Hallo,
ist der Absorptionsfaktor[alpha] gleich dem Emissionsgrad [epsilon]? Oder unterliege ich da einer Täuschung? Weil beim Material Wolfram - z.B. - beides 0,45 ist.
Vielen Dank
kruder77
Hallo,
ist der Absorptionsfaktor[alpha] gleich dem Emissionsgrad [epsilon]? Oder unterliege ich da einer Täuschung? Weil beim Material Wolfram - z.B. - beides 0,45 ist.
Vielen Dank
kruder77
Hallo,
die Vorgänge sind umkehrbar: ein schwarzer Körper, der alle Strahlung absorbiert, ist zugleich derjenige, der das Maximum abstrahlt. Daher sind Rohre für Solarheizungen schwarz, Kühlkörper für Elektronik auch, wenn sie nicht von einem Ventilator zwangsbelüftet werden.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Warum Kühlkörper nicht schwarz sein müssten
die Vorgänge sind umkehrbar: ein schwarzer Körper, der alle
Strahlung absorbiert, ist zugleich derjenige, der das Maximum
abstrahlt. Daher sind Rohre für Solarheizungen schwarz,
Kühlkörper für Elektronik auch,
Die Farbe der Kühlkörper in der Elektronik steht in keinem Zusammenhang mit dem Emissionsgrad derselben. Was die Abstrahlung angeht, könnten die Kühlkorper weiß, rot, oder lila gesprenkelt lackiert sein. Ein Anstrich in jeder dieser Farben würde abstrahlungsmäßig mehr bringen, als die üblicherwieise blanke schwarzeloxierte Oberfläche.
Denn in dem Wellenlängenbereich 8…12 um hat Farbe keinen Einfluß auf den Emissionsgrad. Der ist nur vom Stoff und deren Oberflächenbeschaffebheit abhängig.
Bei blanken Metallen ist Epsilon niedrig, bei lackierten Oberflächen ist Epsilon hoch (0,9 und besser).
MfG
C.
Hallo,
ist der Absorptionsfaktor[alpha] gleich dem Emissionsgrad
[epsilon]? Oder unterliege ich da einer Täuschung? Weil beim
Material Wolfram - z.B. - beides 0,45 ist.
Im Prinzip muß das schon so sein. Wenn ein Körper die Temperatur seiner Umgebung angenommen hat, muß er genauso viel Strahlung absorbieren wie emittieren. Wäre das nicht so, würde er sich erwärmen oder abkühlen und man könnte dem System Energie entnehmen -> Perpetuum Mobile 2. Art.
Jörg
ist der Absorptionsfaktor[alpha] gleich dem Emissionsgrad
[epsilon]? Oder unterliege ich da einer Täuschung?
Nein, wie unten schon beantwortet, ist das richtig.
Weil beim
Material Wolfram - z.B. - beides 0,45 ist.
Hüte Dich, die Tabellenangaben zum Epsilon für gottgegeben zu betrachten. Sie schwanken sehr stark in Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit (rauh-glatt, blank-oxidiert usw.) des Stoffes.
Besonders stark schwanken die Epsilonwerte der Metalle.
Und in der Nähe der Aggregattsänderungen gibt auch noch stärkere Schwankungen.
Z. B. Kupfer polliert kann Epsilon um 0,04 haben. Gleiches Kupfer verwittert und oxidiert schafft auch 0,4…0,6. Dazwischen Faktor 10 und mehr.
MfG
C.
Um die Verwirrung noch zu vergrössern…
… möchte ich noch anfügen, daß der Emission/Adsorbtionsgrad recht stark wellenlängenabhängig ist.
Daraus folgt, daß ein Körper dem Sonnenlicht gegenüber einen ganz anderen Adsorbtionsgrad hat, als sein eigener Emissionsgrad (und gleichzeitig Adsorbtionsgrad der Umgebungsstrahlung genüber) bei Umgebeungstemperatur ist.
Ganz extremes Beispiel diesbezüglich: normales Glas.
ist der Absorptionsfaktor[alpha] gleich dem Emissionsgrad
[epsilon]? Oder unterliege ich da einer Täuschung? Weil beim
Material Wolfram - z.B. - beides 0,45 ist.
Die Frage ist, bei welcher Temperatur (also mit welcher abgestrahlten und/oder adsorbierten Wellenlänge)?
Schau mal hier (ganz unten: spektraler Emissionsgrad, 2 Diagramme)
http://www.infratec.de/thermographie/includes/refres…
MfG
C.
Hallo,
Besonders stark schwanken die Epsilonwerte der Metalle.
Und in der Nähe der Aggregattsänderungen gibt auch noch
stärkere Schwankungen.
Öhm, in welchen Fällen braucht man denn die Epsilonwerte der
Aggregatszustände von Metall?
Z. B. Kupfer polliert kann Epsilon um 0,04 haben. Gleiches
Kupfer verwittert und oxidiert schafft auch 0,4…0,6.
Dazwischen Faktor 10 und mehr.
Du meinst 1,0 und nicht 10, gell? ( Mehr als 1,0 geht doch
eigentlich gar nicht!?)
MfG kruder77
Hallo,
Besonders stark schwanken die Epsilonwerte der Metalle.
Und in der Nähe der Aggregattsänderungen gibt auch noch
stärkere Schwankungen.Öhm, in welchen Fällen braucht man denn die Epsilonwerte der
Aggregatszustände von Metall?
Bei thermographischen Betrachtung von Schmelz- und Giessvorgänge.
Bei Betrachtung von glühenden Gegenständen, die nicht weit von der Schmelztemperatur entfernt sind.
Z. B. Kupfer polliert kann Epsilon um 0,04 haben. Gleiches
Kupfer verwittert und oxidiert schafft auch 0,4…0,6.
Dazwischen Faktor 10 und mehr.Du meinst 1,0 und nicht 10, gell?
0,04 mal Faktor 10 = 0,4
( Mehr als 1,0 geht doch
eigentlich gar nicht!?)
Es gibt Pyrometer, bei dem man Epsilonwete auch grösser 1 einstellen kann. Die Fangfrage an die Praktiker: bei welcher Messanordnung können Einstellungen von Epsilon grösser 1 sinnvoll sein? :->
MfG
C.
Eine Kleinigkeit vergessen (Betrachtungswinkel)
… möchte ich noch anfügen, daß der Emission/Adsorbtionsgrad
recht stark wellenlängenabhängig ist.
Auch auch noch abhängig vom Betrachtungswinkel. Bei sehr kleinen Betrachtungswinkeln wird Emissionsgrad von Nichtmetallen kleiner, von Metallen hingegen (bis zu gewissen Grenzen) grösser.
Thermography is a land of confusion 
MfG
C.