Ich würde gern wissen warum in den alten Autoradios die Senderabstimmung teilweise mit Spulen geschah und nicht mit Drehkondensatoren.
Hallo,
ich denke wegen dem Staub, ein offener Drehkondensator staubt mit der Zeit so zu, daß beim Abstimmen nur noch ein lautes Krachen zu hören ist. Eine in sich geschlossenen Spule, die über Kernverschiebung abgestimmt wird ist gegen Staub relativ immun.
Gruß
und schönes Wochenende
Danke für die schnelle Reaktion.
Diese Antwort klingt erstmal verfänglich…
Nur: Drehkos liessen sich früher (vor 30 Jahren) auch schon einkapseln.
Komisch näh?
Übrigens: Meine Kollegen, echte Funkamateure, konnten mir diese Frage auch nicht schlüssig beantworten.
Ich war im früheren Leben Fernsehschmied…
Hallo,
Ich würde gern wissen warum in den alten Autoradios die
Senderabstimmung teilweise mit Spulen geschah und nicht mit
Drehkondensatoren.
Anwendungen in KFZ sind echt hart für jegliche Elektronik.
Da hat man ständig Vibrationen, häufig auch Stoßbelastungen,
außerdem einen extrem weiten Einsatztemperaturbereich, auch noch
mit schneller Temperaturwechselbelastung und außerdem noch das
Problem mit Verschmutzungen.
Alles in allem sind das Bedingungen, wo man überlegen sollte, wie
mechanische Teile mit einem gewisse Anspruch an Stabilität und
Genauigkeit konstruiert sein müssen, damit sie zuverlässig funktionieren.
Das Drehkos diese Ansprüche je nach Bauart evtl. schlecht genügen,
kann man sich vorstellen. Wenn man dann aber extra für solche Zwecke
ein neues Bauteil entwickelt und konstruiert, dann hat man auch die
Wahl, statt der eh untauglichen Billigteilen abweichend vom
Mainstream das Problem zu lösen.
Gruß Uwi
warum stellst du dann eine Frage wenn du es besser weißt…
Ich würde gern wissen warum in den alten Autoradios die
Senderabstimmung teilweise mit Spulen geschah und nicht mit
Drehkondensatoren.
Weil die gegen Vibration weniger empfindlich sind. Wenn der Kern in der Spule etwas hin und her schwingt, ändert sich die Induktivität kaum. Schwingen dagegen die Platten des Drehkondensators aus der Mittellage, verringert sich der Abstand, erhöht sich die Kapazität, und das ergibt eine Frequenzmodulation (mit der doppelten Vibrationsfrequenz).
Das sauge ich mir nicht aus den Fingern, das war vielmehr Wissenstand im Autoradiobau vor etwa einem halben Jahrhundert.
Gruss Reinhard
Hi,
er hat doch nur auf Deinen Staub geantwortet.
Von Wissen war doch da nix, oder?
nicki
Moin,
nur so als Idee, kann es sein, dass man versucht zu den höheren Frequenzen die Schwingkreisgüte zu verbessern um die Empfangsleistung zu erhöhen?
Es gilt:
Q = \frac{R}{\omega L} = R \cdot \omega C = R \cdot \sqrt{\frac{C}{L}}
[aus Wikipedia]
D.h. mit höherer Frequenz, also abnehmender Induktivität, erhöht sich Q.
Gruß Volker