Abwasseranschluss ohne T-Stück

Hallo Experten,
ich werde mir heuer eine neue Heizung einbauen.
Da die Anlage in einem anderen Kellerraum als die bisherige installiert wird, muss ich einen Abwasseranschluß schaffen.
Direkt hinter der Außenwand befindet sich der Kellerabgang mit einem Abfluss, der in der Bodeplatte mit einem 100er KG-Rohr Richtung Kanal geleitet wird. Ich habe nun vor, das KG-Rohr freizulegen um einen Anschluss für ein 50er HT-Rohr zu schaffen.

Meine Frage.
Ist es zwingend erforderlich, ein T-Stück in das 100er Rohr einzubauen oder gibt es evtl andere Möglichkeiten? Ich dachte z.B. an eine Bohrung im KG-Rohr, die dann das 50mm-HT-Rohr mittels Gummimuffe aufnimmt. Gibt es so etwas?
(Dann müsste ich nicht so viel von der Betonplatte wegstemmen)

Vielen Dank.
Gruß
Uli

Hallo !

Ja,so etwas gibt/gab es schon. Das wären „Sattelstücke“.

Aber die Vorschrift sagt,Leitungen im Erdreich und unter der Sohle haben einen Durchmesser von DN 100 zu haben.
Also muß man ein Abzweiger DN 100 einbauen,der auch mit DN 100 weiterführt bis ins Innere des Hauses.
Erst dort kann man reduzieren auf z.B. DN 70 oder DN 50.

Auch würde ich dann am Übergang eine Reinigungsmöglichkeit noch im DN 100 vorsehen.

Wozu soll denn der Ablauf dienen im Heizraum ?
Zur Ableitung von Kondensat aus einem Brennwertgerät ?

Dazu kann man andere Lösungen finden,wie eine Einleitung in einen kleinen Speicher mit Hebepumpe,die dann mit dünner Druckleitung noch im Haus einleiten kann,unabhängig vom Gefälle und Höhenlage.

Das hätte auch den Vorteil der Rückstau-Sicherheit,weil der Bodeneinlauf an der Außentreppe überlaufen kann.

MfG
duck313

Hallo duck313,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Richtig, der Ablauf ist für die Ableitung von Kondensat eines Brennwertgerätes. Die Lösung mit der Hebepumpe wollte ich eben aus mehreren Gründen ausschließen.

  1. Ich müsste mit der dünnen Druckleitung durchs ganze Haus.
  2. Was ist, wenn die Hebepumpe ausfällt und ich z.B. im Urlaub bin?
  3. Grundsätzlich bin ich für die einfachsten Lösungen, da hier die Wahrscheinlichkeit von Störungen am geringsten ist.

Das mit dem Rückstau ist schon zu überlegen, aber das neue Abwasserrohr würde ja in der Außenmauer ca. einen halben Meter nach oben und dann in den neuen Keller geführt werden - also nicht im Boden.

Gruß
Uli