Hallo miteinander
eine Freundin hat sich mir anfertraut.
Sie will nicht mit Verwandtschaft reden und braucht Rat.
Sie ist in der 5ten Woche - Schwanger und will abtreiben.
Sie und Ihr Freund sind Studenten in Deutschland - Sie aus Kenia er Italiener - und müssen neben dem Studium noch Aushilfsjobs machen um das Studium zu finanzieren.
Sie putzt in so einer Putzkolone und macht Babysitting.
D.h. Geld ist wirklich nicht viel da und beide wollten kein Kind.
Anscheinend haben beide immer mit Kondom verhütet, aber ohne Pille.
Ich weiss nicht was ich Ihr raten soll. Sie ist religös und geht eigentlich Sonntags in so ne Gospel- Gemeinde.
Abtreiben hällt Sie sicherlich für eine Sünde, aber sie sieht keinen anderen Weg.
Sie hat auch große Angst vor Ihrer Familie und denkt die würden sicher nicht zu Ihr halten - nimals darf jemand von denen etwas davon erfahren.
Donnerstag hat Sie Ihren obligatorischen Beratungstermin… ich weiss nicht bei welcher Organisation.
Sie ist sich sicher, dass Sie abtreiben will.
Ich habe Ihr gesagt, Sie soll trotzdem mal keinen Alkohl trinken, weil Sie hängt seit heute zimlich durch und trinkt Radler mit Fernsehen - wenn Sie auch nicht viel getrunken hat (vielleicht fast eine Flasche).
Wenn Sie abtreibt, wie kann ich Ihr dann helfen durch die Zeit später?
Wenn Sie nicht abtreibt, wie kann ich Ihr dann helfen und wie schlimm, war es dann, dass Sie Alkohol getrunken hat?
Wie könnte ich Sie jetzt schon psychologisch unterstützen, vielleicht auch in philosophischer ethischer Hinsicht.
Vielleicht muss ich auf all diese Fragen selbst die beste Antwort wissen.
Aber es ist wohl eindeutig zu wichtig um mich auf meinen eigenen Grips zu verlassen.
Ich danke für Eure Erfahrungen, Rückfragen, Tipps, Hyperlinks und vieles mehr.
Danke Sebastian
