vor allen Dingen sehr sehr feinsinnig sein, das kann man ja ausprobieren. Kinder die Musik ausüben, erweitern sich den pchychischen und geistugen Horizont unwahrscheinlich, das ist phänomenal.
Dann muß die Musik aus den Kindern herauskommen und nicht an sie herangebracht werden, geht doch mal in ein großes Musikgeschäft und laßt die Kleinen alles ausprobieren, was meinst du was da dann abläuft. Viel Spaß
Tschüß
Hi, Guenter,
die Sache mit dem absoluten Gehör solltest du nicht so ernst nehmen: normalerweise entwickelt es sich im Laufe der Jahre im Musikunterricht. Und wenn es schon da ist, dann stört es eher als hilft, weil alles bis zur gewissen Stufe zu leicht fällt.
Viel wichtiger ist es, ob das Kind Lust hat zu musizieren, zu üben, die Erfolge zu erarbeiten, Lob der Erwachsenen mit der musikalischen Vorführung in der Form eines Auftrittes zu verdienen. Es ist wichtig, ob das Kind die Unterstützung dafür in der Familie hat.
Ich würde empfehlen, das Kind einem richtig guten Musiklehrer vorzustellen und zunächst mal mit einem passenden Musikinstrument anzufangen. Auf keinen Fall würde ich auf die Tipps aus dem Internet Rücksicht nehmen, welches Instrument dem unbekannten Kinde passt. Das sollte der erfahrene Musiklehrer im direkten Gespräch mit dem Kind bestimmen. Es kann auch sein, daß in ein Paar Jahre ein anderes Instrument als passenderes nachkommt. Das weitere ist dem Kind, dem Musiklehrer und euch als der Familie überlassen.
Das Geduld/Ungeduld als Thema ist wiederum ein didaktisches Thema: das kann man im individuellen Unterricht gut umgehen, so daß Kind mitmacht, ohne es zu merken
Sylvia hat es schon genau gesagt.
Allein die Vorteile der Musikalischen Erziehung.
Ebenfalls ist wissenschaftlich bewiesen, das Kinder mit einem Musikinstrument weniger mit Raufereien auf dem Schulhof zu tuen haben ( Was ich bei eurer Tochter sowieso nicht annehme),
sondern immer die Gemeinschaft sehen.
Ich habe mit 6 Jahren Akkordeon gelernt, mit 10 meine erste Orgel bekommen und spiele heute noch vor Publikum.
Ebenfalls liebe ich Gruppenarbeiten/ Teamgespräche usw.
Was ich damit sagen will:
Egal, wann man mit einem Instrument anfängt, es ist nur von Vorteil.
Wie Sylvia schon sagte, oft meinen die Eltern, ob es nicht zuviel wird mit den Hobbys,Schule usw.
Genau das Gegenteil ist der Fall.
Auch wenn es Nerven kostet,
eure Tochter wird einmal dankbar dafür sein.
Ich würde empfehlen, das Kind einem richtig guten Musiklehrer
vorzustellen und zunächst mal mit einem passenden
Musikinstrument anzufangen. Auf keinen Fall würde ich auf die
Tipps aus dem Internet Rücksicht nehmen, welches Instrument
dem unbekannten Kinde passt. Das sollte der erfahrene
Musiklehrer im direkten Gespräch mit dem Kind bestimmen
Das Geduld/Ungeduld als Thema ist wiederum ein didaktisches
Thema: das kann man im individuellen Unterricht gut umgehen,
so daß Kind mitmacht, ohne es zu merken
Lieber Peet,
da ich mein vierjähriges Kind gerade zur musikalischen Früherziehung (Gruppenunterricht in der Musikschule) angemeldet habe, würde ich gern wissen, warum du eher Individualunterricht empfiehlst. Bei meiner Tochter ist es nämlich auch so, dass sie sich ungern etwas erklären lässt und stets eigenwillig reagiert. Bei dem Kinderturnen habe ich aber festgestellt, dass die feste Struktur und die Tatsache, dass alle Kinder das gleiche tun und sich gegenseitig beobachten, sie sehr ermutigt, an bestimmten Übungen (im Kleinkindrahmen) „dran“ zu bleiben und sich weiterzuentwickeln. Außerdem habe ich nicht besonders gute (auch nicht ganz schlechte) Erfahrungen in meinem Individualunterricht gemacht, obwohl ich sicherlich die beste Musiklehrerin hatte, die meine Eltern für Geld und gute Worte bekommen konnten. Woran erkennt man denn einen „richtig guten“ Musiklehrer?
Liebe Juliane,
du stellst aber Fragen!
Ohne deine Tochter persönlich zu kennen, kann ich nur im allgemeinen antworten, und das wäre ganz sicher zu wenig für dich, es tut mir leid.
Die musikalische Früherziehung ist ganz gute Sache, du musst nur wissen, es ist so etwas wie eine Art Vorstufe für alle, sie erreicht jedes Kind, sogar völlig unbegabtes. Ein richtiges Musikunterricht ist es nicht, weil dieses zwischen den begabten und unbegabten strenger unterscheidet. Wenn das Kind keine Freude an der Musik hat, soll man auch nicht zwingen, dann reicht es musikalische Früherziehung völlig. Wenn aber das Kind selbst den Wunsch hat, aus welchen Gründen auch immer ( nur bitte nicht die Jugendträume von Eltern zu erfüllen…), dann wäre es besser direkt mit dem individuellen Musikunterricht zu beginnen.
Weiter - der Logik und dem Inhalt deiner Frage entlang - möchte ich behaupten, daß Kinder sich mit ihren Eltern und mit den Lehrern anders verhalten. So sehe ich da keine Hindernisse, wenn das Kind
sich ungern etwas erklären lässt und
stets eigenwillig reagiert
Es ist eine bekannte Phase in der Kindheit, nichts anomales.
Und zu deiner eigentlichen Frage, du erkennst einen guten Lehrer danach, daß er/sie eine positive Spur in deinem Leben hinterlässt. Es ist deswegen mehr oder weniger glücklicher oder unglücklicher Zufall, ob das Kind und der Lehrer zueinander passen oder eben nicht. Tja, hier reicht es eben nicht, das métier zu beherrschen und/oder ein Ratten… sorry, Kinderfänger aus Hameln zu sein Einfach sich umhören, nach dem guten Ruf fragen, ausprobieren, das Kind beobachten, Schlüsse ziehen.
Hoffenltich bist du durch diese Zeilen nicht ganz enttäuscht
Liebe Grüße
Hi, gute Frage,woran erkennt man einen guten Musiklehrer,
am Erfolg, erkundige dich mal bei Schülern von dem und dem Lehrer,
wie der Fortschritt ist, vor allen Dingen welche Didaktik,
dann möglichst Einzelunterr. gepaart mit Gruppe ( bei Solo Instrumenten)
dann , ob der Lehrer die Kinder fördert, d.h. Workshops zwischendurch usw.
Oder bei der Musikhochschule, aus welcher Schule die " sehr guten" kommen.
Natürlich muß die Chemie zwischen Lehrer und Schüler auch stimmen, ist auch sehr wichtig, und er Lehrer erkennt in vielen Fällen sofort, ob hier Begabung vorliegt oder nicht.
Tschüß