hallo wissende
ich mache ein kleines fotobuch mit fotos von händen …das thema war aber „Wege“. 7 seiten gilt es noch mit ein wenig typo zu versehen! fällt euch dazu eine kleine geschichte oder ein langes gedicht zum thema „weg, wege“ ein?
oder so etwas wie im stern steht, ein text a la „mein gott riebesehl“ würde ich vielleicht auch ganz passen finden!
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!
viele dank und einen schönen abend!
viele grüsse
nicole
hallo nicole,
im „Herrn der Ringe“ gibt es ein kleineres Liedchen oder ein Gedicht, das Bilbo singt, als er aufbricht:
Die Straße gleitet fort und fort,
Weg von der Tür, wo sie begann,
Weit über Land, von Ort zu Ort,
Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ich lauf ihr raschen Fußes nach,
Bis sie sich groß und breit verflicht
Mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.
Auch Frodo zitiert dieses Gedicht, als er aufbricht. Und gleich danach erklärt er:
Gewiß erinnert es mich sehr an Bilbo in den letzten Jahren, ehe er fortging. Er sagte oft, es gebe nur einen Weg; er sei wie ein großer Fluß: seine Quellen seien an jeder Türschwelle, und jeder Pfad sei sein Nebenfluß. ‚Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen‘, pflegte er zu sagen. ‚Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpaßt, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen. Bist du dir klar, daß eben dies der Pfad ist, der durch Düsterwald führt, und daß er dich, wenn du es zuläßt, bis zum Einsamen Berg oder noch weiter und zu schlimmeren Orten bringt?‘ Das pflegte er auch auf dem Pfad vor der Tür von Beutelsend zu sagen, besonders dann, wenn er einen langen Spaziergang gemacht hatte.
Vielleicht gefällt´s dir.
Fritz
moin nicole,
zwar nicht ganz so absurd, aber immer wieder lieb
Joachim Ringelnatz
Nächtlicher Heimweg
Es wippt eine Lampe durch die Nacht.
Trapp, klapp -
Ich will mir denken,
Dass meine Mutter jetzt noch wacht,
Und will den Hut für sie schwenken.
Wir sind nicht, wie man seien soll,
Wir haben einander nur gern,
Doch meine Mutter ist alt und ist fern.
Und mir ist das Herz heut so voll.
Da kommt mir eine Frau entgegen,
Ich will was Gutes überlegen,
Weil sie so arm und eckig aussieht.
Aber die Frau entflieht.
In bin ihr zu verwegen.
Nun wird es still und wunderbar.
Kein Laut auf der Straße Mitte.
Nur drüber am andern Trottoir
Gehn meine eignen Schritte.
Gruss
Marion