Hallo zusammen,
ich habe mir vor kurzem in einem japanischen Online-Shop ein paar Sammlerartikel (Einkaufswert ca. 300 EUR) bestellt, die es limitiert nur in Japan gibt. Nun habe ich Kontakt mit dem Online-Shop aufgenommen und gefragt, ob sie PayPal oder Kreditkarte als Zahlungsmodalität akzeptieren. Daraufhin bekam ich eine Antwort, dass sie das Paket auch so per EMS (was auch immer das heißt) versenden können, wenn meine Zahlung dann in Japanischen Yen erfolgen könne.
Also so wie ich die Sache nun sehe, sind wir beide, Käufer und Verkäufer, zwar an der Kaufabwicklung interessiert, wissen aber beide nicht so recht wie…
Nun meine Frage an Euch:
Wer hat schonmal etwas aus Japan bestellt oder importiert? Wie zahle ich am Besten? Was muß ich beachten? Wieviel % Einfuhrsteuer muß ich zahlen und kann ich das umgehen, wenn der Verkäufer das Paket als Geschenk deklariert?
Viele Grüße
die stupsnase
)
Hallo
Mit paypal kannst du in Yen bezahlen, allerdings kommen da noch 2,5% Umwandlungsgebühren drauf. Vorraussetzung ist, dass der Verkäufer ein Paypal-Konto hat.
Wenn die Sachen zum Zoll kommen, musst du (je nach Art der Waren) Zoll zahlen (http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds/de/tarhome.htm) und auf den Gesamtbetrag (d.h. inkl. Versandkosten) 16% Einfuhrumsatzsteuer.
Sollten die Sachen mit dem Vermerk „Geschenk“ versehen sein, kann es sein, dass sie nicht zum Zoll kommen. Allerdings kann der Verkäufer unter Umständen Ärger bekommen.
Eigentlich ist es eher ungewöhnlich, dass Japaner ins Ausland versenden. Es gibt dort eine Art Zwischenhändler, d.h. du bestellst im Shop, bezahlst bei dem Zwischenhändler, der bezahlt den Shop. Danach bekommt er die Ware vom Shop und schickt sie dann zu dir.
Nachteil daran ist, dass es sehr teuer ist, da ja zusätzlicher Versand anfällt und außerdem die Gebühren, die der Zwischenhändler erhebt.
lg
white
Hallo,
Wieviel %
Einfuhrsteuer muß ich zahlen und kann ich das umgehen, wenn
der Verkäufer das Paket als Geschenk deklariert?
Geschenke können nur „von privat an privat“ gesendet werden, nicht von gewerblichen Versendern. Außerdem kann man Geschenke nur bis 45 EUR zollfrei einführen, nicht bei 300 EUR. Dieser „wir deklarieren es als Geschenk und dann ist das zollfrei“-Irrglaube geistert ständig überall herum, schließt sich aber - wie bei Dir - oft aus mehreren Gründen aus.
Wieviel Zoll Du zahlen mußt hängt von der Ware und dem Zolltarif ab, der dafür vorgesehen ist. Der Zoll wird teilweise auch auf die Transportkosten angerechnet, die müssen anteilig mitverzollt werden. Obendrauf kommen dann noch 16% Einfuhrumsatzsteuer (=Pendant zur MwSt bei Inlandsgeschäften). Diese 16% werden erhoben auf den Warenwert, die kompletten Transportkosten und den Zollbetrag. Das summiert sich meistens zu einem netten Sümmchen für Vater Staat.
Gruß,
MecFleih
Hallo
Wenn die Sachen zum Zoll kommen, musst du (je nach Art der
Waren) Zoll zahlen
Sollten die Sachen mit dem Vermerk „Geschenk“ versehen sein,
kann es sein, dass sie nicht zum Zoll kommen. Allerdings kann
der Verkäufer unter Umständen Ärger bekommen.
Die Sachen kommen IMMER zum Zoll, allerdings wird nicht bei jeder Sendung eine Beschau gemacht. Meist begnügt sich der Zoll damit die Papiere zu kontrollieren, es sei denn die Sendung wurde aus bestimmten Gründen oder stichprobenmäßig ausgewählt um tatsächlich geöffnet zu werden.
Eine Zollanmeldung ist auch für JEDES Paket notwendig, auch Geschenke.
Wenn jemand Ärger bekommt dann immer der Warenempfänger, denn der ist für den Zoll der sog „Einführer“ und auch für deutsche Behörden greifbar - auf den ausländischen Versender haben deutsche Behörden regelmäßig keinen Zugriff.
Das ist zwar immer dann sehr blöd und komisch wenn z. B. ganz ungefragt Geschenke geschickt werden, trotzdem ist die Rechtslage so daß der Warenempfänger für die Sendung haftet. Meistens ist es aber ja auch insofern korrekt als Leute in Onlineshops bestellt haben und deswegen zu Recht selber verantwortlich sind.
Gruß,
MecFleih